Ein Streifzug durch Kultur, Geschichte und Neuzeit

Wundern Sie sich nicht, wenn Sie in Dublin einen irischen Freund treffen wollen, der sich eine halbe Stunde verspätet. Es gehört zum täglichen Leben wie die Nationalgetränke Whisky und das rabenschwarze Guinness Bier oder traditionelle irische Folkmusik. Die irische Kultur hat lebenskräftige Wurzeln. Die Menschen hier lieben alte Volkssagen und gälische Liebeslieder aus dem Mittelalter und verstehen es, ausgiebig Feste zu feiern und überall herrscht freundliche Kleinstadt-Atmosphäre. Vielleicht kommt das Klischee der Liebenswürdigkeit daher, dass jeder Fremde herzlich aufgenommen wird, am Leben und Lebensfreude der irischen Bevölkerung teilzunehmen.

 

Die „grüne Insel“ wie Irland immer wieder bezeichnet wird, bedeckt eine Fläche von 70.280km2 und ist von England, Wales und Schottland durch die Irische See getrennt. Irland hat 4,2 Millionen Einwohner. Etwa ein Viertel der Bevölkerung leben in der größten Stadt der Republik Irland, in Dublin. Das gesamte Verkehrssystem ist auf Dublin ausgerichtet und den TouristInnen stehen viele Möglichkeiten offen, das Land zu bereisen: via Flugzeug vom Europäischen Festland aus nach Dublin (der Internationale Flughafen befindet sich im Norden der Stadt) oder von allerlei englischen Stützpunkten aus mit dem Schiff zu irischen Häfen. Dublin besitzt zwei wichtige Bahnhöfe, Heuston und Connolly Station und eine elektrische Stadtbahn, die Dart-Bahnlinie - sie verbindet die Innenstadt mit den Vororten. 90% der Bevölkerung sprechen Englisch und ca. 10% beherrschen noch die alte keltische Landessprache Gälisch. In allen staatlichen Schulen ist Irisch Pflichtfach. Irland ist eine Ganzjahresdestination, hat es doch durch den Golfstrom und südwestliche Winde ein gemäßigtes Klima, dh. der Sommer ist angenehm warm, der Winter mild und ein wenig regnerisch.

 

Dublin, die pulsierende Hauptstadt Irlandwurde im 9. Jahrhundert von Wikingern unter dem Namen Dubh Linn oder Dyfflin (schwarzer Tümpel) gegründet und im 18. Jahrhundert zur zweit wichtigsten Stadt des britischen Königreiches. Die jetzige Metropole ist voller Gegensätze, und rasch wird Altes durch Neues ergänzt. Hier befinden sich die Sitze der Regierung aber auch jene des katholischen und anglikanischen Erzbischofs.

 

Das Zentrum von Dublin wird durch den Fluss Liffey in den etwas ärmeren Norden und den wohlhabenden Süden geteilt: wobei beide Teile Sehenswertes versprechen.

Beginnt man Dublin zu erkunden, sollte man generell mit der Innenstadt beginnen: die O’Connell Street, der breite und berühmteste Einkaufsboulevard lädt u.a. mit architektonischen Sehenswürdigkeiten dazu ein oder das General Post Office (eines der wichtigsten Monumente Irlands und Gebäude des Irischen Widerstandskampfes), das von den Briten als Hauptzollamt gebaute Custom House, zwei Theater und das irisches Nationalstadion für gälische Sportarten, der Croke Park oder das neue Wahrzeichen der Stadt, der „Spire“ - eine 120m hohe Nadel vor dem General Post Office .

Spaziert man auf der Flaniermeile weiter zur Grafton Street gelangt man zu Dublins bekanntestem Wahrzeichen, dem Denkmal der „lebenslustigen“ Fischhändlerin Molly Malone. Durch das irische Volkslied und inoffizielle Hymne von Dublin „Mies- und Herzmuscheln“ ist Molly Malone heute noch weit über die Grenzen Irland hinaus bekannt.

Sucht man nach all den Besichtigungen etwas Erholung, bietet sich Dublins bekannteste Ruheoase am Ende der Grafton Street an - der neun Hektar große Park St. Stephen’ Green Park; inmitten prachtvoller Blumen, sehenswerter Denkmäler, phantasievoller Brunnen mit einzigartigen Fontainen und schattenspendenden Bäumen, ein idealer Ort um die Seele baumeln zu lassen. Allerdings war der Park nicht immer so ruhig, früher fanden hier öffentliche Hinrichtungen statt.

