Auf Erkundungstour in der Region Fthiotida

Als ich das erste Mal von einer Destination „Unbekanntes Griechenland“ hörte – wurde ich neugierig – und entschloss mich spontan, der Reisegruppe unter Leitung von DI Pitsinis (Griechenlandspezialist) anzuschließen, um „Unbekanntes“ rund um Fthiotida zu erkunden – gibt es wirklich ein Griechenland ohne Touristenströme? Ist das der Geheimtipp schlechthin für fast leere Strände? Ich wollte es wissen!

 

Unser Flug Wien via Nürberg nach Volos gestaltet sich als relativ unkompliziert. Angekommen am Airport Volos brachte man uns zu allererst mit dem Shuttlebus zu einem kleinen idyllischen Küstenort namens Raches, um in der Maliakos Bucht - am fast leeren Kieselstrand – den Flugstrapazen zu entfliehen. Der Ort, der allerdings erst abends zu erwachen beginnt, lädt mit seinen vielen kleinen Fischrestaurants, Tavernen und typisch griechischen Hotels zum Verweilen ein – aber das erstaunlich hier - tatsächlich, kein Tourist in weiter Ferne?

Fthiotida

Ein großer Teil des unbekannten Mittelgriechenlands, die Präfektur Fthiotida war nicht nur zu alten Zeiten sondern ist auch heute noch eine wichtige Verbindung zwischen dem Norden und Süden; im Speziellen bekannt für den Thermopylen Pass zwischen den Kallidromo Bergen und dem Meer.

 

Heute ist die Präfektur eine fruchtbare Region, die sich im Zentrum von Griechenland über eine Fläche von 4.468 km2 erstreckt. Fthiotida wird von mächtigen Gebirgsketten und 200 km langen traumhaften (fast leeren) Stränden umgeben; umspült wird sie vom Maliakischen und Euböischen Golf.

Archäologische Stätten, Klöster, Kirchen und Heilquellen bereichern das natürliche Relief dieses Teils von Griechenland, durch den auch die Nationalstrasse Athen – Thessaloniki und die moderne Eisenbahnlinie verläuft. Für Handels- und Passagierschiffe ist Fthiotida vom Meer her gut erreichbar. Angebaut werden hier u.a. Oliven, Baumwolle, Tomaten, Pistazien, Kartoffeln, Kirschen und Mandeln. Will man die Präfektur erkunden, sollte man genügend Zeit mitbringen – denn nicht nur Strände und Bergland sondern auch sportliche Aktivitäten wie etwa Paragleiten, Canyoning, Wandern, Tauchen oder Windsurfing sind nur ein kleiner Teil dessen, was Ffhiodita zu bieten hat.

 

Hauptstadt Lamia

Nach einer erfrischenden Abkühlung im Meer in Raches, ging die Fahrt weiter nach Lamia. Der Überlieferung nach soll Lamia von Lamios, Sohn des Herakles und der Omphale gegründet worden sein. Einer anderen Version nach wurde die Stadt von Lamia, der Tochter des Poseidons und Königin der Trachinier gegründet. Lamia blieb bis zum Jahre 302 v. Chr. unter makedonischer Herrschaft bis sie schließlich von Demetrios Poliorketes (Städteeroberer) zur unabhängigen Stadt erklärt wurde. Während des byzantinischen Kaiserreichs war sie Bischofssitz.

Seit März 1833 weht in Lamia der Wind der Freiheit und im Juni 1836 wurde sie zur Hauptstadt von Fthiotida und Sitz der Region Mittelgriechenlands (Sterea Ellada). Sie nimmt unter den Städten des Landes einen besonderen Rang ein. Um die Stadt herum erstrecken sich Stadt- und Dorfgemeinden mit insgesamt 175.000 Einwohnern.

Sehenswertes in Lamia sind u.a. das Kastell (Akrolamia) - gelegen auf einem felsigen Hügel beherrscht es den höchsten Punkt der Stadt und bietet einen grandiosen Ausblick auf das malerische Sperhios-Tal, die Gipfel der Berge Kallidromo, den Parnassos und auf den Maliakischen Golf.

