Abano - Kurort und Therme

Eines steht fest, wo oder wie immer: Ohne Wasser geht es nicht. Schon gar nicht wenn es um ‚mens sana in corpore sano’ geht – den gesunden Geist im gesunden Körper. Was – neben Trinkkuren – zur Badekur geführt hat -  der Balneotherapie.

Im Unterschied zur reinen Hydrotherapie mit kaltem oder warmem Wasser nützt die Balneotherapie die Wirkung sog. Heilpeloide. Das sind mit Wasser vermischte, feinkörnige, mineralische oder organische Stoffe. Manchen Wassern werden Gase sowie Mineralien und Pflanzenauszüge zugesetzt, um wichtiger therapeutischer Effekte willen.

 

Schon in der Antike schrieben Heilkundige Gewässern mit auffälligem Geschmack, eigentümlicher Färbung oder hoher Temperatur außergewöhnliche und übernatürliche Eigenschaften zu. Mit Recht. Denn oft genug waren es leidende oder verletzte Wildtiere, die die Heilkraft von Quellen und Mooren  nutzten, was dem aufmerksamen Beobachter wichtige Rückschlüsse erlaubte.  Römische Legionäre siedelten im Zuge der Eroberung des europäischen Kontinentes mit Vorliebe dort, wo es heiße Quellen und Moorlandschaften gab.

Sie wussten nichts von der Balneotherapie, aber sie nützten dieses älteste Naturheilverfahren gut.  

 

So sorgten die Römer für die Entstehung so mancher Kurorte, aber auch von Wallfahrtsorten.Bis ins Mittelalter dauerte der Wettstreit zwischen Heil und Heilung – der medizinische Machtkampf zwischen Klerus  und Schulmedizin. Ablasshandel gehörte schließlich zu den wichtigsten Einnahmen der Bistümer. Andererseits schrieb Aureolus Theophrastus Bombastus von Hohenheim, genannt Paracelsus, so manche Schmähschrift gegen Kurpfuscher und Ärzte mit mangelnder Ausbildung. Ganz zu schweigen von seiner Wut auf den Berufsstand der Bader. Er selbst hatte sich den Ausbildungsstätten medizinischen Akademien verschrieben, studierte wohl auch in Padua. Bis heute ist seine Lehre von Makro- und Mikrokosmos Grundlage so mancher alternativen medizinischen Behandlung. Mittlerweile aber auf Grundlage modernster Schulmedizin.

 

Es mag Gründe haben, warum Paracelsus einen Teil seiner Studienjahre in Padua verbrachte: Immerhin hatte sich die älteste Stadt Italiens zu diesem Zeitpunkt längst der Gemeinschaft von Lehrenden und Lernenden verschrieben: Universitas magistrorum et scholarum, wie auch Paracelsus es nennt. Padua ist eine Stadt der Künste, steht Rom an berühmten Baumeistern, Bildhauern und Malern in Nichts nach. Aber auch eine Stadt der der Medizin. 1594 wurde an der Bò, der nach einem „zum Stier“ genannten Gasthaus, das zugunsten der Universität abgerissen werden musste, das Teatro Anatomico eingerichtet. Es handelt sich dabei um einen der ältesten Hörsäle der Welt. Ein interessantes Detail am Rande: Zu dieser Zeit war es seitens der Kirche streng verboten, Menschen zu sezieren. Mit dem Aufkommen der Universitäten wurde das Wissensmonopol der Klöster durchbrochen. Das gefiel dem Klerus gar nicht.

 

Medizinstudenten der Bò und ihre Meister trafen sich aus diesem Gründe nur Nachts. Ein Loch im Boden des von beeindruckenden hölzernen Galerien umrahmten Teatro diente dazu, mit Hilfe eines versteckten Mechanismus für das Verschwinden der Leichen zu sorgen. Heute ist der bis 1872 als Seziersaal genützte Hörsaal eines der vielen baulichen Kleinode dieser Stadt. Abanao und Montegrotto sind aber auf ihre Art nicht minder interessant: Es sind die bedeutendsten Kurorte Europas,  nur wenige Kilometer von der antiken und höchst eindrucksvollen Stadt Padua entfernt.

 

Mit über 80 Grad Celsius quellen die salz-, brom- und jodhaltigen Quellen der Euganeischen Thermen vulkanischen Ursprungs aus dem Erdreich des Poggio de Montirone. Geographisch gesehen aus dem Herzen der Region Veneto.  Aus  dem Moor dieser Quellen wird  Heilschlamm, italienisch fanghi, der ebenfalls thermale Eigenschaften besitzt, gewonnen. ‚Fango’ – weltbekannt -  ist also das italienische Wort für Schlamm. Er besteht aus Substanzen wie Kieselsäure, Aluminiumoxid, Eisenoxid, Tonerde und Magnesium. Fango wird wiederverwertet, nach jeder Anwendung. Fein gemahlen gelangt er in einen biologischen Kreislauf, beginnend mit enorm hoher Hitze, den vulkanischen Bedingungen entsprechend, aus denen er kommt. Lange Monate ruht er, wird dann in weiteren Becken biologisch aufbereitet, die wertvollen Algen können sich entwickeln. Mit zusätzlicher Feuchtigkeit versetzt wird der an sich sehr kompakte Schlamm auf den Körper aufgetragen oder als Packung auf erkrankte Stellen gelegt. Der Kurgast wird dann in Plastikfolie, Leinentücher oder Wolldecken eingepackt.  Eine solche Behandlung dauert zwischen 20 und 40 Minuten, wobei Wärme und Heilstoffe des Fango  drei bis vier Zentimeter tief in den Körper eindringen.

