Die neue Himmelsbahn

Das Dujiangyan-Bewässerungssystem und die neue Himmelsbahn

Es liegt in der Nähe der Stadt Dujiangyan, die 60 km nordwestlich des Stadtzentrums von Chengdu. Es ist ein 2.300 Jahre altes Stauwehrsystem, das den Fluss Min kontrolliert und große Wassermengen zur Bewässerung des Roten Beckens ableitet. Die Anlagen wurden von 256 v. Chr. bis 251 v. Chr. unter dem Qin-Verwalter Li Bing und seinem Sohn erbaut. Das Besondere an diesem Bau besteht darin, dass die Wasserströme ohne Zuhilfenahme eines Dammes gesteuert werden. Der wichtigste Bestandteil des Projekts ist ein Wasserkontrollkanal. Dieser besteht aus drei Teilen: Yuzui-Scheidedamm (eine Anlage zur Teilung des fließenden Wassers), Baopingkou (eine Anlage zur Leitung des Wassers) und Feishayan (ein Überlaufkanal).

 

Zusammen mit dem zerklüfteten, 17 Kilometer entfernt gelegenen Bergmassiv Qingcheng Shan zählt das Bewässerungssystem seit 2000 zum Weltkulturerbe der UNESCO. Qingcheng Shan ist einer der Entstehungsorte des Daoismus. Im Jahr 143 n. Chr., während der Östlichen Han-Dynastie, kam der Große Meister Zhang Daoling auf den Qingcheng Shan, um den Daoismus zu verbreiten. Von dieser Zeit an wurde der Berg zu einer Wiege des Daoismus und von den Daoisten als „Fünfter Grottenhimmel" eingeordnet.

Himmelsbahn in China öffnet im Sommer

Der Bau der spektakulären Bahnstrecke zwischen Lhasa und Shigatse wurde abgeschlossen. Die 253 Kilometer lange Bahntrasse, die bis auf 4.000 Meter Höhe führt, verbindet voraussichtlich ab August die Provinzhauptstadt Lhasa mit der zweitgrößten im Westen von Tibet gelegenen Stadt Shigatse. Der 10,8 Milliarden Yuan (etwa 1,2 Milliarden Euro) teure Bahnbau begann erst im September 2010. Die Bahn durchquert das 90 Kilometer lange Yarlung-Zangbo-Tal und fährt durch insgesamt 29 Tunnel. Darunter einen 10.410 Meter langen Tunnel, der auf 3.850 Meter Höhe gegraben wurde.

 

Mit 120 Stundenkilometer braucht der Zug künftig keine drei Fahrstunden zwischen den beiden wichtigsten Städten in Tibet. 

 

Aufgrund seiner Höhe wird die neue Bahntrasse von den chinesischen Medien auch Himmelsbahn genannt.

 

Die chinesische Regierung erhofft sich durch die neuen Bahntrassen auch eine Erhöhung des Tourismus in dieser Region.