Es ist tatsächlich möglich

Es war als hätte der Himmel extra für uns einen Zipfel der dichten Wolkendecke zurückgeschlagen, die uns während des Fluges wie auf die Watte gebettet, dahinschweben ließ. Der Anblick, der uns jetzt – kurz vor Rom – geboten wurde war atemberaubend. Die Bucht von Ostia schimmerte blau, am Ufer türkis, große und kleine Schiffe pflügten weiße Schaumkrönchen ins Meer. Ganz so wie’s Postkarten verheißen. Nur an einer Stelle trübte sich das Wasser – dort, wo der Tiber ins Meer fließt. Er führte wohl Hochwasser – der Wetterbericht hatte von Regen berichtet im adriatischen Raum. Regen, der dafür gesorgt hatte, dass sich unser Reiseziel in starken Farben präsentierte.

 

Später als die Tragflächen des Flugzeuges in jene Schräglage senkten, die dem Ankommenden Rom aus der Vogelperspektive zu Füßen legt – und der Pilot in großen Schleifen zur Landung ansetzte, waren die Dächer von Rom und der mächtige Petersdom fast zum Anfassen. Die Basilika St. Peter ist das zentrale Heiligtum der römisch-katholischen Kirche; zur Kuppel führen fast 540 Stufen. Im Dominneren befindet sich der Hl. Petrus, seine Füsse sind schon sehr lädiert, werden sie doch von den Kirchenbesuchern geküßt. Nahe dem Petrusgrab ist die Krypta untergebracht, der Hauptaltar befindet sich über dem Grab von Petrus.

Angekommen am Airport, gelangt man über eine langer Rolltreppe direkt ins Zentrum bis zur Metro, mit der man (fast) jede Sehenswürdigkeit/Hotel erreicht.

 

Vatikanstaat

Den Vatikanstaat prägen die teils auch für Publikum zugänglichen vatikanischen Gärten, die seit dem 13. Jhd. bestehen; der päpstliche Garten beherbert u.a. Mammutbäume, Azaleen und Rhododendron, Olivenbäume oder eine Silbereiche aus Australien; die Pflanzen waren Geschenke von Gästen. Der Garten ist eine Ruheoase für den Papst und umgeben von Viale Vaticano, Via di Porta Pertusa, Via Stazione Vaticano, Via Porto di Angelica und der winzigen Via Paolo VI, direkt an den Kolonnaden gelegen.

Der Petersplatz hat eine elliptische Form und wird von Kolonnaden umrahmt, sie sollen die Gläubigen in den Arm nehmen. Der Boden des Platzes senkt sich zur MItte hin - auf der Brüstung stehen 140 Statuen von Heiligen. Die ringförmig angelegten Straßen führen alle zur historischen Prunkstrasse Via della Conciliazione, welche beim Castel Sant'Angelo (Engelsburg) an den Tiber grenzt. Die Engelsburg war ursprünglich als Mausoleum für Kaiser Hadrian gebaut worden und später fand sie als Burg Verwendung - heute ist Castel Sant'Angelo ein Museum.

 

Vielseitig wie die Stadt sind auch die Übernachtungsmöglichkeit: Rom hat zig Hotels und dieses Angebot umfaßt alle Facetten für kleine und große Geldbeutel. Ab Stazione Termini sind Busse und die Metro ideale Verkehrsmittel, um Bauten wie das Colosseum, das größte Amphitheater und der größte geschlossene Bau der römischen Antike, Capitol, Pantheon, die spanische Treppe mit den uralten Obelisken zu besuchen, deren Kleopatra Augen magische Wirkung haben sollen.

 

Sehenswert u.a. Boca della Verita (Mund der Wahrheit) in der Nähe der Palatin, die Via Nazionale und das Forum Romanum, ist Roms ältestes Forum, es liegt in der Senke zwischen den drei Stadthügeln Kapitol, Esquilin und Palatin.

Weiters der römische Stadtteil und Touristenmagnet Trastevere (jenseits des Tibers) mit seinem eigenwilligen Charme und die Basilika Santa Maria in Trastevere ist die älteste Marienkirche Roms. Ergänzt man diese Hinweise mit den Begriffen wie "Himmelsleiter" diese Freitreppe mit 124 Studen befindet sich in der Franziskanerkirche Kirche Santa Maria in Aracoeli neben dem Kapitol, die Via Appia Antica mit großen Steinen gepflasterte Straße. Entlang der Via Appia Antia - außerhalb der Stadtmauern entstanden unterirdische Friedhöfe, Denkmäler und Kolumbarien. Heute ist hier ein Nationalpark, Piazza Barbarini nebst Bienenbrunnen, eines der berühmtesten Plätze Rom die Piazza Popolo oder Piazza Novana, so ist man erst am Anfang einer kleinen Liste von Sehenswürdigkeiten und auch fast schon am Ende seiner körperlichen Kräfte, die Stadt weiter zu erkunden….

