Südafrika, eine Welt in einem Land

Die Republik Südafrika hat ca. 45 Millionen Einwohner, die Analphabetenrate beträgt etwa 15% und die Bevölkerung besteht aus 79% Schwarzen, 9,6% Weißen, 8,9% Coloureds und 2,5% Asiaten. Es herrscht Religionsfreiheit und es gibt keine Kirchensteuer!

 

Ausfuhrprodukte sind u.a. Gold, Diamanten, Kohle, Wolle, Früchte und Zucker. Das Land liefert eine Menge unersetzbarer Rohstoffe an die Welt und hat Kontrolle über die Schiffsroute um das Kap, denn fast 2/3 des Rohölbedarfs Westeuropas und der USA gelangen so an die Verbraucher. 1990 wurde das Ende der Apartheid durch Präsident Frederik Willem de Klark verkündet; seit 1994 wird Südafrika von der demokratisch gewählten ANC Regierung geführt und sie ist mit Abstand die am weitest entwickelte Wirtschaftsmacht am schwarzen Kontinent. Mit 3.000 Kilometer Küste, neun Provinzen und elf Amtssprachen liegt Südafrika am südlichsten Rand des afrikanischen Kontinents – umgeben vom Indischen Ozean und dem Atlantik.

 

Das Land am Kap der Guten Hoffnung lockt durch seine Vielfalt. Eisenbahnliebhaber - "Reisen wie in der guten alten Zeit" - genießen Afrika vom „Pride of Africa“ aus und auch Wüsten-, Berg- und Tierfans kommen voll auf ihre Kosten. Südafrika, ein faszinierendes Reiseziel voller Kontraste und atemberaubender Naturschönheiten, üppiger Pflanzenparadiese, Wild-(Natur-National-)parks mit den Big Five: Elefant, (Breit- und Spitzmaul-)Nashorn, Büffel, Löwe und Leopard, Feuchtschutzgebiete, die von Meerestieren und Vögeln nur so wimmeln, einsame Strände oder verschiedene Stammesarten mit ihren Sitten und Gebräuchen verkörpern all das, was das gewisse Etwas für eine Reise in diesen Kontinent ausmacht.

Die fast noch touristisch unbekannte Provinz KwaZulu/Natal – Durban - unbedingt einplanen

KwaZulu/Natal hat ca. 10 Millionen Einwohner (größtenteils Zulus, Inder, Weiße und Schwarze); durch diese Provinz (besteht aus den ehemaligen Gebieten Natal und KwaZulu) wird das alte Königreich ausgedehnt und der ZuluKönig erhält in der Verfassung von 1994 weitgehend Rechte; Landessprachen sind Englisch und isiZulu. Es herrscht vorwiegend subtropisches Klima. Die Provinz wurde zweimal von der UNESCO ausgezeichnet: der iSimangaliso Wetland Park ist seit 1999 UNESCO Weltnaturerbe und der uKhahlamba Drakensberg Park (230.000 ha großes Gebiet mit den Drakensbergen und Felsenmalereien) Weltkulturerbe.

 

Der Internationale Flughafen King Shaka Airport (Name erinnert an den legendären ZuluKönig Shaka) befindet sich in Durban der quirligen Metropole, diese ist Ausgangspunkt, um die Provinz und vieles Sehenswertes zu erkunden. Von Österreich gibt es leider keinen Direktflug nach Südafrika wie üblich!!! – nur Anschlußflüge via Johannesburg.

 

1824 übergab der ZuluKönig Shaka das Land an die Briten und darauf wurde Vasco da Gamas Port Natal in „Durban“ umbenannt. Die ehemals britische Siedlung und „indische“ Metropole Durban besitzt den wichtigsten Hafen des Landes, ist ein wirtschaftliches Zentrum und das beliebteste Strandband der Südafrikaner. Außerdem die größte Stadt der Provinz KwaZulu/Natal und die drittgrößte Südafrikas;

Zu besichtigen gibt es viel in Durban - hier einige Beispiele

Goldene Meile: 6 km langes Viertel – entlang der Promenade befinden sich Hotels, Restaurants, Vergnügungspark uvm.

Das Rathaus ist dem Rathaus von Belfast nachgebaut; hier befindet sich das Naturwissenschaftliche Museum, Old Court House Museum oder die Durban Art of Gallery

Das Theater befindet sich gegenüber dem Rathaus – es finden Aufführungen von Opern und Musicals bis hin zu Experimentaltheater statt.

