Volontärprogramme in Indien

Der indische Junge in Rajasthan ist überglücklich: Endlich kann er seinen Namen schreiben, dank engagierter, freiwilliger Helfer, die ihm gezeigt haben, wie das ABC geht. Aus der ganzen Welt nehmen weltoffene Menschen an Volontär-Programmen in Entwicklungsländern teil und leisten damit einen aktiven Beitrag zur Verbesserung der Lebenssituation. Dabei sind Volontär-Programme vor allem als Hilfe zur Selbsthilfe gedacht – auch für den Volontär selbst. Denn diese Erfahrung verändert den Blickwinkel. Die Programme bieten ausreichend Zeit für Begegnungen mit den Einheimischen, um Land und Leute kennen zu lernen, um zu sich zu kommen und den Alltag mit Abstand zu betrachten.

Die Aufgaben der mehrwöchigen Hilfsprogramme, die bei Lotus Travel Service buchbar sind, finden in Rajasthan, im Bundesstaat Himachal Pradesh und in Goa statt. Sie konzentrieren sich auf die Kinderfürsorge, ihre Erziehung und allgemeine Aufbauhilfe-Projekte. Jeder, der über eine Berufsausbildung verfügt oder eine Ausbildung in einem sozialen Beruf anstrebt, kann am Volontärprogramm teilnehmen.

 

Das Ehepaar Silvia und Horst Leibacher, Gründer und Inhaber von Lotus Travel Service, lernten in Nordindien Ninad Sharma, den Leiter des Indian Network for Development Exchange (IDEX), kennen. Er engagiert sich für unterprivilegierte Menschen in Jaipur, in abgelegenen Dörfern Rajasthans, in Himachal Pradesh und in Goa. Aus der Begegnung mit Ninad Sharma und den gemeinsam entwickelten Ideen erwuchsen neben einer kulturell sensitiven Reise durch Rajasthan die mehrwöchigen Volontärprogramme.

Es gibt keine Altersbegrenzung. Gesundheit und gute Englischkenntnisse sind die einzigen Voraussetzungen, um als Volontär nach Indien zu gehen. Jeder, der eine abgeschlossene Berufsausbildung hat und sozial engagiert ist oder einen sozialen Beruf ergreifen möchte, kann an diesem Programm teilnehmen, unabhängig von Status, Einkommen oder seiner Lebensweise. So war auch schon die US-Schauspielerin Hilary Swank als Volontärin in Rajasthan tätig.

 

Durchschnittliche Dauer der Programme sind vier bis acht Wochen. In Himachal werden u.a. auch geistig behinderte Kinder betreut. Hier empfiehlt sich ein Volontärprogramm von mindestens acht Wochen. „Am meisten rührte mich die Dankbarkeit der Menschen und der Stolz der Kinder im Schulunterricht, wenn ihnen grundlegende Dinge wie das 1x1 oder das ABC beigebracht wurden. Auf einmal empfand jeder von uns so unendlich mehr Dankbarkeit und Demut über die eigene Situation. Unsere Blickwinkel haben sich verändert, das Wesentliche rückte wieder in den Vordergrund“, berichtet ein Lotus-Volontär.

Harald Walter, langjähriger Mitarbeiter und Airline-Experte bei Lotus Travel Service, reiste im Sommer 2011 selbst nach Indien, um sich vor Ort von den Programmen zu überzeugen: „Die Arbeit der Volontäre ist sehr wichtig, denn sie dient vor allen Dingen der Aufklärung. Essentieller Bestandteil ist die Überzeugungsarbeit! Den Einheimischen muss klar gemacht werden, wie wichtig neben Bildung auch Impfungen und Hygiene sind. Mein persönlich größter Lohn war, die Dankbarkeit und die Freude in den großen, dunklen Kinderaugen zu sehen, über all das neu erlernte Wissen.“

Sechs verschiedene Programme stehen zur Auswahl: die „Youth volunteer programs“ für unter 30-jährige in Rajasthan, Himachal und in Goa sowie die „Grown Ups volunteer programs“ für über 30-jährige in Rajasthan, Himachal und in Goa. Die Programme finden in Rajasthan zwischen August und April statt, in Goa und in Himachal Pradesh ganzjährig. Die Kosten für die Teilnehmer liegen pro Person ab 855.- Euro ohne Flug. Es gibt die sog. Full-Service-Option und die Basis-Service-Option. Diese unterscheiden sich durch die angebotenen Rahmen- und Besichtigungsprogramme. Die Unterbringung und Verpflegung in Camps oder den Volontärhäusern sowie alle Transfers sind in beiden Programmen inbegriffen.

www.lotus-volunteer.com