Führt durch von Tartaren bewohnte Gebiete

Podlachien ist eine ganz spezifische Region Polens, in der alte Traditionen, Kulturen und Religionen: Katholizismus, russisch-orthodoxes Glaubensbekenntnis und Islam immer noch lebendig sind. Das ist ein einmaliges Kaleidoskop, das die Touristen durch die Entdeckung seiner Elemente berühren können, z.B.: Wanderungen auf den Touristenwegen: Tatarenroute (Klein und Groß). Sie ist mitten in den Hügeln von Suwalki und im Knyszyn-Urwald gelegen.

Tatarenroute Podlachiens führt durch die ehemals von zahlreichen Tataren bewohnten Gebiete, die auf Einladung der polnischen Königs Johannes III. Sobieski im 17. Jh. kamen. Bis heute sind nur wenige Nachkommen, Moscheen und Friedhöfe geblieben.

Die Tatarenroute beginnt mit Denkmälern von Bialystok, dann Suprasl. Der nächste Punkt ist Kopna Gora und dort das Arboretum mit für den Knyszyn-Urwald typischen Wäldern. Den nächsten Baumgarten kann man in Silviarum in Poczopek besuchen und dort eine Sonnenuhr, welche nicht nur die Tageszeiten sondern auch Jahreszeiten zeigt. Der nächste Punkt ist Krynki mit historischen Stadtanordnung und 2 Synagogen.

 

In Kruszyniany kann man eine Moschee, einen moslemischer Friedhof besichtigen sowie sich auf einem tatarischen Bauernhof aufhalten und tatarische Gerichte essen. Von Kruszyniany fahren wir nach Bohoniki, wo wir eine Moschee und einen moslemischen Friedhof besuchen können. Demnächst begeben wir uns nach Malawicze Gorne und erfahren, wie das traditionelle Brot gebacken wird. Von Malawicze fahren wir nach Sokolka, wo wir die Stadt und das Museum des Sokolka-Landes besichtigen. Demnächst besuchen wir den Ort Czarna Wies Koscielna und die Route der Volkshandwerker, deren Aufgabe ist es, die aussterbenden Berufe zu schützen. Eine der touristischen Attraktionen dieser Region ist die Schmalspurbahn in Knyszyn-Urwald. Die Route endet in Bialystok, wo wir unsere Tour begonnen haben.

 

Jedes Jahr im August wird das Festival der Kultur und Tradition Polnischen Tataren veranstaltet. In seinem Rahmen werden Workshops auf folgenden Gebieten angeboten: Kochkunst, Tanz, Reiten und Bogenschießen. Diese Veranstaltung zieht sehr viele Touristen an. Mehrere Tausend Personen haben die Möglichkeit, tatarische Küche, Kultur und Tradition kennen zu lernen. es ist eine perfekte Gelegenheit, sich gut zu unterhalten und mit Multikulturalität von Podlachien vertraut zu machen

 

Die Vorfahren der Tataren wanderten in das heutige Europa am Anfang des 14. Jahrhunderts zu. Nach anstrengenden Bürgerkrieg in einheimischen Ländern schlugen sie hier ihren Wohnsitz auf. Diejenigen, die hier wohnten, mussten ihren Militärdienst ableisten, wofür sie ihre Grundstücke bekamen. Sie hatten auch das Recht, Moscheen zu bauen, die hiesige Frauen zu heiraten und ihre Kinder muslimisch zu erziehen.

Um die Wende vom 16. und 17. Jahrhundert verloren die Tataren völlig ihre Muttersprache und ersetzen sie durch eine andere slawische Sprache. Allmählich begannen sie Polnisch und Weißrussisch zu sprechen. Sie glichen sich der Umgebung und den Sitten gleich an. Deswegen wurden sie als polnische Tataren genannt, obwohl sie sich nach wie vor zum islamischen Glauben bekennen.

 

Im 17. Jahrhundert schenkte der polnische König Johann III. Sobieski den Tataren neue Gebiete - in Podlachien und im Kreis Hrodna (heute Weißrussland). Am Anfang des 20. Jahrhunderts besaßen die polnischen Tataren 19 Religionsgemeinden (dzemiaty), wo sich Moscheen und moslemische Friedhöfe (mizary) befanden.

Die echten Tataren leben in Dörfern Bohoniki und Kruszyniany.

 

 

Tatarische Küche

Die tatarische Küche hat heute viele europäische Gerichte übernommen und an ihre Gewohnheiten angepasst. Besonders empfehlenswert ist "Pierekaczewnik" Blätterteig mit Fleisch- Käse, Apfel- und Pilzfüllung, den die Tataren an Feiertagen essen. Besonders beliebt sind auch tatarische Kolduny - ein Gericht aus Mehl und Fleisch, Pilaw mit Hammelfleisch und frischem Gemüse. Zu den beliebten süßen Speisen gehören: Dzajma mit Honig, "Czak Czak" - Halwa, Mehlsüßigkeit mit Butter, Honig und Nüssen. Zu den Gerichten trinkt man meistens Wasser mit Honig, heute auch mit Zitronensaft nach Geschmack. Den Nachtisch begleitet immer dicker und süßer Kaffee sowie Tee, der in großen Mengen getrunken wird.

www.kruszyniany.pl

 

 

Übernachtung in Kruszyniany - "Gutshaus unter Linden"

Rund um Gutshaus "Dworek pod Lipami" in Kruszyniany gint es eine riesige Erholungsfläche. Die nahe gelegenen Wälder sind ein Paradies für Pilz- Beerensammler und Naturbeobachter. Nur 1 km von dem Hof befindet sich ein Stausee - perfekt zum Angeln und Schwimmen. Das flach absteigende Ufer bietet sichere Bedingungen zum Planschen sogar für die kleine Kinder. Stille, Ruhe und gutes Essen, geben uns die Gelegenheit, sich vom Großstadtlärm zu erholen.