 

In dessen Innenhof findet man das Archäologische Museum und das XIV. Amt für Prähistorische und Klassische Altertümer; die griechisch orthodoxe Kirche Panagia i Archondiki (1762 erbaut) – der Name geht auf die Bürger und Patrizier (Archontes) von Lamia zurück (im Inneren der Kirche sieht man noch gut erhaltene Wandmalereien, Bischofsthron, Fresken und Motive aus dem Alten Testament), das Volkskundemuseum, es verfügt über eine reichhaltige Sammlung lokaler Trachten, Stoffen, Schmuck und Gegenstände des Alltags und das Denkmal der berühmten griechischen Schauspielerin und Politikerin Melina Mercouri (unvergessen durch Filme wie Topkapi oder Sonntags nie)

Nur wenige Kilometer südlich von Lamia, in der Gemeinde Gorgopotamos, gelegen inmitten von Steinbrücken, Wasserfällen, des Klosters Gorgiopkoou und Metamorfossis und Wassermühlen, findet man ein historisches Denkmal: die Eisenbahnbrücke von Gorgopotamos: 1942 sprengten die Partisanen diese Brücke, die dann zum Symbol des griechischen Widerstandes wurde: die Hauptnachschublinie der deutschen Wehrmacht war dadurch für 45 Tage unterbrochen; dieses national historisches Ereignis hat der Gemeinde einen Platz in den Geschichtsbüchern verschafft.

 

Das Sommer- und Winterstädtchen Amfiklia

Am nächsten Tag erwartete uns Amfiklia. Dieses ruhige Städtchen hat sich den Namen der antiken Stadt der Phokäer Amphikleia bewahrt, die sich auf einer Anhöhe nordwestlich der heutigen Stadt befand. Die an mykenischen Gräbern aus dem 13. Jahrhundert v. Chr. durchgeführten Ausgrabungen zeugen von der langen Geschichte, die bis in die prähistorische Zeit zurück reicht.

Zur Besichtigung laden ein: das mittelalterliche Kastell, das Brotmuseum (traditionelle Geräte und Brote), die traditionellen Steinbrücken, die Wassermühlen von Kifissos, die steinernen Brunnen in denStadtvierteln, die über den Berg Parnassos verstreuten Kapellen, das Volkskundemuseum und die historische Bibliothek.

 

Auf dieser Seite des Parnassos befinden sich noch die nach byzantinische Kirche Ai Giannis o Kinigos mit volkstümlichen Wandmalereien und das historische Kloster Panagia i Gavrotissa.

Amfiklia soll man unbedingt auch im Winter besuchen – und zwar zum Skifahren. Der Berg Parnassus (Parnassos) ist ein faszinierendes Skigebiet. Es gibt mittlerweile 12 Lifte und eine Kabinenbahn. Die zwei Skicentren Kellaria und Fterolakka liegen auf 2.300m Höhe und eignen sich nicht nur für (Ski)Anfänger und Fortgeschrittene sondern auch Wedelfreudige kommen bei diesem Hang voll auf ihren Genuß.

Weitere sportliche Angebote wie Mountain Biking, Trekking, Reiten, Paragleiten, oder Bergsteigen lassen jedes Sportlerherz höher schlagen. Der atemberaubende Blick von hier aufs Meer entschädigt für die Strapazen, den Berg via pedes zu erklimmen.

 

Und weiter führte der Weg zu einem typisch griechischen „Muster-Touristen-Bauernhofes“. Hier haben Urlauber nicht nur die Möglichkeit auszuspannen sondern sich auch aktiv ins Bauernhof-Leben einzubringen, z.B. Tiere füttern, Stall ausmisten oder den riesigen Kräutergarten betreuen. Ein abwechslungsreicher Aufenthalt für alle, die im Urlaub nicht nur „faulenzen“ wollen.

Ein wenig ermüdet von der „Berg- und Bauernhof-Tour“ legten wir einen Zwischenstopp im Hotel Kiriaki, eine Wohlfühloase im malerischen Gebirgsdorf Amfiklia. Hier hat man Entspannung pur weitab vom Alltag und die traditionelle griechische Küche läßt keine Wünsche offen. Die Abkühlung im Pool, umgeben von einem exotischen Garten, tat das Übrige – wir wollten eigentlich gar nicht weiter – aber der Zeitplan ließ es nicht zu. Frisch ausgeruht, freuten wir uns aufs nächste Highlight dieser doch etwas anderen Reise.

