Eine zielführende Begegnung in der "Stadt der Winde“

Im Herbst stand Aserbeidschan für kurze Zeit im Brennpunkt des Weltgeschehens. Auch Österreich durfte sich ein Bild vom humanitären, wirtschaftlichen und kulturellen Geschehen in einem osteuropäischen Land machen. In der Hauptstadt Aserbeidschans respektive in Baku fand das V. Internationale Humanitäre Forum unter Präsident Ilham Aliyev statt. Dieses Forum ist eine globale wissenschaftliche und politische Plattform, deren Ziel es ist, Impulse für die Lösung

weitreichender humanitärer Probleme zu liefern und humanitäre Fragen in den Vordergrund globaler Aufgaben zu stellen.

 

Prominente Staatsmänner, Nobelpreisträger und Leiter weltweit führender internationaler Organisationen sowie NGOs, darunter Persönlichkeiten des öffentlichen und politischen Lebens debattierten über bestehende und kommende Herausforderungen sowie über die Zusammenarbeit zur Lösung humanitärer Fragen. Darunter die Vizepräsidentin der Regierung der Russischen Föderation Frau Olga Golodez, die stellvertretende UN-Generalsekretärin Aysa Cihan Sultanoglu sowie der ISESCO Generaldirektor Abdulaziz Othman Al-Twaijri und der stellvertretende Generaldirektor der UESCO Getachew Engida.

Beendet wurde das Forum mit einem runden Tisch zum Thema „Transformation des Journalismus zum Informationszeitalter und seine Rolle im interkulturellen Dialog“, der mit einer Organisationsunterstützung der aserbaidschanischen Nachrichtenagentur AZERTAC stattfand. Durch die Teilnahme am Forum hatte man die Möglichkeit praktische und theoretische Kenntnisse mit andern Teilnehmern auszutauschen und ihre Gedanken sowie Ideen in den heimischen europäischen Raum mitzunehmen.

 

Austragungsort des Forums:

-im Hedar Aliyev Center (die Stadtlandschaft im Fluß) von Architektin Zaha Hadid. Diese „Skulptur“ bzw. der fließende Baukörper beinhaltet u.a. ein Kulturzentrum, das neue Nationalmuseum, eine Bibliothek sowie Konzert- und Konferenzsäle

-und im *****Hotel Hilton Baku - an der Meeresküste mit grandiosem Ausblick auf das Kaspische Meer und einer rotierenden Dach-Bar.

 

Es wäre schade, dieses faszinierende Land ohne eine kulturelle Tour zu verlassen. So begann das Sightseeing durch eine Stadt mit drei Millionen Einwohnern als Repräsentant eines neun Millionen Staates - ein Staat reich an Bodenschätzen wie u.a. Erdöl, Erdgas, Eisen, Kupfer, Zink und einer Landwirtschaft, die größtenteils in privater Hand sich zum zweitstärksten Wirtschaftszweig entwickelt hat.

Am Programm standen das Stadtzentrum mit ihrer eleganten FUZO, in der internationale (Luxus)Modeketten vertreten sind, die geschichtsträchtige Altstadt mit ihrem idyllischen Gassenlabyrinth mit Kopfsteinpflaster - die seit 2000 mit 450 historischen Denkmälern UNESCO Weltkulturerbe ist, die imposante Befestigungsanlage, der 29,5 m hohe sagenumwobene Jungfrauenturm (Aserbaidschans Wahrzeichen), der Palast des Schirwanschahs, Karawanserei, alte Koranschule, Moschee  und die Märtyrerallee, ein Mahnmal für die Opfer vom 20. Jänner 1990 als Moskaus Panzer gegen zivile Demonstranten in Baku auffuhren. An die Toten erinnert eine von Marmorplatten gesäumte Allee, an deren Ende sich das Mahnmal „Ewiges Feuer“ befindet.

Die Besichtigungstour endete bei SOCAR: State OIL Company of Azerbaijan, ist eines der weltweit führenden Unternehmen der Energieindustrie. Die Gesellschaft beschäftigt bei einem Umsatz von rund 40 Mrd. Euro im Jahre 2016 über 61.000 Mitarbeiter. Das Unternehmen umfasst die gesamte vertikale Gliederung der Wertschöpfung wie Suche und Förderung von Öl- und Gasfeldern in Aserbaidschan, darunter fallen die Verarbeitung, Raffinerie, Produktion und Transport inklusive Lieferung und Verkauf der SOCAR-Produkte auf in- und ausländischen Märkten.

 

Fazit

Wieder einmal konnte man sich von der Vielfältigkeit im „Land des Feuers“ (wegen der Öl- und Gasquellen) überzeugen. Baku wird immer bekannter in der Welt - nicht nur durch den Eurovision Song Contest, dem Großen Preis von Europa (Formel-1-Piloten brausen über den Altstadtparcours bis hin zum Bulevar), die drei 190m hohen in den Himmel ragenden Flame Towers, Schlammvulkane, schneebedeckte Gipfel, Höhlenmalereien sondern auch Kongresse und Foren haben hier ihren Platz gefunden – in einem Land, das jeden Gast herzlich willkommen heißt und wo man sich zu jeder Tages- und Nachtzeit sicher fühlen kann.

 

War man einmal da, kommt man ganz sicher wieder – es ist schon etwas Besonderes in Aserbaidschan gewesen zu sein – ob auf Urlaub oder Tagungen. Die Zukunftsregion Aserbaidschan kann man nur immer wieder als Reise- und Tagungsdestination bestens weiterempfehlen und ihr wünschen, daß viele Interessierte in dieses noch „etwas unbekannte Land“ kommen, um es zu entdecken. War man einmal da, kommt man ganz sicher wieder – es ist einfach etwas Besonderes hier in Aserbaidschan gewesen zu sein - ob auf Urlaub oder Tagungen.

www.azembassy.at

 

fotocredit: ifpa/BA