 

Die weiße Pyramide des Caius Cestius das Grabmahl des römischen Volkstribun Caius Cestius Epulo sticht neben dem protestantischen Friedhof als Besonderheit der Stadt hervor, wurde sie doch in die aurelianische Stadtmauer miteinbezogen. Der Cimitero acattolicoal testaccio – eher als Friedhof der Nichtkatholiken bezeichnet – gilt als eine versteckte Perle der Schönheit. Er beherbergt u.a. das Grab von Goethe’s Sohn.

Es ist ein Ort der Kraft. Ein Kleinod für den, der nach dem lauten Großstadtgetriebe Erholung sucht oder auch für Kunstsinnige; nicht zuletzt der sacral-morbiden Bildhauerkunst wegen, die diesen Garten der Ruhe prägt. Als Oscar Wilde die protestantische Ruhestätte besuchte meinte er, das sei die heiligste Stätte Roms

Was übrigens auch der Campo Santo Teutonico (deutsche Friedhof) im Vatikanstaat ausstrahlt. Diese Totengedenkstätte geht ja auf das Jahr 67 n. Chr. zurück – und eine Gruppe deutsch und holländisch abstämmiger Märtyrer.

 

Unbedingt Zeit einplanen für Torre Argentia, „Katzenasyl Roms“ – dank dieser Organisation finden ausgesetzte, herrenlose Katzen hier Futter und Hilfe. Über jegliche Hilfe und Unterstützung freut sich die Katzenauffangstation:  – also nicht Wegschauen sondern helfen!

www.idausa.org * www.romancats.com

 

Erholung findet der Stadt-Erkundende überall dort, wo Roms weltberühmte Brunnen, die sog. Fontanas zum Verweilen einladen – praktisch an jeder Ecke. Bei den Gärten der Verliebten - Pincio ist jener berühmte Brunnen zu finden, in dem einst Anita Eckberg mit Marcello Mastroianni ein Bad nahmen für den Film „La dolce vita“ – Fontana di Trevi (26m hoch/50m breit). Will man wiederkehren in die Ewige Stadt – sollte man unbedingt eine Münze in den Brunnen werfen.

 

Aus der Unmenge historischer Bauten ragen besonders hervor - die großen Basiliken wie San Paolo, eine der vier römischen Papstkirchen San Giovanni in Laerano und Santa Maria Maggiore im Bereich der Katakomben. Diese Basilika ist eine von neun auf ursprünglich barbarischen Kultstätten erbaute Kirche, womit Justinian auch in Rom unfreiwilliges Erbe hinterließ, die pomplsen Grabstätten von drei heidnischen Patriziern unterhalb der Kirche. Wandmosaike - wie das in der Basilika - zählen zu den schönsten der Welt.

Die Kapuzinerkirche Santa Maria della Concezione, die eine einmalige Sehenswürdigkeit beherbergt: rechts vom Eingang befindet sich das Totenreich - die Kapuzinergruft. In fünf Kapellen ruhen die Gebeine von ca. 4000 Mönchen

 

Fazit

Rom wirkt überwältigend. Ständig auf den Spuren der Vergangenheit unterwegs, fällt es jedem Besucher schwer, in die Wirklichkeit des 21. Jahrhunderts zurückzufinden. Besonders dann, wenn man die Besichtigungstouren bei Tag dem römischen Flair gemäß abrundet: durch die – am besten in den Außenbezirken zu erlebenden, tpyisch römisch, gesellschaftlich geprägten Nächte: der Charme von mächtigen Pinienhainen, unterbrochen von stillen Villenstraßen und „Inseln des Vergnügens“, wo exzellenter Wein zur konservativen italienischen Speisefolge serviert wird. Vier Stunden Zeit sind gerade das Richtige, will man einen solchen Abend genießen.

 

Es ist das Rom, das in Verbindung mit dem archaischen Ambiente des Zentrums - die Stadt zu dem macht, was sie ist: zur Stadt die – wäre man Esoteriker – zur „ewigen Wiederkehr“ zwingt. Deshalb weil sie besonders liebenswert ist – wie alles Unvollkommene.

fotocredit: ifpa