 

Anders ist die Wirkung von Badetorf, also von Fango im Vollbad. Bei Temperaturen  zwischen 38 °C und 40 °C beruht seine Wirkung auf der Erwärmung des  Körperkernes und die  damit verbundene Anregung endokriner und vegetativer Regelkreise. Anwendungen mit Fango haben eine zweitausendjährige Kultur und auch eine entsprechende Erfolgsgeschichte. Er hilft bei fast allen Erscheinungen des rheumatischen Formenkreises, unterstützt die Rehabilitation von Gelenken, Muskeln und Sehnen  nach Unfall- oder Sportverletzungen. Fangopackungen fördern die Durchblutung, regen den Stoffwechsel an und lindern Schmerzen. Und: Er ist ein enorm wirksames Mittel gegen durch Stress bewirkte, bekannt schmerzhafte Muskelverspannungen.

 

Der Erfolg der Stadt Abano terme beruht also auf Tradition. Dass sich die Stadt zusätzlich den Ruf eines modernen Kurortes hat, der sich gesundheitlich wie auch erholungsmäßig ständig weiter entwickelt, beruht auf jenen, die dort für Kur und Tourismus verantwortlich sind.

 

So ist es beispielsweise eine renommierte Hoteliersfamilie, die es sich in den Kopf gesetzt hat, in ihrer Hotelgruppe, den fünf GB-Terme-Hotels, spezifische Ferienangebote zu entwicken, die nach dem Motto ‚Kultur – Natur – Gesundheit’ – ‚New Age – Event – gesunde Ernährung’ und ‚Rehabilitation – medizinische Kurbegleitung - Ferien im klassischen Abano“ verschiedensten Klientels Aufmerksamkeit schenket. Sowohl der Gruppenreiseveranstalter, der seinen Gästen beste Betreuung und gut organisierten Aufenthalt bieten möchte, findet in den GB-Hotels mit mehr als 1500 Betten das für ihn ideale Angebot, wie auch der Liebhaber des gehobenen Familienhotels im k.u.k.Stil, oder der Individualist.

 

In den GB-Gesundheits- und Welnesshotels kümmert sich ein Stab von Mitarbeitern um das persönliche Wohlbefinden, im  medizinisch rund um die Uhr betreuten, eben erst um eine hochmoderne Kurabteilung erweiterten Kurhotel ist es möglich, zusätzlich eigenes Pflegepersonal mitzubringen.

 

Ein hoher Stammgästeanteil in den Traditionshäusern der Familie hat  zum Bau des fünften und größten Hauses geführt – Abano Grand Hotel. Im romantischen Zentrum der Stadt liegt es inmitten großer Parkanlagen und hat, wie alle anderen GB-Hotels, Nutzungsrechte an den Thermen von Abano. Eine davon - sie gehört der Familie – sprudelt im Zentrum der Stadt an die Oberfläche...  Auch hier wird benützter Fango revitalisiert. Dazu gibt es eine hoteleigene Aufbereitungsanlage.  Sie ist für Gäste zugänglich und wird von Thermal SPA Director Dr. Grassetto  mit großem Stolz präsentiert. Denn man hat es in dieser Anlage sogar geschafft, die vulkanischen Algen heimisch zu machen: Das große Zusatzgeheimnis, seinerzeit, in bezug auf die weltweit besondere Wirkung der Heilerde von Abano.

 

Übrigens

In allen GB-Hotels gibt es Chromotherapie. Was das ist? Die Internetseiten der Gruppe geben dazu Auskunft. Und auch zur enorm breiten Palette der Körper-Seele-Geist-betonten Hotelangebote. - ‚Remise-en-form’, beispielsweise, ist auch was Besonderes. Und hoch aktuell bei allen, die New-Age in ihrer Lebensfilosofie integriert haben – oder es wollen: New Age im Sinne einer neuen Ganzheitlichkeit von Leben und Wahrnehmung.

 

Es ist aber insbesondere ein Zitat des Dr. Grassetto, das Animation sein sollte, für einen Besuch Abanos: "Die Fangotherapie ist eine komplexe Reflextherapie mit dreifacher Wirkung: Vaskulär, hormonal, zellulär. Das weckt latente Energiequellen des Organismus". Was an eine uralte, zugegebenermaßen freche Volksweisheit erinnert, hierzulande, betreffend Abano-Kuraufenthalte alleinreisender Herren:  In der ersten Woche will man, in der zweiten Woche kann man – in der dritten Woche muß man.

 

GB-Hotels Abano Terme

Abano Grand Hotel; Hotel Terme Metropole; Grand Hotel Terme Trieste & Victoria; Hotel Termi Due Torri oder La Residence & Idrokinesis

 www.gbhotels.it