das Land der unbegrenzten Möglichkeiten & DIE Geheimnisse der Mayas erkunden

Touristen sind willkommen - fühlen sich wohl und sicher!                                                                 

Als mich mein Kollege anrief und fragte, ob ich ihn nach Cancun begleiten möchte, war ich im ersten Moment sprachlos, habe aber schnell die Sprache wiedergefunden und natürlich JA gesagt, denn, wann hat man so ein Angebot schon; in zwei Tagen war ich startbereit für eine Erkundigungstour ins Reich der Mayas - die Vorfreude war riesig – Tickets besorgt und bereit für den Abflug.

Apropos Ablug: Leider war die Anreise von Wien nach Cancun nicht so einfach, denn es gibt keinen Anschlußflug von Österrreich: also einchecken Wien & auschecken in Zürich; zum Glück war die Airline nach Cancun im selben Flughafengebäude - dh. nicht ganz so umständlich – aber trotzdem wieder einchecken - tja wir Österreicher habens nicht so leicht!!!!! Dann längere Wartezeit am Airport, um 10 Stunden weiterzufliegen zur Küstenstadt Cancun.

Im Flieger war genug Zeit vorhanden, um mich in einem Reiseführer über Yucatan respektive Cancun (auch Schlangennest genannt) mit über 800.000 Einwohnern zu informieren; die drei Bundesstaaten Campeche, Quintana Roo und Yucatán teilen sich die Halbinsel Yucatan; sie liegt im Bundesstaat Quintana Roo - amerikanisch geprägt. Hier gehts rund: nicht nur typische Strandbars (chiringuitos) , Einkaufsmalls, Nightclubs, präkolumbianische Stätte, koloniale Städtchen, Naturparks, Acuario Interactivo, Museo Maya de Cancun und Ruinas el Ray sondern auch Playa delfines (bester öffentlicher Strand) oder Vergnügungs- und Themenpark; die City ist in zwei Teilen unterteilt El centro und zona Hotelera - langer 23 km Traumsandstrand am karibischen Meer mit vielen Hotelkomplexen, die in den Himmel ragen. 

Ankunft am Aeropuerto Internacional de Cancún um Mitternacht – ziemlich geschlaucht, waren wir doch seit 9.00 Uhr früh unterwegs.

Nachdem das Taxi, daß wir von Österreich bestellt hatten, nicht da war, aufgrund der Verspätung der Airline - mußten wir jetzt auch noch eine Transportmöglichkeit suchen, Halleluja – zum Glück gab's am Airport einen Taxiinfoschalter, dessen Mitarbeiter uns half, einen Driver zu finden, der uns in unser airbnb Appartment brachte. Todmüde angekommen, stellten wir nur die Koffer ab, fielen sofort in die weichen Kissen und versanken im Land der Träume...

Am nächsten Tag gut ausgeruht - ging's auf Mietwagensuche - aber zuerst mußten wir uns mit einem mexikanischen desayuna stärken – denn die Suche nach einem Leihauto für einen längeren Zeitraum - bei 35 Grad - gestaltete sich ein wenig schwierig; aber wer suchet der findet und wir fanden! Ein unscheinbarer kleiner Mietwagenverleih (Jesus Diaz dj84jesusdiaz@hotmail.com) in der City verhalf uns - mit guten Bedingungen – zu unserem "carro soñado" - wer jetzt vermutet, einen Range Rover oder Jeep, irrt gewaltig, es wurde ein Oldie nämlich ein "alter Kugelporsche" – nunja was solls – alt aber gut! Hoffen wir zumindest. 

Glücklich über das Auto, verweilten wir in Cancun noch zwei Tage, um die Stadt und alles was dazu gehört zu erkunden z.B. City, Malls, Strand, el parque de las palapas (Park mit Vergnügungsmeile), Plattform mit Aussichtsturm (torre escenica), Museo mayan und natürlich gehört auch die Kulinarik  dazu, wie etwa edel mit Musik zu dinieren im Schiffs-Restaurant Xocimilco Cancun by Xcaret - ein schöner Abschied von Cancun - denn morgen geht es auf Erkundungstour durch Yucatan mit unserem fast „neuen Schmuckstuck dem Käfer“. 