Vorbei am 1.419 m hohen Bergmassiv Kallidromo (Guter Weg) landeten wir im Eldorado für alle Erholungs- und Ruhesuchenden – dem „Dorf“ Tetrapolis (Holzhütten-Herberg)- umgeben von Kiefer- und Eichenwäldern und eingebettet im Schoß der Mutter Natur. Hier kommen nicht nur „Relaxer“ sondern auch Reit- und(Ski)sportbegeisterte auf ihre Kosten (der Mount Parnassos zum Skifahren/Wandern ist nicht weit entfernt und ein Reiterhof gehört zur Herberge). Und trotz dieser Idylle waren wir wieder die einzigen Touristen!

 

Heilbäder in Fthiotida 

In der Region Fthiotida befinden sich über 30 Heilbäder, aber nur wenige sind touristisch erschlossen – und daher wollten wir einige „Wenige“ unbedingt erkunden und natürlich deren Heilwirkung ausprobieren:

Die saure, aus alkalischen Böden stammende Quelle kommt aus einer Tiefe von 18 m und hat eine konstante Wassertemperatur von 33,5 Grad C. Dem Wasser wird heilende Wirkung bei Krankheiten wie Rheuma, Herzerkrankungen, Blutdruck- und Nervenleiden sowie Migräne nachgesagt.

 

Heilbad in Platy Stomo

Der Ort ist etwa 29km außerhalb von Lamia und 10 km von Sperchiada entfernt. Es war die Heimat des Achilles, dem Helden des Omirou. Entsprechend der griechischen Mythologie zog Achilles von hier mit seinem Heer der Myrmidonen zum Krieg nach Troja aus. Bekannt ist der Ort wegen seiner einzigartigen - am Fuße des Berges Othri - sprudelnden zwei Quellen von Platistomo: die eine kühl und schwefelhaltig mit einer Temperatur von 25 Grad C und die andere thermal, alkalisch mit der Temperatur von 34 Grad C. Beide werden für Bade- und Trinkkuren verwendet u.a. für Leberleiden, Rheuma, Gelenks- und Schuppenflechte, Gallen- und Magenleiden und Verdauungsstörungen. Das hier befindliche Hotel Asklipios Spa Resort verwertet die Quellen und bieten zusätzlich noch Schlammbäder, Schokoladetherapie, Jacuzzi und Aero Massagen an – also medizinische und kosmetische Behandlungen.

Nach der wohltuenden „Heilbädertour“ besuchten wir das Kloster Moni Agahonos (15. Jahrhundert); es wurde auf den Abhängen des Nationalpark Iti gebaut, ist ca. 7 km von Ypati entfernt und ein berühmtes kirchliches Denkmal. Hier werden heilige Reliquien und Kirchenschätze, wie die Gold- und Silberikone der Madonna aufbewahrt.

1821 wurden das Kloster komplett zerstört; im byzantinische Museum von Phthiotis (Ypati), das zum Schutz der großen Anzahl von Funden der frühen christlichen und byzantinischen Periode geschaffen wurde, werden dem Besucher Mosaikböden, Gefäße, Geschirr, Webgewichte und 3.000 alte griechische, romanische, byzantinische, mittelalterliche und moderne Münzen gezeigt.

Die „schwarze Stadt“ - Mavrilos

Am nächsten Morgen ging’s „quitschfidel“ und voller Neugier in den Ort Agios Georgios (Hl. Georg) der auf 900 m liegt. Als erstes Besichtigung des Museums im Restaurant Platania – (war früher eine Poststation), hier finden sich viele alte Gegenstände wie Postkutschen, Radios, landwirtschaftliche Geräte...

 

Zu Fuß, im Gänsemarsch erreichten wir nach wenigen Metern den unbekannten 60-Seelen-Ort Mavrilos (schwarze Stadt). In diesem kleinen romantischen aber fast menschenleereren Ort gibt’s Einiges zu bestaunen, so der Komplex des Wagenzuges des Achilles auf dem Dorfplatz oder die Pulvermühlen (sie spielten eine entscheidende Rolle im Aufstand des Jahres 1821 - wo sie die griechischen Truppenführer mit dem schwarzen Pulver versorgten. Während dieser Zeit der Türkenherrschaft waren im Dorf 12 Pulvermühlen in Betrieb), die griechisch orthodoxe Kirche Agios Dimitrios, ein wunderbares Bauwerk aus dem 16. Jahrhundert mit einer holzgeschnitzten Ikonenwand, Kanzel, Bischofsthron, Betstühlen, zwei mit Elfenbein besetzten Psalmbüchern, vergoldete Luster und die Ikonostase.

