Portrait eines außergewöhnlichen Menschens

DDr. hc Hans-Albert Courtial

Es gibt Menschen, die eine besondere Liebe zum Ritual haben. Doch nur wenige begreifen früh genug, dass sie diese Vorliebe mit Hilfe des Theatrum sacrum aktiv durchleben dürfen. Was der Veranschaulichung der Präsenz Gottes auf drei Ebenen zu verdanken ist: jener des Körpers mit all seinen Sinnen, des Geistes, der zum Begreifen verhilft und nicht zuletzt der Seele, welche für das imaginär geprägte Empfinden eines jeden Individuums zuständig ist.

 

Insbesondere das sakrale Geschehen der christlich geprägten Ökumene ist für den, der bereit ist, sich ihren Geheimnissen zu widmen, Wegbereiter für viele Dinge des Lebens.

Was den 1969 kaum 20-jährigen Hans-Albert Courtial bewogen hat, Frau und Kind in gesicherter Umgebung alleine zu lassen und sich im Vatikan dem katholischen Theologiestudium zu widmen, ist für den Außenstehenden mit obigen Zeilen erklärbar, letztendlich aber unwichtig.

Der Weg ist das Ziel. Und Courtials Ziel war Bestimmung. Eine Bestimmung, die schon bei dem 20-jährigen außergewöhnliche Fähigkeiten erkennen ließ in Zusammenhang mit seinem kaufmännischen Fingerspitzengefühl nebst der zur geschäftlichen Karriere nötigen Kraft zu Konsequenz. Interessanterweise waren diese Fähigkeiten von Anfang an seinem charismatischen Verantwortungsgefühl für Mitmenschen untergeordnet – und daraus resultierendem christlichen Verhalten im karitativen Sinne. Das ist eine Kombination von charakterlichen Grundzügen, die sehr selten ist. Daß er zusätzlich mit Power ausgestattet war - dem nichts entgegenzusetzen ist, obendrein über einen angeboren Charme verfügte - war ideale Ergänzung zu Courtials Management-Talent.

Zuerst, 1967 fiel Hans-Albert Courtial durch das Organisieren des ersten deutsch-britischen Jugendtreffens in der Bischofsstadt Limburg/Lahn auf. Es ist die Heimatstadt des in Dietkirchen geborenen Deutschen. Zwei Jahre später wiederholte er Ähnliches, nur in noch größerem Stil in Rom. Es war die Geburtsstunde von „Courtial Reisen“ im Limburg.

 

Heute, viele Jahre später gehört der mittlerweile zum römischen Senator deutscher Provenienz avanciere Geschäftsmann mit Firmenstandorten zwischen New York, Rom und Elz bei Limburg weltweit zu den wichtigsten Organisatoren von Pilgerreisen, lebt und wirkt aber nach wie vor in unmittelbarer Nähe des Papstes. Denn nie mehr konnte er sich der Ausstrahlung des Vatikans als Mittelpunkt der christlichen Welt entziehen. Er hat dort Heimat und Wohnstätte gefunden.

 

Aber für DDr. Hans-Albert Courtial bedeutete und bedeutet der Vatikan mehr - die Geschichte ist bekannt:

Nach seinem ersten Romaufenthalt 1969 und der Begegnung mit Papst Paul VI. sowie der drauffolgenden theologischen Ausbildung war er überzeugt, „dieses Stückchen irdischen Glückes“, das ihm der regelmäßigen Segen des Papstes seither bringt, weitergeben zu müssen.

Ich erinnere mich an ein Zusammentreffen mit ihm, irgendwann in den 80er Jahren, anläßlich der Touristica in Frankreich und an die Worte, die ich mir gemerkt habe als ich ihm zum Thema Pilgerreisen und seinen Erfolg mit dem damals längst florierenden Pilgerreiseunternehmen „Courtial-Reisen“ befragte: „Die Stufe der Frömmigkeit war besorgniserregend als ich den Petersdom erstmalig besuchte“, erzählte er mir aus seinen Erinnerungen. „Wohl strebten Menschen in Scharen in den Vatikan, doch diese kreativ formende Frömmigkeit, die fehlte mir“.

 

Warum ich mir das gemerkt habe? Es ist mir wieder eingefallen vor wenigen Tagen in Rom, als ich Gast des Hotels „Palazzo Cardinale Cesi“ war und einem Jugendbildnis DDr. Courtial gegenüber stand. Das Cardinale Cesi ist zweites Hotel des mittlerweile zur Courtial-Unternehmensgruppe heran gereiften Tourismusbetrieb des Senators. Den zuständigen Architekten ist es durch Vermessungen des Palazzos gelungen, der übrigens seit der Wiedererstarkung des Salvatorianerordens vor rund 55 Jahren Standort des deutschsprachigen Pilgerzentrums Rom ist, ein uraltes Atrium zu entdecken und dieses freizulegen. Dabei wurden auch fünf Sterne mit römischen Inschriften freigelegt, die wohl der Erbauer und Namensgeber des Palazzos in den mosaikartig verlegten Steinboden verlegen ließ.