Mein Kollege war sehr interessiert an Cenoten und alles was mit den Mayas zu tun hatte, war es auch noch so hoch oben - ich konnte aufgrund meiner Knieprobleme nicht überall mit; aber Mexiko resp. Yucatan hat nicht nur viele Behindertenrampen aufgrund der hohen Bordsteinkanten sondern auch bei den Sehenswürdigkeiten (Respekt) - und in Österreich schafft man das nicht!!

Wir blieben immer wieder stehen, das ist der Vorteil bei einem fahrbarem Untersatz - wo man auch private Mayacentren, Cenoten, Tempel/Pyramiden/Märkte etc. besichtigen konnte oder in sonstige Geheimnisse einzutauchen. 

Übernachtet wurde individuell, in Mexiko überhaupt kein Problem:  airbnb, Hotels, Häusern etc. wo/wie es sich ergab, die Preise waren moderat, dasselbe galt auch für Restaurants, Kneipen oder Cafes/Bars. Bei Eintritten waren zwischendurch - für Mexiko - sehr hohe Preise an der Tagesordnung.

Unserer Rundreise durch Yucatan führt uns durch Progreso - Merida - Campeche - Uxmal - Ticul - Reserva Estatal Biocultural del Puuc - Chichen Itza – Izamal - Valladoid - Tulum – Playa del Carmen – Cozumel und Rio Largatos; dann wieder zurück nach Cancun zum Airport.

 

Unser erster Halt war Puerto Progreso - eher kleiner Ort - ein Tagesausflug lohnt sich; kleine Hafenstadt aber wichtigster moderner Hochseehafen der Halbinsel Yucatan wegen der flachen Küste, wunderschöne Sandstrände (Melecon Strandpromenade), günstige Fischrestaurants/Bars entlang der Straße - wenig besucht dh. angenehm zum Ausspannen; liegt drei Meter unter dem Meeresspiegel, der Progreso Pier ist der längste der Welt (6,5 km); hier soll es angeblich den besten rohen Fisch in Limettensaft gegart (cervites) geben? Wers mag? mir munden Sardinen mehr.

Der nächste Abstecher führt uns nach Merida (weiße Stadt - die weißen Fassaden der Gebäude) aufgebaut auf Ruinen und Steinen der alten Mayastadt Tiho – pulsierende Hauptstadt - das buntes Leben auf den Straßen gleicht einer Ameisenstrasse. Die enge Gassen und Straßen verlaufen im Schachbrettmuster rechtwinkelig zueinander.  Uns war das Gedränge fast zuviel, wir schlenderten durch die weniger besuchten Einkaufsstrassen und Gassen - und nach einem typisch mexikanischen Essen in einer bar mexicano gehts gestärkt zur Stadtbesichtigung:

sehenswertes: Zocalo (Plaza Mayor) Ausgangspunkt für Stadttour; doppeltürmige Catedral de San Ildefonso (ein Gemälde im Inneren zum Bestaunen: Mayaherrscher und Eroberer), Museo de Arte Contemporaneo, Casa de Montejo zu den schönsten Kolonialhäusern Mexikos gehörend; weiter zum Markt von Merida (Mercado Municipal Lucas de Gálvez) nimmt ziemlich viel Platz ein, Museo de la Ciudad ist gegenüber und zwei alte Stadttore der spanischen Stadtmauer etwas weiter entfernt, weiters Iglesia de la Tercera Orden, die Museos de la Cancion Yucatera & de Arte Popular de Yucatan. Nach den vielen Eindrücken und der Mittagshitze - ruhen wir uns im Parque de Santa Lucia aus und beobachten das bunte Treiben bei Straßenmusikübrigens findet jedes Jahr ein Carneval statt, wo sich Merida von seiner farbenprächtigsten Seite zeigt.