 

Ausgeruht geht es südlich der Laffey weiter zum berühmtesten Gebäude von Dublin, dem Trinity College - Irlands erste Universität; sie ist bis heute noch gut erhalten. Ursprünglich ein Augustinerkloster, wurde es von Elisabeth I. zu einem Universitäts- College umgewandelt. Berühmte Studenten wie Samuel Beckett, Bram Stoker, Oscar Wilde oder Jonathan Swift absolvierten diese Uni – ab 1904 waren auch Frauen zum Studium zugelassen! Heute sind weiblichen Studentinnen an der Überzahl.

Die Trinity College Library beherbergt etwa fünf Millionen verschiedenster Bücher – 1601 waren es lediglich 30 Stück. Eines der wichtigsten Schätze ist das „Book of Kells“, ein überragendes Beispiel insularer Buchmalerei. Es wurde von jungen Mönchen um 800 n. Chr. verfasst und auf Kalbsleder geschrieben; im 17. Jahrhundert gelang es als Geschenk an die Bibliothek. Im Mittelalter gehörte die Buchmalerei zu einer der wichtigsten Gattungen der Buchillustrationen. Das Book of Kells, für die Iren das wertvollste der Welt, enthält die vier Evangelien in lateinischer Sprache zusammen mit ganzseitigen Abbildungen von Christus, Maria und dem Jesuskind und prachtvolle bildnerische Darstellungen der Evangelisten. Das Schriftbild ist aufwendig gestaltet und Tiermotive zieren die Anfangsbuchstaben. Ursprünglich war es ein großes Buch, das 1953 zum eigenen Schutz in vier Bände geteilt wurde.

 

Weitere Sehenswürdigkeiten und Attraktion der Bibliothek sind die Proklamation der irischen Unabhängigkeit und die Gutenberg Bibel (eine Seite wurde gefunden), die älteste Harfe, die Brian Boru Harfe (nach dem irischen Hochkönig benannt - sie ist das Wappen der Irischen Republik und auf der Flagge der irischen Provinz Leinster zu sehen) und 200.000 wertvolle, in Leder gebundene Bücher im sogenannten Long Room. Er ist der älteste Bibliothekssaal Europas, 64 m lang und 12 m breit und verläuft über zwei Etagen.

 

Im Übrigen gehört die Harfe zu England wie all die Schafe auf den grünen Weiden und steinernen Zäune entlang der engen Strassen. Als Landessymbol und dessen Poesie findet man sie auch auf den irischen Euromünzen.

Nördlich des Flusses Liffey befindet sich die seit 1908 bestehende Hugh Lane Municipal Art Gallery. Hugh Lane war ein Kunstsammler impressionistischer Bilder. Die Sammlung hätte erst in die National Gallery of London gehen sollen, doch durch verschiedene Umstände kam sie dann doch ins Claremount House. Neben der Lane-Schenkung mit Werken von Degas, Courbet und Monet beherbergt die Sammlung umfangreiche Werke zeitgenössischer Künstlern bis hin zu Impressionisten. Im Augenblick kann man Zeichnungen von Katie Holten sehen, die auch schon in Wien und New York ausgestellt hat. Eine Attraktion der Galerie ist die Francis Bacon Ausstellung.

 

Gleich neben der Art Gallery wurden in einem attraktiven Stadthaus des 18. Jahrhunderts 1991 das Dublin Writers Museum und das Irish Writers Centre eröffnet. Das Haus zeigt u.a. Gemälde, Manuskripte, Fotos, Briefe, seltene Werkausgabe und Andenken vieler irischer Geistesgrößen. Im Obergeschoss gibt es eine Schriftsteller Galerie von Jonathan Swift bis Brendan Behan. Im Übrigen wurde die Idee, ein Schriftstellermuseum zu gründen, von einem Journalisten geboren. An das Museum grenzen ein Buchladen mit Cafe und der Zen Garten. Irland lockte viele Autoren ins Land, darunter auch die Österreicher Felix Mitterer und Christoph Ransmayer; keineswegs aber nur wegen der Steuervorteile, die Dichter dort genießen.