 

Natürlich wird dieses Atrium sowohl Courtials Hotelgästen in einem wie auch Besuchern des Pilgerzentrums im anderen Trakt des Palazzos zur Verfügung stehen. Selbstverständlich allen mit Serviceleistungen des Terassencafes des Hotels. Ein Stockwerk höher aber auch im Innenhof gelegen.

Es war ein Punkt, der insbesondere Patre Antonio, die Seele und „Vater“ des Pilgerzentrums freute. Ob es ein Zufall ist, daß auch er – genau wie der Senator seit mehr als 40 Jahren mit den Geschicken Pilgerreisender verbunden ist? Nun sind sie unter einem Dach, die beiden charismatisch und international gleichermaßen berühmten Herren. Der eine als Leiter des Pilgerzentrums, der andere als Hotelier, wenn auch vertreten durch seinen Bruder und Direktor der beiden weltweit einzigen vatikannahen Hotels Paolo VI und Palazzo Cardinale Cesi, Dieter Courtial. – Wer jeden von ihnen kennt, Hans-Peter Courtial, Dieter Courtial und Pater „Don“ Antonio, wird die Probleme des Paris mit dem Apfel haben, wenn es darum geht, den Charmantesten unter ihnen zu küren.

 

Nun, sei es wie es sei. Das „neue“ Haus des Vatikan Hoteliers DDr. Courtial, der Palazzo Cardinale Cesi birgt eine ganz andere Besonderheit: eine Grabstätte ist im Ordensbereich der Salvatorianer zu finden, im Trakt des Pilerzentrums. 2004 wurde die entscheidende Phase der Vorbereitungen der „Positio“ eingeleitet, der zur Seligsprechung nötigen Darstellung der Besonderheiten jenes Menschen also, der dort über viele Jahren angebetet wird. Es handelt sich um Pater Jordan, dem Begründer des Salvatorianerordens, der etwas vor 85 Jahren starb und damit sein großes Werk, einige Träume und die Hoffnung auf das Fortbestehen der Salvatorianerfamilie in demütiger Haltung an die Geschichte übergab.

 

Eine wechselhafte Geschichte brachte es nach dem 1884 von Jordan gegründeten salvatorianischen Engelsbündnis nicht zuletzt durch die Arbeit Don Antonius zustande, nach fast 100-jähriger Pause ausgehend von den USA eine Wiederbelebung des Ordens zu erfahren.

Das deutsche Pilgerzentrum ist jetzt schon Kultort für jene, die am Grab des seligen Gründers beten wollen. Gut, dass der Senator das erkannt hat und dem Palazzo jenen Schliff gegeben hat, den sich das Pilgerzentrum selbst niemals leisten könnte.

 

Wobei es nicht das einzige Karitative ist, was DDr. Courtial in Zusammenhang mit klerikalen und/oder historischen Bauten macht. Der Musikliebhaber ist Initiator und ständiger Mäzen der Musica Sacra. Es ist eine weltumspannende Organisation, die einerseits die Großen dieser Welt künstlerisch zusammenführt und andererseits das Große diese Welt erhält und renoviert.

Weltkulturerbe ist es da und dort - was der Senator mit seiner Geschäftstüchtigkeit für die Nachwelt erhält. Der Palazzo Cardinale Cesi liegt übrigens an der berühmten Via della Conciliazione, wenige Meter vorm Petersplatz entfernt; nur das Schwesternhotel Paolo VI ist noch näher, nämlich direkt visavis der Kolonnaden, ausschließlich durch die Straßenbreite der Via Paolo Sei davon getrennt.

 

Übrigens 2003 wurde Hans-Albert Courtial neben seinem ursprünglichen akademischen Grad als Theologe auch das Ehrendoktorat der Internationalen VIP-Loge Zürich zuerkannt. Eine Anerkennung, die mehrere Gründe hat. Einer davon ist, dass eine Firmenphilosophie in Bezug auf Pilgerreisende stets darauf ausgerichtet blieb, suchenden Menschen dieser Zielgruppe mit der Reise nach Rom Stärkung oder auch neuen Halt im christlichen Gedanken zu vermitteln.

Es ist wichtig in Zeiten wie diesen, wo Sektiererei und Irrlehren bis hin zum Terroristendasein – daß Tür und Tor offen stehen – um den Menschen Nächstenliebe und noch wichtiger - Ruhe zu vermitteln.

 

Apropos Ruhe

vielleicht hat mir Direktor Dieter Courtial aus diesem Grunde geraten, die Peterskirche zur Zeit des Morgengrauens zu besuchen. Das Erlebte läßt sich schwer beschreiben. Es ist ein ganz persönliches Inzentiverlebnis, um im Jargon touristischen Marketings auch der Courtial Betriebe zu bleiben. Richtiger ist es allerdings, das Ganze als Intensiverlebnis zu bezeichnen. Es zahlt sich aus, das einmal zu probieren!

www.palazzocesi.it * www.residenzapaolovi.com