Nach diesem Sighseeing übernachten wir in Merida, denn der nächste Tag bringt wieder viel Interessantes.

Uxmal (bedeutet in der Mayasprache 3x besiedelt) , beeindruckendste Mayastätte der klassischen Epoche und die schönste präkolumbianische Anlage Mexikos; ist eine archäologische Stätte.

Rundgang beginnt bei: Piramide del Enano (Pyramide des Wahrsagers), Casa de la Monjas Nonnenkloster, Juego de Pleota Ballspielplatz, Casa de las Tortugas Schildkrötenhaus, Palast des Gouverneurs (Palacio del Gobernador, Gran Piramide, Taubenhaus (Casa de las Palomas), am besten erhalten sind die Tempel Nord und Süd templo del norte templo del sur und El Cementario (FriedhofsRuinen), den Abschluß bilden drei Bauwerke: Casa de la Vieja (Haus der alten Frau), Templo falico (Phallischer Tempel) und der freistehende Bogen.

 

Weiterfahrt zur Hauptstadt des gleichnamigen Bundesstaates Campeche; hier tummeln sich viele Touristen; die Altstadt ist komplett saniert, die Stadtmauern wurden wieder aufgebaut; hat kolonialen Charme seit 1990 und 1999 wurde Campeche UNESCO Weltkulturerbe;

sehenswertes: Parque Principal, Catedral de la Conception, Los Portales Fassaden mit Arkaden; Meertor (puerto de la mar), Bastion der Einsamkeit - hier ist das Museo de la Arquitectura Maya untergebracht, Santiago Bastion und der botanischer Garten, nicht zu vergessen die Museos de la Pirateria und de la Ciudad (Piraten- und Stadtmuseum).  

 

Auf Hotelsuche machen wir für einige Tage Zwischenstopp in Ticul; da gefiel es mir besonders gut, schon bei der Ankunft fühlte mich wohl – super Hotel gefunden mit keinen Stufen, was leider hier nicht überall der Fall war; moderate Preise inkl. Frühstück, Freundlichkeit groß geschrieben; Ticul ist Ausgangspunkt für viele Touren; eine lebhaft, kleine, quirlige Stadt mit Hotels, Restaurants, Bars, vielen Geschäften und Handwerksläden, Diskos und einer idyllischen Plaza Mayor;

sehenswertes: Iglesia de San Antonio de Padua, seitlich der Kirche steht eine überlebensgroße Statue eines bewaffneten Mayakriegers mit Schild und Lanze; ein Mittelturm & das Rathaus mit Arkaden im Parterre- hier sollte auch die Post beherbergt sein angeblich? Unsere Karten kamen leider nie an o:(((

 

Ein Tagesausflug zum Reserva Estatal Biocultural del Puuc (Biokulturelles Reservat Puuc) stand am Programm; es befindet sich im Zentrum des Reservats, ist eine archäologische Stätte; man versucht, die Mayakultur zu erhalten, Höhlen und eine Vielfalt unterschiedlichster Flora und Fauna sind hier zu bestaunen. Umfaßt die Gemeinden Muna, Oxkuzcab, Santa Elena Tekax und Ticul (zusammen 134.000 Hektar); man bemüht sich die Artenvielfalt, zB den Jaguar, seine Beute und die Überreste des Puuc Waldes zu erhalten;  den Jaguar gilt es nicht zu gefährden, der aufgrund der Abholzung und Wilderei bedroht ist. Mayas verehren noch heute dieses wunderschöne Geschöpf.

Besucher können den Dschungel durchwandern, Vögel beobachten und in das archäologische Erbe der Maya eintauchen; es ist auch möglich, mit dem Auto das Kulturreservat zu durchfahren bis zum Mayaherzstück (sehr schlechte Straße). Die Puuc Region beherbergt wichtige Maya Ruinen und moderne Maya Gemeinden, die Familien und ihre Traditionen unterstützen; der Eintritt war teuer (Auto und Person) – beeindruckend die üppig bunte Landschaft und ihre Stille - leider wenig Tiere zu sehen - die Fahrt war anstrengend, aufgrund der vielen Schlaglöcher, die spürten nicht nur die Reifen, sondern auch unseren Bandscheiben.