Im Kirchenhof steht ein schön verziertes Heldengrab eines bekannten Majors – gefallen im Widerstand gegen die Türken.

Ein Erlebnis der besonderen Art – wenn man das so nennen darf – war wohl die Begegnung mit dem ehemaligen 91-jährigen Präfekten von Mavrilos, der erstmalig! Touristen in seinem Ort begrüßen konnte. Was diese Begegnung für ihn bedeutete, teilte er uns berührend mit: „Jetzt kann ich beruhigt sterben – ich habe endlich und erstmals in Mavrilos Touristen getroffen“.

 

Für uns war das ein einschneidendes Erlebnis - und für den Präfekten, so glaube ich auch, denn er ging wortlos, mit Tränen in den Augen seines Weges.

 

Wer bis dato noch immer nicht an ein „Unbekanntes Griechenland“ geglaubt hat, ist spätestens jetzt – durch die Begegnung des Präfekten – eines Besseren belehrt worden – und es gibt sie doch, die griechischen Dörfer und Strände, die noch kein Tourist besucht hat !

In unmittelbarer Umgebung Mavrilos findet man Museen, Wassermühlen (früher gab es 12; einst wurden hier Schwarzpulver für Kanonen und Vorlader produziert) und Handwerksbetriebe (Konditoreibetrieb, Pita Erzeugung (Blätterteigspezialitäten); will man zur Abwechslung wieder Heilwirkung spüren, sollte man einen Kurzstopp im Bad SPA Palaiovracha (Wasser enthält Borsäure, Schwefel und Glycerin) einlegen. Das Heilbad hat konstante 26,5 Grad C und heilende Wirkung bei: Diabethes, Gallen- und Nierensteine, Hepatitis, Asthma etc.

 

Berühmte Quellen

Schon früh morgens Aufbruch zum Urlaubsort Kamena Vourla am Fuße des immergrünen Berges Knimis und südöstlich am Rande der Maliakos Bucht; der Ort ist für ein trockenes und gesundes Klima bekannt. Unbedingt einen Zwischenstopp einlegen bei den Thermopylen - auf diesem geweihten Boden wird jeder Besucher an die weltberühmte mehrtägige Schlacht zu Beginn des zweiten Perserkrieges erinnert.

 

Hier sicherte der Spartanerkönig Leonidas im Jahre 480 v. Chr. mit seinen 300 Spartanern den Rückzug seiner Truppen, wurde dabei aber von seinen Gegnern eingekesselt und getötet; durch seinen Heldentod machte er den Ort zu einer Gedenkstätte von weltweiter Bedeutung. So steht heute hier ein als Grab des Leonidas ausgewiesenes Denkmal und eine Gedenktafel (begraben ist der Feldherr aber in Sparta). 

Wie der Name Thermopylen (heiße Pforten) erahnen lässt, gibt es hier zwei heiße schwefelhaltige Quellen, die man kostenlos benutzen kann. Sie befinden sich östlich der Hauptstrasse von Lamia nach Athen; Staunen in der Runde als wir den imposanten künstlich errichteten Wasserfall aus der Heilquelle sahen.

 

Dieses Phänomen hat das ganze Jahr über konstantes 41 Grad C heißes Wasser und ist in dieser Form wohl einzigartig. Die einheimische Bevölkerung schwört auf seine heilende und kosmetische Wirkung. Der Legende nach entstanden die Thermopylen nach dem die Schutzgöttin Athena dem Gott des Feuers und der Schmiede Hephaistos bat, Heilquellen für Herkules zu schaffen, die ihn nach seinen Heldentaten und Schlachten beleben und stärken sollten.

Kurort Kamena Vourla

Zu den bedeutendsten Heilquellen des Landes und Europas gehören die Quellen von Kamena Vourla. Entstanden sind sie durch geologische Veränderungen des Golfs von Maliakos und des Berges von Kallidromos und Knimis; Berühmtheit erlangten sie wegen ihrer seltenen Zusammensetzung von natürlichen Mineralien und Salzen. Aus dem Inneren des Berges Knimis, nur wenige Meter vom Kurort entfernt, entspringen die Heilquellen mit unterschiedlicher Temperatur; sie haben zur Entwicklung von Kamena Vourla beigetragen.

