Von Tulum am Karibischen Meer bis Panama

Mexiko – rund 130 km südlich von Cancún gelegen befindet sich die verlassene Mayastätte Tulum – früher Zamá.

Durch ihre Lage direkt am karibischen Meer war die Stadt für die Maya einst ein wichtiger Handelsplatz und wurde als religiöses Zentrum genutzt. Von einer schützenden Mauer umgeben befanden sich im Zentrum das höchste Gebäude „El Castillo“, verschiedene Tempelanlagen und die Wohngebäude der Priester; Astronomen, Architekten, Ingenieure und weiterer hochgestellter Persönlichkeiten.

Vom Meer aus gut sichtbar wirkte „El Castillo auf die Spanier im 16. Jahrhundert zunächst abschreckend – sie hielten das

„Schloß“ für einen Wachturm und wahrten Abstand. Dennoch verfiel die Mayastätte mehr und mehr und nur noch wenige Fischer lebten entlang der Küste und einige Kilometer weiter im Landesinneren.

Rund zwei Kilometer von der Küste entfernt findet sich das gleichnamige ehemalige Fischerdorf Tulum, welches sich in den letzten 45 Jahren in eine Stadt mit rund 30.000 Einwohnern entwickelt hat.

 

Seit einigen Jahren hat sich Tulum zunehmend zu einem Hotspot für Prominente und Luxusliebende entwickelt und lockt auch damit vermehrt Kunden an, die sich einen Einblick in die Welt der Reichen und Schönen erhoffen. Schon bevor Tulum bzw. die prominenten Besucher von Tulum von den Massenmedien entdeckt wurden, fanden sich dort viele Reisende ein, die besonders den Status einer möglichst umweltfreundlichen Unterkunft bevorzugten.

Insbesondere am Tulum Beach befinden sich keine Hotelhochburgen, sondern überwiegend kleinere Hotelanlagen mit Bungalows und flachen Gebäuden, die teilweise von eher rustikal und einfach bis hin zu edel und luxuriös für fast jeden Geschmack etwas anbieten.

Neben einer Vielzahl von besuchbaren Cenotes (Kalksteinlöcher) in der Umgebung von Tulum verleiten insbesondere der

strahlend weiße Strand und das azurblaue Wasser der Karibik die Reise zu einem erholsamen, ruhigen und unvergeßlichen Aufenthalt.

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Kopfsteinpflasterstraßen und bunte Bauten in Zentralamerika

Zwischen Guatemala und Panama lassen sich malerische Zeugnisse der Kolonialzeit entdecken. Ein guter Startpunkt, um in die Geschichte der Landbrücke zwischen Nord- und Südamerika einzutauchen, ist Guatemalas Vorzeige-Kolonialstadt Antigua. Bei einem Spaziergang durch die Altstadt schlendert der Besucher über verträumte Kopfsteinpflasterstraßen und kann zahlreiche Ruinen und Kirchen bestaunen. Dass die ehemalige Hauptstadt der spanischen Kolonien in Zentralamerika durch schwere Erdbeben mehrfach zerstört wurde, hat ihrem Charme nicht geschadet: Der Kontrast aus farbenfroh renovierten Gebäuden und alten Ruinen macht das besondere Flair der Stadt aus.

Aufgrund ihrer barocken Kolonialarchitektur zählt Antigua seit 1979 zum Weltkulturerbe. Besonders beeindruckend ist die Szenerie der Stadt, die durch die drei Vulkane Agua, Fuego und Acantenango bestimmt wird. Jedes Jahr im September lädt die Stadt zum Antigua Festival mit einem Programm aus Kunst und Musik. Wer eine besondere Erfahrung machen möchte, schwingt sich auf einen der sog. „Chickenbusse“ und macht sich zwischen Hühnern auf den Weg in die Stadt Chichicastenango

(kurz ChiChi). Hier findet donnerstags und sonntags einer der bekanntesten Märkte Zentralamerikas statt.

 

Weiter geht es nach Suchitoto in El Salvador. Die nur 47 Kilometer von San Salvador entfernte Stadt ist seit präkolumbianischer Zeit bewohnt und ist bekannt für ihre Kopfsteinpflasterstraßen und ihr vielfältiges Kulturangebot. Am Wochenende genießt der Besucher das Kunstfestival auf der Plaza im Ort und taucht ein in das Nachtleben, zum Beispiel in der Café Bar El Necio mit ihren Dichterlesungen.