Auf das Weltkulturerbe Chichen Itza - Mayastadt – größte und best restaurierteste - waren wir sehr gespannt, dh. schon sehr früh Abfahrt - denn von Ticul zur Mayastätte sind es gute 3 Stunden Fahrt und das Kulturerbe ist früh Morgens am angenehmsten zu besichtigen; viele Händler säumen die Besucherwege. Seit 2007 ist die Ruinenstadt eines der neuen 7 Weltwunder. 

Was mich sehr beeindruckte, waren die Darstellungen von Kriegern & Tieren wie Adler, Schlangen oder mein Lieblingsgott des Regens "Chaac". Übrigens bei der spanischen Eroberung war die Mayastadt verlassen;

zu sehen: Das Highlight ist die Kukulan Pyramide (Gott Quezacoatl) mit den steinernen Schlangen und dem Maya Tempel auf der obersten Plattform, aus jeder Himmelsrichtung führt  je eine Treppe mit 91 Stufen empor, jeweils am 21.3. und 21.9. (Tag und Nachgleiche) fällt durch die Ecken der Pyramidenterrassen ein Schatten und erzeugt für 3 Stunden ein Bild also ob die Schlange das Tempelhaus verließe und sich die Pyramide hinunterwindet; im Inneren der Struktur ist eine kleine Kammer mit dem Chaac Mool und ein rot bemalter Thron in Form eines Jaguars mit stechenden Jadeaugen; Cenote Sagrado (Schatzloch - Hl. Brunnen) 60m Durchmesser, man opferte lebendige Menschen aber auch Gold, Silber und Edelsteine , Juego de Pelota (Haupt(ball)spielfeld der grösste seiner Art) hatte große rituelle Bedeutung; gespielt wurde mit Hüften, Ellbogen und Knien, der Kautschukball wog 3 kg, wer verlor wurde geopfert; Templo de los Guerreros (zu Ehren der Maya Krieger); Gruppe de las Mil Columnas (1000 Säulen Darstellung für die Armee der Stadt), El Caracol ähnelt einem Observatorium, Nonnenkloster (Templo de las Monjas) und

die 6 km entfernten Grutas de Balankanche ein Netz von Höhlen befinden sich unterirdisch, sehr geheimnisvoll - wohl für rituale Zwecke verwendet. Nach diesem doch sehr anstrengenden Abenteuer - entschließen wir uns am nächsten Tag unser Hotel zu wechseln und weiter nach Izamal zu reisen. 

 

Der Touristenfinsoaustausch funktioniert grandios, sodaß wir erfuhren, daß sich in Izamal (Stadt der drei Kulturen) das Haciendahotel Santa Domingo befindet, das von Österreichern geführt wird – und da liegt es nahe, bei einem seiner Landsleute einzukehren (www.izamalhotel.com); wunderschönes Hotel mit komfortablen Zimmern und exotischen Garten. Auf einem 13 Hektar großen, ehemaligen Hacienda Grundstück, nahe dem historischen Stadtzentrum gelegenes Hotel. Die Familie setzt sich sehr für das Hundeleid ein (sie geben herrenlosen Tieren Schutz und Unterkunft). In Mexiko gibt es leider sehr viele Straßenhunde – für mich erschreckend und traurig, dass da keiner einschreitet und den Tieren hilft wie Tierschutzorganisationen - wo sind die?