 

Das nicht allzu weit entfernte National Wax Museum in der Dorset Streetsollte man besuchen, will man Irlands Geschichte mit „Gruseligem“ vereinen. 1983 gegründet, zeigt es lebensgroße Figuren irischer Persönlichkeiten wie Künstler, Schriftsteller, Politiker und Filmstars auf mehreren Etagen; aber auch Szenen der irischen Mythologie oder das Papamobil mit Papst Johannes II. Das Fürchten lehrt die Besucher die im Keller des Museums eingerichtete „Kammer des Schreckens“ – Gänsehaut ist vorprogrammiert!

 

Weitere Highlights Dublins sind u.a. die St.Patricks Cathedral oder Kirche des Volkes

Sie ist die größte Kirche des Landes, deren Grundstein 1191 von Erzbischof John Comyn gelegt wurde; Die Kathedralel ist seit damals immer wieder erweitert und umgebaut worden und zwar mit Hilfe von Spenden der Familie Guinness. Der Schriftsteller Jonathan Swift, zu Unrecht nur für Gullivers Reisen bekannt, war bis zu seinem Tod Dekan der Kirche des Volkes. Im Inneren des Gotteshauses befinden sich mehrere Grabmäler - darunter die von Jonathan Swift und seiner Freundin Esther Johnson, die Jonathan Swift Ecke mit seiner Totenmaske und „die Tür mit dem Loch“.

Kilmmainham Goal - Gedenkstätte

Düstere Geschichten spielten sich im ehemaligen Zuchthaus aus dem Jahre 1796 ab. Viele irische Unabhängigkeitskämpfer, die unerbittlich für die Freiheit ihres Landes kämpften, saßen hier ein, weil sie von den Briten verhaftet wurden. So fanden hier Revolutionäre - darunter auch Joseph Plunkett, einer der Führer des Osteraufstandes, 1916 ihren Tod. Der letzte Gefangene und erste Präsident Irlands Eamon de Valera hatte Glück im Unglück - war er doch amerikanischer Staatsbürger und Diplomat - und das rettete ihm das Leben; denn die Briten befürchteten diplomatische Verwicklungen, sollten sie den Präsidenten hinrichten – so wurde er am 16.7.1924 aus der Gefangenschaft entlassen

Heute ist das Gefängnis ein Museum und nationale Gedenkstätte, die sich im Gefängnishof befindet und an die Anführer des Osteraufstandes gegen die Briten von 1916 erinnert.

 

Half Penny Bridge (berühmteste Fußgänger-Brücke und begehrtestes Fotomotiv)

1816 erbaut und erster Brücken-Fußgängerweg über den Fluss; ihren Namen bekam sie von dem ursprünglichen Wegezoll von einem „halben Penny“ - sie überspannt den Fluss Liffey und verbindet das Temple Bar Viertel mit der Einkaufsstrasse rund um die Henry Street an der Nordseite der Liffey. Sie wird als Wahrzeichen gesehen und ist ein bedeutendes Bauwerk Dublins.

 

Temple Bar – Kulturquartier und Nachtleben 

Das im 19. Jahrhundert gut gehende Handwerks Viertel verlor immer mehr an Popularität; 1991 gründete das irische Parlament die Temple Bar Properties, um die Neubildung von Dublins Kulturviertel zu überwachen; heute ist es ein Stadtteil am Südufer des Flusses Liffey im Zentrum von Dublin, der durch seine vielen engen kopfsteingepflasterten Gässchen idyllisch romantisch wirkt. Die Touristenmeile, Entdeckerzentrum und Pubstadt beherbergt viele Kulturstätten u.a. das Irish Photography Centre, das Ark Childrens Cultural Centre, das Irish Film Centre mit dem nationalen Filmarchiv oder das Temple Bar Music Centre und die irische Zentralbank.