Ushaka Marine World das größte Aquarium mit tropischen Fischen, Haien, Schildkröten und Stachelrochen; im Delphinarium finden Shows mit Robben, Pinguinen und Delphinen statt.

Umgeni River Bird Park hier leben ca. 4.500 Vögel in begehbaren Voileren, u.a. Kraniche, Nashornvögel, Aras, Tukane usw., die vier Wasserfälle, die die Klippen herunterstürzten sind die Attraktion.

Weiters der Botanische Garten, Yachthafen, Waterworld (Freizeitpark mit Wasserrutsche), Hare Krishna Tempel oder das Indische Viertel.

Von Hluhluwe (sprich: Schluschluwe) muß man via Eshowe fahren - (dh. Wind, der seufzend durch die Bäume streift), war die alte Hauptstadt des Zululandes - um Shakaland zu besuchen, das in der Provinz KwaZulu/Natal liegt.

 

Hier befindet sich das Museumsdorf Shakaland (das lebende Museum) – wurde 1984 für die Fernsehserie „Shaka Zulu“ inmitten der Entembeni Hügeln errichtet; das Dorf kann von den Touristen besichtigt werden: bei der Führung erfährt man viel über Behausung der Zulus - die 40 bienenstockartigen Hütten, ihre Lebensweise, den legendären ZuluKönig Shaka, ihre Riten und Kampftechniken, das traditionelle Bierbrauen oder die Brautwerbung (12 Kühe für eine Frau). Aber auch über ihre Handwerkskunst und das Herstellen von Speeren, Körben, Töpfen oder Perlen.

Highlight ist der Trommel-Tanz der Zulu im größten Bienenkorb des Kraals

Zululand Tree Lodge Hluhluwe

vor den Eingangstoren zum Hluhluwe Park liegt diese Anlage auf der Ubizane Game Ranch - mitten im privaten Naturpark. Sie war eine Viehranch, bevor sie 1964 in ein Tierreservat umgewandelt wurde; Wildtiere u.a. Antilopen, Breitmaulnashörner, Leoparden, Wasserböcke, Zebras, Krokodile, Nilpferde, Schlangen, Hyänen oder Giraffen haben hier ihr zu Hause.

 

Erster Kontakt mit der südafrikanischen Tierwelt; mittels offenen Jeep geht’s durch Savanne und Bushveld – leider ist der Fahrer viel zu schnell durch das Wildlife Reserve gefahren, dh. konnte man kaum Tiere beobachten.

Die beste Zeit für eine Pirschfahrt ist frühmorgens: Hluhluwe Imfolozi Game Park ist das älteste Schutzgebiet in Südafrika und der einzige Big Five Nationalpark; 1987 wurde er zum Naturschutzgebiet erklärt (ca. eine Stunde Fahrt im offenen Jeep) - zu sehen, aber auch nur bei viel Glück gibt es u.a. ca. 1.000 weiße (Breitmaul-) und schwarze (Spitzmaul-) Nashörner, Zebras, Giraffen, Büffel, Paviane, Schwarzfersenantilopen, Mungos oder Leoparden. Auch Ornithologen kommen hier auf ihre Kosten (Marabu Storch, Geier…); beeindruckende Geschöpfe - leider die Big 5 waren wieder nicht vor die Linse zu bekommen.

 

In dieser bergig bis hügelig bewaldeten Landschaft kann man viele unbekannte wunderschöne Orchideen bestaunen. Sollte man tatsächlich viel Zeit haben, könnte?! man die Großen Neun (ja die gibt's auch) sehen: Elefant, Leopard, Büffel, Breit- Spitzmaulnashorn, Giraffe, Löwe, Gepard und Hyänenhund. Aber bis dato hatten noch nicht wirklich viele eine derartige Chance, diese Tiere gemeinsam zu sehen!

Nach einer beeindruckenden Safari steht St. Lucia - für eine entspannende Bootsfahrt - am Programm: der kleine Ort liegt an der Mündung der Lake St. Lucia Lagune auf einer schmalen Landzunge. Highlight abends: da wackeln Hippos über die Straße – sehr lustig zuzusehen – aber immer mit großem Abstand beobachten.