Izamal (magische Stadt) beschauliches Städtchen – genannt auch Goldene Stadt (ciudad dorado) - aufgrund der viele gelben Fassaden – war Pilgerzentrum zur Mayazeit, gut erhaltene Kopfsteinpflasterstrassen – einige Reste von Pyramiden sind auch noch zu sehen wie zB die gigantische Kinich Kak Mo Pyramide, sie bedeckt eine Fläche von 8.000m2.  Steine dieser Pyramiden wurden von den Spaniern (die scheinbar überall Zerstörung brachten) – für den Convento de San Antoio de Padua gebraucht; ein Kloster protzig auf der Pyramidenplattform stehend; das Centro Cultural y Artesanal enthält Kunstausstellungen;

Die Pyramide von Kninich Kak Moo (dem Sonnengott gewidmet) ist die einzige von 5 Pyramiden, die die spanische Kolonialisierung überlebte. Andere wurden abgerissen und für den Bau der Stadt verwendet. Wie auch die Pyramide P'ap'hal Chaak - geweiht dem Gott Izamna (Schöpfer der Welt) - Bedeutung: Pate für den Stadtnamen und der Name Gottes Izamna. Leider wurde auch diese Pyramide Opfer der zerstörerischen Spanier.

Im Centrum: nicht nur Shops, Restaurants, Hotels, Bars, ein Markt und kleine Stände, die typisch traditionellen Gerichte anbieten wie sopa de pollo, Panuchos oder estafada (Hühnersuppe/Maistortillas versch. belegt/Eintopf) sondern auch die Besichtigung der Kinick Kak Mo Pyramide - einen kurzen Spaziergang vom Centrum entfernt. Ist die eindruckvollste MayaRuine in einer Stadt; der Aufstieg ist einfach - aber trotzdem gefährlich wegen der bröckelnden Stufen - man wird aber belohnt mit einem grandiosen Panormablick auf die Umgebung, Den Dschungel, die magische Stadt und natürlich das Kloster.

Wir genossen jeden Tag den Abstecher in die City, denn man traf viele internationale Reisende und konnte sich mit denen austauschen – wer weiß eine passende Unterkunft? wer kennt Unbekanntes? wo gibt’s gutes Essen? etc.

Zwei Tage verweilten wir hier - es tat gut wieder mal "österreichisch zu sprechen im Hotel" - und dann Weiterfahrt nach

 

Valladoid, eine kleine alte Kolonial-Stadt in Yucatan; im Zentrum befindet sich Grande Plaza.

Sehenswertes: die hohe weiße Kathedrale San Servacio zeigt sich imposant , weiters westlich die Kirche das Kloster San Bernardino Siena, die Cenote Zaci war früher für die Wasserversorgung der Stadt zuständig; atemberaubend ist die Cenote Dzitnup (Xkenken) außerhalb der Stadt; durch ein unterirdisches Maya Flußsytem ist sie mit der Cenote Samula verbunden. Durch eine Wendeltreppe aus Stein erreichbar. Die Cenote Dzitnup ist klein mit bestaunenswerten Stalaktiten und Stalagmiten und kleine  schwarzen Fische knabbern gern an (Menschen)Zehen ;o))) sauberes kristallkares Wasser zum Schwimmen - relativ wenig Besucher!

Unbedingt ansehen: nach 18 km kommt die Mayastadt Ek Balam – 1990 ausgegrabener Ort – Grabeingang an der Akropolis ist wie ein Schlangenmaul geformt.

 

Immer wieder stoßen wir auf unserer Reiseroute auf Cenoten – ein Wahrzeichen und einzigartig in Mexiko – das sind nicht nur schachtartige Kalksteinlöcher – sie bieten Zugang zum Grundwasser und dienen der Süßwassergewinnung sondern auch heilige Orte der Mayas (Wasserhöhlen in der Mayasprache dz’onot) sowie zur Verehrung des Wasser-Regengottes Chaac.

Es gibt nicht viele Orte, an denen man Wasser  von unten bestaunen kann, wo es unterirdische Flüsse und spektakuläre, malerische Cenoten gibt, sozusagen versteckte Paradiese für Unterwasserwelt-Liebhabern;  nicht wenige Mayanachkommen suchen noch heute die Cenoten auf, um ihre Rituale zu vollziehen; bei manchen dieser Wasserlöcher muss man sich abseilen, hinabklettern oder reinrutschen; Abenteuer ist vorprogrammiert. 