 

Um das Nachtleben Dublins besser kennenzulernen und rabenschwarzes Guinness (ein Muss für jeden Touristen) zu „verkosten“, sollte man unbedingt in mehrere der 800 Pubs einkehren; und für solche „Erkundungstouren“ ist das Temple Bar Viertel – Dublins lebendigster Stadtteil bestens geeignet. Hier finden sich u.a. das Traditional Music House Oliver St. John Gogarty mitten im Viertel, das mit Lifemusik, Tanzvorführungen und hervorragenden Gerichten aus Schaf- und Rinderfleisch, Fischen oder „irischen“ Kartoffeln zum Besuch einlädt – „Wohlfühlen ist garantiert“; das kleine beengte Literaten Pub McDaids, das auch schon Brendan Behan zu seinem Stamm Pub machte; Bowe’s Public House, Sitz der Irish Times und beliebt unter den Journalisten oder The Temple Bar, urgemütlich und Gewinner des „Traditional Irish Music Pub of the Year Award 2002-2004.

Croke Park und die irische Nationalsportarten

Über 80.000 Anhänger fasst das Stadion, das zum Bersten voll wird, wenn das traditionsreiche Hurling am Spielplan steht. Die Hurling Amateure werden wie Götter verehrt. Es ist ein, dem Rasenhockey verwandtes Mannschaftsspiel und schnellster Ballspielsport der Welt. Auf den 4 cm großen Ball - aus Korkkern mit Leder überzogen, erreicht 180km/Stunde - wird mit einem Camamans (Schläger) eingeschlagen; die Spieler versuchen auch via Hand oder Fuß mit der Kugel Punkte und Tore zu erzielen. „Dabei bleiben Brüche, Verletzungen und Abschürfungen nicht aus“, so Mark Dorman, Direktor des Croke Park Museums. Üebrigens sind auch Frauen in diesem Sport „voll am Ball“.

 

Gaelic Football

1884 wurde die Gaelic Athletic Association (GAA) gegründet, um die alten irischen Sportarten vor dem Vergessen zu bewahren. Gaelic Football ist das „irische Rugby“. Jedes Jahr im September finden Hurling und Gaelic Football Endausscheidungen in Dublin im Croke Park statt. „Bloody Sunday“, ein schwarzer Tag in Irlands Geschichte: am 21.11.1920 feuerten hier englische Soldaten aus Rache für einen Anschlag irischer Nationalisten in die Zuschauermenge während des Gaelic Football Spiels: über 12 Menschen starben dabei.

Nicht nur das Zentrum Dublins, sondern auch die nähere Umgebung hat Einiges zu bieten: beispielsweise Landgüter, megalithische Gräber, Burgen, Kirchen und Friedhöfe.

 

Unweit von Dublin, im waldreichen Gebiet mit saftig grünen Wiesen in der Grafschaft Meath in Oldcastle befindet sich Lough Crew Estate. (Loughcrew, auf den „Sliabh na Caillighe“- Hügeln,- erbaut um ca. 3.500 bis 3.200 v. Chr.). Sie werden allgemein als megalithische Ganggräber bezeichnet. Doch ihre Genauigkeit in der Bauweise, dem Sternenbild bzw. der Sonne nach ausgerichtet, lässt eher auf einen Ritualort schließen.Die Gräber haben einen Durchmesser bis zu 32 m. Man weiß mittlerweile, dass hier Mehrfachbestattungen stattfanden. Aufgrund der gefundenen Knochenhaufen vermutet man, dass die Toten zuerst aufgebahrt und erst nach ihrer Verwesung in die Grabkammern gelegt wurden. Im Inneren der Kammer sieht man überall einzigartig spiralförmige Felsritzungen.

 

Lough Crew Estate

Das Anwesen ist dreimal abgebrannt; die Einheimischen erzählen von einem Fluch, der einst über der Familie ausgesprochen und bis heute nicht gebannt wurde. Das einstige Herrenhaus an der gleichen Stelle wurde nicht mehr aufgebaut. Es existieren nur mehr die prachtvoll angelegten Gärten.

 

Beeindruckend hier sind die Ruinen St. Oliver Plunkett Geburtshaus und Familienkirche sowie der sagenumwobene anschließende Friedhof. Oliver Plunkett kam von einer irischen aristokratischen Familie und war Priester. Er studierte in Rom Theologie und kehrte trotz Abraten seiner Kollegen nach Irrland zurück, wo die Kämpfe zwischen Katholiken und Protestanten tobten. Er arbeitete im Untergrund als die katholische Religionsausübung zur Gänze verboten war und wurde schlussendlich von den Protestanten doch ausgeliefert und öffentlich hingerichtet.