Das Boot gleitet ruhig entlang - vorbei durch noch unberührte Seelandschaft - am größten natürlichen Binnensee Südafrikas dem Lake St. Lucia (60km lang/15km breit); es gibt eine Vielfalt an Tieren und mehr als 400 Pflanzenarten – zB. der im Winter blühende rote Korallenbaum oder die Wilde Feige; hier mischt sich das Salz- mit dem Süßwasser. Ideale Bedingungen für die Vogelwelt; im seichten Wasser tummeln sich Flamingos, Pelikane und viele Reiherarten; aber auch Hippos (können angriffslustig sein, speziell, wenn sie mit ihren Jungen unterwegs sind), Krokodile und Schildkröten fühlen sich hier wohl; letztere kommen zum Brüten an die Küste. Der St. Lucia Wetland Park hat internationalen Schutzstatus und die weltgrößten bewaldeten Dünen.

 

Übrigens am Campingplatz und bei den Hütten tummeln sich viele putzige Mungos, die immer wachsam auf einen Happen lauern...

Giants Castle am Drakensberg via Durban und der Ferienort Ballito

Giants Castle– „Schloß des Riesen“ – beherrscht durch das Bergmassiv des Injisuthi Dome und Giants Castle - beide ca. 3.400m hoch; Das Gebiet ist eine Eldorado für Wanderer. Die Vegetation ist vielfältig und im Frühling wachsen wunderschöne Orchideen und Schwertlilien.

Sollte man ein „kühles Bad“ mögen, eignet sich dafür der fischreiche Bushman River – er hat Trinkwasserqualität. Das Naturschutzgebiet seit 1903 in den südlichen Natal-Drakensbergen; im Wildreservat findet man Paviane, Buschböcke, Kuhantilopen oder Klippspringer.

 

Drakensberge (Drachenberge) - an deren Dach die indischen Ozeanwolken hängen und die auch Wand der aufgestellten Speere genannt werden

 

Sie sind ein 1.000 km langer Gebirgszug, der sich zwischen dem Krüger Nationalpark und dem Königreich Lesotho erstreckt - mit Gipfeln über 3.000m sind sie die höchsten Erhebungen auf dem afrikanischen Kontinent und entstanden vor Millionen von Jahren. Besonders deutlich zeigt sich das landschaftliche Wunder dieses Gebirgszugs im Champagne Valley, den zentralen Drakensbergen, das im November 2000 zum UNESCO Welterbe erklärt wurde. Der hoch in den Bergen gelegene Royal Natal National Park ist berühmt für sein Amphitheater, eine pompösen Felswand und der 3.300m hohen Mount-aux-Sources. Seit jeher hat diese Region Künstler bewegt und inspiriert und sie eignet sich ausserdem bestens für einen aktiven Urlaub sowie zur Erholung.

 

Morgentrip zu den Buschmann Höhlen mit der größte Sammlung an Buschmann Höhlenmalereizeichnungen südlich der Sahara. Sie zeugen davon, daß diese Regionen schon vor Tausenden von Jahren – teilweise – besiedelt waren.

Ist man in Südafrika, sollte man eine Fahrt zu den Midlands, eine ländliche Region im Zentrum der Provinz KwaZulu/Natal - zur Nelson Mandela Gedenkstätte einplanen. Hier wurde Nelson Mandelas langer Weg als Freiheitskämpfer für 27 Jahre unterbrochen; auf der R103, der alten Hauptstrasse, ca. 5km von Howick und ca. 100km von Durban entfernt wurde er, als er als Untergrundkämpfer heimlich von Johannesburg zurückkehren wollte, am 5.8.1962 für lange Zeit gefangen genommen.

 

Kurzbesuch im Fordoun Spa Hotel, der Oase zum körperlich-sinnlichen Wohlgefühl; das Anwesen liegt zwischen Johannesburg und Durban und war früher eine Farm inmitten von grünen Weiden umgeben. Nach der Restaurierung wurde sie zu einem Hotel/Restaurant/Wellness-Komplex; ist ein Relikt aus vergangenen Zeiten, verpackt in modernstem Luxus mit Wellness inkludiert.

 

Ballito – ein Ferienort an der Küste gelegen; es gibt Hotels, Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten; der Strand wird von Rettungsschwimmern überwacht; er eignet sich dh. gut zum Baden. Erinnert ein wenig an Italien in den 80er Jahren.

Bevor man den schwarzen Kontient verläßt, ist ein unbedingtes „Must see“ die 700 ha große Zimbali Lodge – das Forest Suites Hotel; atemberaubend und exquisit im Herzen des subtropischen Küstenwaldes gelegen - quasi eine Mischung aus Ruhe, Luxus und Entspannung.