Zum Glück fanden wir wieder schnell eine schöne Unterkunft mit Pool und nach etwas Entspannung - speziell für unsere Beine, ab zu den nächsten Besichtigungspunkten:

 

Tulum an der Karibikküste der Yucatan Halbinsel; war ein Hafenort (Handelshafen) der Mayas und bedeutet Festung/Mauer. Es tummeln sich viele junge Leute & Rucksacktouristen durch diese Küstenstadt; die Riviera Maya endet bei den Ruinen von Tulum; früher Zama genannt (bedeutet Sonnenaufgang); ist eine archäologische Stätte und natürliche Festung aufgrund der hohen und senkrecht abfallenden Klippen; drei Mauern umgrenzen die Stadt Tulum, mit insgesamt fünf kleinen Eingängen und je einem Wachturm auf jeder Seite.

sehenswertes: El Castillo der Haupttempel ist eye-catcher der Anlage; während der Sommersonnenwende scheint die Sonne direkt in den Tempel - bei Sonnenaufgang - hinein – und an der Spitze des Kliffs – war wahrscheinlich ein Leuchtturm, die zwei Eingangssäulen verkörpern Schlangen; Wandmalereien (Skulpturen, menschliche Köpfe, Gottheiten, Schlangen, Pflanzen und Früchte ) sieht man in den Templos de los Frescos & del Dios descendentes (Fresken/des herabstürzenden Gottes) & del Dios de Vientos (Windgott) – von hier aus hat man einen grandiosen Blick und die ganze Stadt; das Haus der Säulen und der Oberpriesterpalast stehen im Zentrum.

Während unserer Besichtigungstour durch die Festung liefen uns viele Leguane über den Weg oder beobachteten uns fragend von den Ruinen herab! Und wieder Menschenschlangen; es herrscht ein Gedränge, der Aufstieg ist allerdings erschwernisfrei aufgrund von Behindertenrampen; der Ausblick aufs Meer atemberaubend; Touristen kommen nicht nur wegen dem aus Steinen gebauten am Felsen stehenden Castillo, das über dem weißen Strand und türkisblauen Meer herausragt, sondern auch wegen den grandiose Stränden 11 km lang bis zum Naturschutzgebiet (Mangrovenwälder und Cenoten) und dem früheren Fischerdorf Tulum Pueblo. Verkaufs- und Getränkestände, soweit das Auge reicht - zieren die Straße bis  zum Schloß.

Nur wenige Minuten von Tulum entfernt befindet sich der All-inclusive Naturpark Xel Ha an der Riveria Maya; traumhafte Lagune zum Schnorcheln, Buffet und offene Bar laden zum Entspannen ein;

leider bleibt uns nicht viel Zeit zum Relaxen, unser nächster Ort will erkundet werden.

 

Küstenort Playa des Carmen , da schlendern wir nur kurz durch - Gedränge wie beim Ausverkauf; relativ hektisch und laut, Restaurants, Strand, Disco, Bars, Shops überall wo man hinsieht; ist das zweitgrößte Tourismuszentrum an der Karibikküste; wie gesagt, war früher ruhig und eher angedacht für Rucksacktouristen;  heute dominieren Appartements, Hotels und die Partymeile. Unterschied zu Cancun: lange FUZO (Quinta Avenida) reges Treiben auf der Flanier- und Einkehrmeile Tag und Nacht - es ist viel groovy als Cancun; Wahrzeichen: weißer historischer 17m hoher Leuchtturm mit roter Kuppel und umringender Außentreppe (el fargo) befindet sich am Ende des Strandes; dient als Orientierungspunkt für div. Treffen (ähnlich dem Stefl in Wien).