Trim – bekannte Filmkulisse

Nicht weit entfernt von Oldcastle liegt Trim. Es ist eines der schönsten Marktstädtchen in der Grafschaft Meath, in der Republik Irland und es wurde seit der anglo-normannischen Zeit besiedelt. Der Ort wurde von Hugh de Lacy als best erhaltendste Normannen-Festung Irlands gegründet. Die aus dem 12. Jahrhundert stammende Burg, die seit Cromwells Überfall 1649 verfiel, diente 1995 als Filmkulisse für den Historienfilm Breaveheart (mit fünf Oskars ausgezeichnet) mit Mel Gibson. Einen guten Blick auf die Burg hat man vom gegenüberliegenden Hotel aus. WeitereSehenswürdigkeiten: der Yellow Tower – die Ruine des Glockenturms, der einst zur 1368 errichteten Augustinerabteil St. Mary’s gehörte, der Boyne Palast (Hügelgräber) und Totenpalast von Newgrange (die UNESCO ernannte es zum Weltkulturerbe) sowie die St. Patrick Church, eine beeindruckende Kirche aus dem 19. Jahrhundert. Der Hl. St. Patrick, Nationalheld, Schutzpatron und berühmtester Missionar verbannte laut Legende alle Schlangen aus Irland. Er bediente sich eines dreiblättrigen Kleeblattes, um seinen Anhängern die Heilige Dreifaltigkeit zu erklären – und seit diesem Tag ist das Kleeblatt das Symbol Irlands. Beerdigt wurde der Heilige Patrick in Downpatrick. Heute wird alljährlich am 17.März der St.Patricks Day gefeiert.

 

Slane

Slane liegt als Kleinstadt in den Midlands. Interessant ist Slane Castle, das als neogotische Burg 1785 gebaut wurde; 1991 richtete ein verheerender Brand großen Schaden an und zerstörte einen großen Teil der Burg; die Aufbauarbeiten dauerten über zehn Jahre. 2001 war das Schloss dann wieder öffentlich zugänglich. Die Anlage von Slane Castle dient als Veranstaltungsort für Messen, Konferenzen oder alljährlich im August stattfindende große Pop- und Rockkonzerte. Durchschnittlich besuchen 100.000 Gäste diese Events. Berühmte Musikgrößen wie z.B. U2, Bruce Springteen, Robbie Williams oder Mike Jagger mit seinen Rolling Stones traten in diesem natürlichen Amphietheater schon auf.

 

Das Castle befindet sich im Besitz der Grafen Mountcharles bzw. dessen Sohn Lord Henry Mountcharles und wird privat bewirtschaftet. Jeder Besucher kann den hauseigen Whiskey verkosten und durch die Gartenanlage flanieren, die vom berühmten Landschaftsarchitekten Cabability Brown geplant wurde. Nördlich der Hügel von Slane entzündete der heilige Patrick um 433 ein Osterfeuer, um den heidnischen König Tara herauszufordern - ein Symbolakt, um den Sieg des Christentums über das Heidentum zu deklarieren.

 

Navan

Fährt man von Slane Richtung Flughafen, durchquert man das kleine Städtchen Navan, Verwaltungssitz der Grafschaft Meath in Irland; hier befinden sich Europas größte Blei- und Zinkmine und vor der Ortschaft liegt die 400 Jahre alte Ruine des Dunmore Castle. Navan erlangte auch Berühmtheit durch das hier befindliche Geburtshaus des Hollywoodstars Pierces Brosnas.

 

Irland

auf der einen Seite das Land der grünen Schattierungen, mystischer „Feennebel“, die sich über die Landschaft ausbreiten, unheimlich dunkler Moore, grüner saftiger Weiden, schroffer Klippen, blühender Gärten oder alter Friedhöfe mit wunderschön verzierten Hochkreuzen – stumme Zeugen Irlands Vergangenheit. Und auf der anderen Seite ehrwürdig und beeindruckende Kathedralen, Kirchen, Rundtürme, sagenumwobene Burgen oder Ruinen verschwundener Gegenwart. Hingegen bilden Dublins exquisite und lärmende Einkaufsmeilen oder das Temple Bar Viertel Kontraste dazu. Dublin ist ein Reiseziel der besonderen Art.

fotocredit: ifpa