 

Die hier beheimateten und sehr neugierigen Affen kommen bis in die Suite oder tummeln sich am Dach; lauscht man den unterschiedlichen Tierstimmen von der Terrasse aus und beobachtet die vielen Tiere, die am Boden herumhuschen, hat man das Gefühl mitten im "Urwald" zu logieren. Die Lodge liegt nahe dem indischen Ozean und beherbergt eine große Anzahl an südafrikanischer Flora und Fauna. Entlang der privaten Spazierwege beobachten die putzigen Äffchen die Spaziergänger oder Buschböcke grasen ganz geruhsam.

Die Suiten verfügen alle über 3-4 Zimmer inkl. Outside-Regendusche und Badewanne (da gibt’s natürlich auch Zuseher – die süßen Kameraden). Hier ist Luxus pur angesagt; das Golfwagerl steht vor der Hoteltür, sodaß jeder Gast sich im riesigen Areal frei bewegen kann, ohne weite Fußmärsche in Kauf zu nehmen, will er beispielsweise an den Ozean; das Personal steht rund um die Uhr für Wünsche zur Verfügung. Ein Traum wird hier Wirklichkeit – die Zimmerpreise - ja die sind eine andere Geschichte.

Fazit:

Südafrika - speziell die Provinz Kwa Zulu/Natal ist auf alle Fälle eine Reise wert – hier kann man seine Seele baumeln lassen, vieles Erleben an kulturellem Reichtum und Mythen bzw. in den Kontinent Südafrika eintauchen - und das zu Preisen, an die Europa nicht einmal annähernd herankommt. Und vor allem kann man mit Stolz sagen: "Ich war in einem Königreich - nämlich in dem der Zulus".

Reiseinfos:

Fluglinie

South African Airways (SAA) täglich nonstop und über Nacht via München und Frankfurt nach Südafrika. Sie ist übrigens die am meisten ausgezeichnete Airline und verbindet in Farben der sog. Regenbogen Nation den Kontinent mit der Welt; heuer feiert SAA ihr 80-jähriges Bestehen.

www.flysaa.com 

 

Währung

1 Euro = 14,55 ZAR (südafrikanische Rand); 200, 100, 50, 20 und 10 Rand in Scheinen und Münzen zu 5, 2 und 1 Rand sowie 50, 20, 10, 5 Cent

Euros kann man am Flughafen wechseln - ansonsten gibt’s auch Bankomate

 

Beste Reisezeit

hängt davon ab, welche Region man besucht – zwischen Jänner und Mitte März ist es warm und wenig regnerisch; im Landesinneren steigen die Temperaturen; Südafrika kann jederzeit individuell bereist werden

 

Impfungen/Vorsorge

Die Provinz Mpumalanga und der Norden von KwaZulu Natal sind Malariagebiete. Eine entsprechende Vorsorge (Prophylaxe) ist zu empfehlen

 

Sonstiges

Reisestecker mit drei Anschlußzapfen mitnehmen

Einkaufen ist ausgesprochen günstig: Benzinkosten in etwa 0,50 Euro/Taxi pro km 0,70 Euro

EC Mastercard (Kreditkarten) werden akzeptiert

 

Restaurants

alle von hervorragender Qualität in Punkto Speisen/Getränke

Market Restaurant Durban

www.marketrestaurant.co.za

Circus Circus Durban

www.circuscircus.co.za

Bali Hali Ballito

www.wheretostay.co.za/601baliha

Fordoun Spa Hotel Restaurant Midlands

 www.fordoun.com

Alfredos St. Lucia

 

Hotels

Quarters Hotel The Concierge Durban (Markenzeichen ist der Dackel)

www.the-concierce.co.za

Ubizane Tree Lodge Hluhluwe

 www.hluhluwe.info 

Amazulu Lodge Ballito

 www.amazulolodge.com

Hotel Granny Mouse Country House & Spa Midlands

 www.grannymouse.co.za 

Forest Suite Hotel exquistes Luxushotel Ballito

www.forestsuiteshotel.co.za 

Museumsdorf Shakaland

 www.shakaland.com

Moses Mabhide Station

 www.mmstadium.com

Ushaka Marine World

  www.ushakamarineworld.co.za

Tourismus KwaZulu/Natal

www.kzn.org.za * www.kznwildlife.com * www.zulu.org.za

Tourismus Durban

www.durbanexperience.co.za

 

Wer noch nicht genug Detailinfos in über KwaZulu/Natal hat, sollte sich an Tourismus KwaZulu Natal wenden, das sind Profis für diese Provinz und diese "wie seine Westentasche" kennen. Ihr Motto: nur wer die Produkte kennt, kann überzeugen!

 

fotocredit: ifpa/r.flucke