 

Wir steuern unser vorletztes Ziel an: Cozumel in den 60er bekanntgeworden durch J. Cousteaus Filme, Mekka für Taucher und Schnorchler, grandiose Riffe z.B. Palancar Riff, San Miguel de Cozumel kleine Inselhauptstadt eher familiäres Ambiente, zwei Terminals für Kreuzschiffe, hier kann man zollfrei einkaufen (Malecon); ist die drittgrößte Insel Mexikos; wir leisteten uns einen Tauchschnellkursus, um die farbenprächtige Wasserwelt zu erkunden - ein Traum wurde wahr!

 

Die Zeit verrinnt wie im Fluge und die letzte Station Rio Largatos wird angefahren: (hier leben Pelikane, Krokodile & eine große Anzahl von Wasservögel). Leider ist der Ort nicht zum Baden geeignet, aufgrund der Krokos im Wasser); will man die rosa Flamingos oder Mangrovensümpfe sehen, muss man ein Boot chartern; ob man dann wirklich die rosa Vögel sieht, ist ne andere Geschichte. Der Ort ist eigentlich nur für einen Tagesausflug geeignet, da sonst nicht wirklich viel los ist. Wir übernachten hier - war mir fast zu ruhig, aber zum Erholen für die anstrengend lange Fahrt am nächsten Tag, wars eine gute Idee.

 

Frühmorgens geht’s zurück nach Cancun (leider war unsere Zeit viel zu schnell vorbei), wir waren zeitlich ziemlich knapp dran, da wir die Abfahrt Landstrasse verpassten und uns plötzlich auf der Mautstrasse befanden; auch hatten wir keine Pesos mehr - zum Glück aber noch ein paar Dollars, die man uns mit einem nicht wirklich guten Wechselkurs an der Mautstelle umgetauschte …wir konnten auch nicht lange herumfeilschen, denn das Flugzeug wartete und wir mußten auch unseren - inzwischen geliebten Käfer - mit Wehmut abliefern; er hat uns nicht in Stich gelassen; Altes bewährt sich!!!

 

Faszinierend ist auch die Tierwelt Yucatans: über 600 Vogelarten, Reptilien- und Amphibien und über 1200 Schmetterlingsarten; Tapire, Jaguare, Pumas, Ozelote und kleine Wildkatzen sind eher scheu; Nasenbären, Pekaris und Gürteltiere tauchen immer wieder auf; Leguane, Brüll- und Spinnenaffen, Bären, Kojoten, Krokodille, Pelikane, Reiher, Flamingos, Kormorane, Skorpione, Schlangen und Spinnen sowie Tukane oder rote Aras leben ebenso auf der Halbinsel wie Schildkröten und Walhaie;

 

Fazit: eine fantastische Rundreise durch Yucatan, wir hatten viel Zeit, keinen Stress – wunderbare Menschen getroffen: Einheimische wie Touristen, ein geheimnisvolles und traumhaft schönes Land entdeckt und kennengelernt; Erholung pur verspürt und hervorragend mexikanische Gerichte genossen – was uns am meisten faszinierte: kein Zwang, keine Spaltung der Menschen wie in Österreich, die vielen Touristen, denen wir begegneten, freuten sich ebenso wie wir, daß Mexiko alle Leute gleich behandelt und herzlich willkommen heißt!

Ich kann dieses Land nur jeden Reisenden bestens empfehlen, auch zum Überwintern, was ja viele schon machen;

wir wünschen Mexiko viele Touristen das ganze Jahr über, das Land hat es sich verdient. Ein Wiederkommen ist Pflicht, das Land kann man einfach nicht vergessen, es gibt ja noch so vieles zu Entdecken – viva la mexico y gracias por no excluir a la gente.  

!Yucatan ist sicher – das können wir als Individualreisende nur bestätigen; nirgendwo hatte ich (wir) nur eine Minute Angst (auch Polizei war immer präsent), ausser, mir würde eine Schlange entgegenkommen….das wär wohl ein Schock fürs Leben :o((( aber das wäre eine andere Geschichte!

                                                                                                                                                           fotocredit: R. Flucke