Es dreht sich alles um den Rum

Was für die Deutschen das Bier ist, ist für die Bajans, die Bewohner von Barbados, der Rum. Das zeigt sich auch auf dem diesjährigen Food&Wine and Rum Festival,  das im November auf der Karibikinsel stattfindet. Neben hochkarätigen Gourmet- und Weinveranstaltungen in außergewöhnlichen Locations, steht hier auch das Nationalgetränk von Barbados im Mittelpunkt: Rum. 

 

Die Geschichte der Karibikinsel ist eng verwoben mit der Geschichte des hochprozentigen Getränks, denn es ist die älteste Spirituose des Eilands. Vor über 370 Jahren wurde das „flüssige Gold von Barbados“, wie der Rum hier genannt wird, aus dem weit verbreiteten Zuckerrohr gebrannt. Dank der klimatisch und geologisch günstigen Bedingungen gedieh die von Kolumbus in die Karibik gebrachte Pflanze so gut, dass schon zu Beginn der 1640er Jahre die Rumproduktion auf Barbados ihren Anfang nahm.

 

Die Anerkennung als Geburtsstätte des Rums erkämpfte sich Barbados allerdings erst 1703, als die Destilliere Mount Gay ihre erste Rum-Flasche füllte. Seitdem ist Rum ein fester Bestandteil der Geschichte, Kultur und Wirtschaft von Barbados. Dank des Mount Gay Rums kann sich Barbados sogar mit der ältesten Rum-Marke der Welt schmücken, aber auch Brennereien wie Four Square oder West Indies blicken auf eine lange Tradition auf der Insel zurück.

 

Nicht nur die Geschichte prägt die Bedeutung des Rums auf Barbados. Ganz im Gegenteil: In den mehr als 1.500 Rum-Shops, die sich über die Insel verteilen, findet das Leben der Bajans statt. Hier wird gemeinsam gelacht, Geschichten erzählt und bei einem Drink das Leben genossen. Der typische Barbados-Lifestyle zeigt sich nirgends besser als in den zahlreichen bunten Häuschen.