Größtes Naturreservat wird Vorzeigeprojekt

Wer den größten Nationalpark Jordaniens, die Dana Nature Reserve (Biosphärenreservat), besuchen will, startet zumeist im Dana Village, einem ehemaligen Beduinendorf mit angeschlossenem Museum und Touristeninformationszentrum. Nach jahrzehntelanger Nutzung wird das Dorf nun grundsaniert und zum ersten touristischen Kulturerbe-Dorf des Königreichs ausgebaut.

 

Das mit 2 Millionen US-Dollar finanzierte Projekt ist Teil einer über 8 Millionen teuren Initiative zur Stärkung des Ökotourismus im Land. Übergreifendes Ziel sei es, durch touristische Ökoprojekte neue Urlaubsangebote sowie Beschäftigungs- und Einkommensquellen für die lokale Bevölkerung zu schaffen und damit ein Bewusstsein für den nachhaltigen Umgang mit der Natur zu schaffen.

 

Dana Biosphären Reservat erstreckt sich über 308 km2 und ist reich an natürlichen Schätzen. Es umfaßt eine Kette von Tälern und Bergen, die vom Jordangraben bis hinab ins Flachland von Wadi Araba reichen. Die atemberaubende Schönheit des Berges Rummana, das Geheimnis der uralten Ruinen von Feynan, das Dorf Dana, in dem die Zeit stehen geblieben zu sein scheint, und die beeindruckenden roten und weißen Sandsteinfelsen von Wadi Dana vermögen die Besucher immer wieder zu beeindrucken.

Das Naturschutzgebiet ist landschaftlich vielseitig. Es gibt bewaldetes Hochland und felsige Hänge, Geröllebenen und Sanddünen. Zudem wird in Dana die vielfältige Tier- und Pflanzenwelt geschützt, unter anderem zahlreiche seltene Arten. In Dana gibt es 600 verschiedene Pflanzenarten, 37 Säugetierarten und 190 Vogelarten.