Frieden für Tunesien

Peace Tunisia ist eine Friedensinitiative, ins Leben gerufen von der deutschen Moderatorin und Journalistin Carmen Hentschel. Peace Tunisia hat es sich zur Aufgabe gemacht sowohl das Land als auch die Bevölkerung Tunesiens – nach dem Anschlag 2015 in Sousse – zu unterstützen. Radiointerviews, Videos über die Vielfalt der tunesischen Kultur, Gesprächsaufzeichnungen mit Einheimischen und Touristen vor Ort – dies sind die Mittel, die die Initiative nutzt, um Einblicke in Tunesiens Lage zu gewähren. „Vor allen Dingen soll ein Zusammenhalt zwischen verschiedenen Kulturen und Staatsangehörigkeiten geschaffen werden. Dieser ist besonders in Krisenzeiten von großer Wichtigkeit. Die persönliche, emotionale Ebene steht dabei im Vordergrund. Tunesier und Tunesien-Freunde berichten aus ihrer Sicht über die Reisedestination“, sagt Carmen Hentschel.

 

Ursprünglich war auch sie als Tourist in Tunesien. Nach dem tragischen Anschlag ist sie vor Ort geblieben und berichtet seitdem über die Lage im Land. Auf der Kampagnen-Homepage betont die Moderatorin, dass ihr Ziel die Friedenssicherung sei. Sie möchte viele Menschen erreichen und nutzt dafür unterschiedliche Kanäle. Die Facebook-Seite von Peace Tunisia hat schon mehr als 14.000 “Gefällt mir“-Angaben und die Gemeinschaft wächst von Tag zu Tag. Regelmäßige Einblicke sollen Touristen animieren, das Land in ihrer Reiseplanung weiterhin zu berücksichtigen, denn die Tourismusbranche ist für viele Tunesier überlebenswichtig und das Land nach wie vor ein wunderschöner Urlaubsort. Mit einfachen Mitteln kann jeder Urlauber seine positiven Erlebnisse und Geschichten über Tunesien unter dem Hashtag #peacetunisia posten und so Solidarität bekunden. Diese Hashtag-Aktion bildet das Herzstück der Kampagne. Je mehr Menschen ihre Erfahrungen teilen, desto mehr Aufmerksamkeit bekommt Tunesien.

 

Hentschel hat zudem viele Aktionen angekurbelt und geplant: Eine Petition fordert mehr Flüge nach Tunesien und bessere Aufklärung über die dortige Lage. Ein Crowdfunding-Projekt soll die Kampagne weiter stützen und professionalisieren. Ein internationaler Kurzfilmwettbewerb, Friedensdinner und interkulturelle Begegnungen für bestimmte Zielgruppen sind dafür angedacht.