 

Es gibt natrium-, schwefel-, chlor- und eisenhaltige Quellen aber auch radioaktive und eine Schönheitsquelle der Aphrodite, die kaliumhaltigen Schwefel enthält. Die 35 Grad C heißen Gewässer lindern Leiden wie Gicht, Arthrose, Ischias, Kreuzschmerzen, Neuritis und Gefäßerkrankungen. Beide Heilbäder „Spa Hotel Hypokrates“ und die modernen „Wassertherapie Kliniken“ werden über die Heilquellen von Kamena Vourla versorgt.

 

Kamena Vourla ist ein typisch touristischer Urlaubsort, wie wir ihn alle kennen; hier trifft man auf Schritt und Tritt Touristen, es herrscht reges Treiben an der Uferpromenade, feilschen am Strand und Getummel in den Geschäften; aber trotz der malerischen Tavernen, den traditionellen Fischrestaurants, der Kombination Klima, Heilquellen und Berg und den Sehenswürdigkeiten – sehnen wir uns bereits wieder zurück ins „Unbekannte Griechenland“ – das zu finden wir nicht für möglich hielten und jetzt sogar vermissen. Eigentlich waren wir ganz froh, dass wir am nächsten Tag wieder weiterzogen.

 

Agio Konstantinos

Der letzte Tag unserer Reise brachte uns zum Küstenort Agios Konstantinos (Hl. Konstantin). Wir fuhren mit dem Schnellboot vorbei u.a. an den Küsten von Arkitsas, Logos, Livanates und Skala.

Angekommen im Hafen Atalanti konnten wir noch einmal – vor unserer Heimreise - einen fast leeren Strand und das tiefblaue Meer mit all seinen Facetten genießen. Dieser Ort eignet sich zum Ausspannen und Nichtstun und er ist, tatsächlich - „ohne Touristen und fast leer“ – was unglaublich – aber wahr ist!

 

Das heutige Städtchen Agios Konstantinos ist an der Stelle des antiken Daphuntas, der westlichsten Stadt des Landes der opuntischer Lokrer, errichtet. Die Stadt wurde von langen Mauern geschützt, deren Ruinen an der Stelle „Isomata“ bis heute erhalten sind; sie war der bedeutendste Hafen der damaligen Zeit. Im Jahre 1832 wurde bei Ausgrabungen an der Stelle „Grados“ die byzantinische Ikone des Heiligen Konstantinos und der Heiligen Helena ans Tageslicht gebracht. Die Bewohner der höher gelegenen Siedlungen wurden hierher umgesiedelt und es entstand das heutige Agios Konstantinos. Im Jahre 1849 wurde das Städtchen nach schweren Erdbeben zerstört und viele Häuser versanken im Meer. Für den Wiederaufbau wurde ein exzellenter Stadtplan ausgearbeitet.

Seit dem Bau der Nationalstrasse Athen-Thessaloniki im Jahre 1960 ist Agios Konstantinos zu einer der reichsten Kleinstädte Griechenlands geworden. Sehenswertes wie der romantische Dorfplatz (Plateia Agiou Nikolaou) mit dem Freilufttheater und den uralten Platanen, die alte Kirche des Hl. Konstantinos mit den byzantinischen Mosaikböden und die Kirche Agios Taxiarchis von Agnandi runden das Bild eines kleinen friedlichen Städtchens ab.

 

Auf der Rückfahrt zur Hafenstadt stand ein Kurzbesuch im Weingutes Domaine Hatzimichalis am Programm. Das fruchtbare Land zwischen den Bergen, das seit antiken Zeiten benutzt wird, produziert Oliven, Gemüse, Früchte und vor allem Wein. Nach Besichtigung des alten Weinkellers verbunden mit einer Weinverkostung, erreichten wir nach einer kurzen Autofahrt Volos – hier ließen wir den Nachmittag in einer der vielen gemütlichen Tavernen bei Ouzo und griechischen Spezialitäten ausklingen.

Fazit

Eine Reisegeheimtipp für all diejenigen, die weitab von Touristenströmen ein „Unbekanntes Griechenland“ erkunden und den Kieselstrand samt azurblaue Meer „fast menschenleer“ genießen möchten.

Es lohnt sich – diese Destination ins Auge zu fassen – denn spätestens nach diesem Artikel wird sie nicht mehr so „geheim“ bleiben“.

 

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fotocredit: ifpa