Die Stadt ist auch ein guter Ausgangspunkt für Wandertouren in die Umgebung, zu Wasserfällen, Höhlen und zum See Suchitlán. Ein besonderer Höhepunkt ist der Wasserfall Cascada los Tercios, der mit seinen sechseckigen Steinblöcken als geologische Kuriosität gilt. Auch Hobby-Ornithologen kommen in Suchitoto auf ihre Kosten: Die Umgebung ist mit seinen 200 Vogelarten ein wichtiges Gebiet für Zugvögel.

Weitere koloniale Schätze hat El Salvadors Nachbarland Honduras zu bieten. 80 Kilometer nordöstlich von Tegucigalpa liegt

die Kolonialstadt Comayagua, erste Hauptstadt Honduras`. Im historischen Kern der katholisch geprägten Stadt lassen sich prächtige Kirchen und Gebäude erkunden, darunter die imposante Kathedrale: Das größte Gotteshaus aus der Kolonialzeit in Honduras ist bekannt für seinen goldenen Altar und eine alte maurische Uhr, eine der ältesten Uhren Amerikas.

Außerdem lohnenswert ist ein Besuch des archäologischen Museums, das im ehemaligen Präsidentenpalast untergebracht ist. Hier finden sich unter anderem zahlreiche Artefakte der Lenca.

 

Weiter geht es von Tegucigalpa aus über die Gebirgskette Cordillera de los Maribios in die nicaraguanische Kolonialstadt León. Die ehemalige Landeshauptstadt gehört zum Weltkulturerbe und hat neben kolonialzeitlichen Gebäuden und Kirchen

auch viele Wandgemälde aus der Zeit der nicaraguanischen Revolution zu bieten. Von León aus fährt man Richtung Süden am See Xolotlán entlang über Managua weiter nach Granada, in die älteste Kolonialstadt des Landes. Am Lago de Nicaragua gelegen und mit Zugang zum Meer war die Stadt einst ein wichtiges Handelszentrum in der Region.

 

Reisende können hier die älteste Kirche Zentralamerikas, die Iglesia San Francisco mit ihrer hellblauen Fassade, besichtigen

oder mit dem dazugehörigen Museum eines der besten Museen der Region besuchen. Auch die Natur hat einiges zu bieten: Lohnenswert ist ein Abstecher zu dem Miniarchipel „Las Isletas“. Die rund 360 Mini-Inseln bieten eine optimale Umgebung für verschiedenste Tierarten wie zum Beispiel den Eisvogel oder den Brüllaffen. Auch der nahegelegene noch aktive Vulkan Mombacho bietet vielen verschiedenen Tierarten eine Heimat und ist eine optimale Umgebung zum Wandern.

 

Weiter südlich empfiehlt sich eine Station in der costa-ricanischen Stadt Cartago einzulegen, die 1563 vom spanischen Konquistador Juan Vázquez de Coronado gegründet wurde. Ein Höhepunkt der Stadt ist die im Stadtpark gelegene Kirche des Apostels Jakobus, die nie fertig gestellt wurde und von den Einheimischen als „Las Ruinas“ bezeichnet wird. Die Kirche gehört zu den nationalen Kulturdenkmälern Costa Ricas. Cartago ist außerdem eine beliebte Destination für Kaffeeliebhaber, die hier bei verschiedenen Touren Einblicke in Kaffeeanbau und –ernte bekommen. Lohnenswert sind außerdem Ausflüge zum höchsten Vulkan Costa Ricas, dem Irazú und den ihn umgebenden Nationalpark.

 

Im Süden Zentralamerikas und damit in Panama angekommen, geht es weiter nach Panama-Stadt, wo sich an den alten Mauern im Casco Viejo auch heute noch das historische Erbe erkennen läßt. Die Altstadt von Panama-Stadt ist heute halb

verfallen und halb modernisiert und gehört seit 2003 zum Weltkulturerbe. Die felsige Halbinsel lädt ein zu gemütlichen Spaziergängen oder abendlichen Erkundungstouren durch die zahlreichen Bars und Kneipen.

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