Serbien als Reiseland noch unbekannt - aber im Trend

Ein Land mit langer und stolzer Geschichte

Nach Serbien reisen? Das war die Frage aller Fragen? Eigentlich ist es kein klassischer Urlaubsort – und kaum einer weiß Genaueres über das Land. Und genau das war ein Grund für mich – den unbekannten Balkan zu besuchen – um ihn als

Urlaubsdestination bekannter zu machen und meine Neugier zu stillen. Jetzt nur noch die Anreise planen? Entweder via Airline oder bequem die Haus:Haus-Abholung mit dem Shuttle? Ich entscheide mich für letztere und ab geht‘s an den Balkan.

 

Serbien (erstmalig urkundlich erwähnt 822) grenzt im Osten an Rumänien und Bulgarien, im Norden an Ungarn, im Süden an Mazedonien und Albanien und im Westen an Bosnien, Herzegowina und Kroatien. Die „weiße Stadt“ Belgrad ist Metropole, die Bevölkerung setzt sich aus Bosniaken, Roma und Serben zusammen; Amtssprache ist Serbisch aber auch Serbokroatisch. Serbien ist Transitland; das Land verfügt über Naturschutzgebiete, Natur- und Nationalparks.

Sehenswertes u.a. Flüsse, Flußklippenlandschaften, Festungen, prähistorische Funde, Mammutfriedhof, orthodoxe & byzantinische Klöster (einige davon sind UNESCO Weltkulturerbe), Schluchten – respektive das Eiserne Tor, Kurorte, Weindörfer, Fledermaus- & Tropfsteinhöhle, ziviler und militärischer Flughafen, Gebirge, das Josip Broz Tito Mausoleum (Haus der Blumen) oder die weiße Stadt.

 

Metropole Belgrad

Die weißen Stadt durchqueren jährlich bis zu 40.000 Touristen - Belgrad die Hauptstadt Serbiens; zwei große Flüsse, die 940 km lange (kalte) Save, die in die (blaue) Donau mündet - über die acht Brücken führen - prägen die Stadt; sie ist in 17 Gemeinde untergliedert und besteht aus drei Einheiten: das Herzstück die Altstadt am Westhang der Save, Neu Belgrad und Zemun. Der höchste Punkt Zemuns ist der Berg Gardos mit seinem 35 m hohen Gedenkturm - dem Milleniumtower, von dem man einen grandiosen Blick auf die malerischen Dächer Zemuns, Belgrad und seine Flüsse hat.

Beograd wird oftmals auch das „Paris des Ostens“ genannt und dies mit Recht: breite Boulevards, dazwischen Jugendstilarchitektur und Neo-Renaissance. Von der imposanten Fußgängerzone bis in die Stadtmitte gibt es Einiges zu bestaunen: u.a.: Nationalmuseum & Nationaltheater, davor ein imposantes bronzenes Reiterdenkmal aus dem 19.Jahrhundert und bekannter Treffpunkt in der Stadt, die Kathedrale des Hl. Sava mit großen Kuppeln – sie ist die größte orthodoxe Kirche Serbiens - aber auch weltweit und auf europäischem Festland. Das mit grandios vergoldeten Fresken dekorierte Kellergewölbe muß man einfach sehen. Unter dem Kirchenboden findet man die Krypta des Hl. Sava und die Grabkirche des Hl. Prinzen Lazar, das alte mit Kopfsteinpflaster bedeckte Künstlerviertel Skadarlija - „das Montmartre“ von Belgrad ist reich an Kneipen, die der "Hauch alter Zeiten" umgibt.

Das Wahrzeichen und bedeutendster Denkmalkomplex eines der ältesten Städte Europas, ist die Belgrader Festung Kalemegdan – auf einem 50m hohen Kalkstock oben im Mündungswinkel von Save und Donau liegt ein großes Plateau; man

hat einen atemberaubenden Blick auf Belgrad von den Stadtmauern aus. Erste Festung wurde von den Kelten erbaut; ihr heutiges Ausssehen - der eklektische Stil stammt von den Römern, Byzantinern, Ungarn und Türken. Boulevards, Parkanlagen, die österreichische Botschaft oder einer der ältesten Plätze der Stadt - der Studentenplatz runden das Bild der Altstadt ab.

 

Unsere Anreise (Tag 1) beginnt mit der Abholung zu Hause via Shuttle (organisiert von der Agentur Pinkum), die ein neues Konzept anbietet, das Haus:Haus-Shuttleservice. Dh. die Gäste, die nach Serbien auf Urlaub reisen, werden bequem von ihrem Wohnort abgeholt, an den Urlaubsort gebracht und wieder nach Hause chauffiert:

Angekommen nach ca. 700 km Autofahrt im antiken pinkum Velinko Gradiste, an den Ufern des Silbersees – beziehen wir gleich unsere Zimmer - ein Teil der Mitreisenden in der Vila Milo und der andere Teil in der Land Vila Dragan; Wohlfühl-Gästehäuser: eines ruhiger und etwas außerhalb des Sees und die Vila Milo 250 m entfernt vom See;

 

Tag 2 Atelier, Velinko Gradiste, Festung Ram, Stammbalkenhaus, Camping am Silbersee

Nach einer kräftigen Jause geht’s gleich zum Atelier Galerie ZEJA478, wo wir den Künstler, Bildhauer, Grafikmeister und Dichter mit all seinen Bildern/Werken kennenlernen; bei Dusko Zeja Jovanovic dreht sich fast alles um „Die FRAU“ als Huldligung an ein vergessenes Matriarchat – was sich auch in seinem Leitsatz „Kunst wird mit Hilfe von Wasser und Frauen erstellt“ und in den Bildern widerspiegelt. Er verwendet Materialen wie Hölzer, Sand, Steine, Glas oder Knochen; im anschließenden Museumsraum findet man mechanische Uhren, altes Geld, Briefmarken, historische Fotos oder Keramikgegenstände uvm.

Leider müssen wir uns von den faszinierenden Arbeiten losreißen; weiter geht die Exkursion ins Zentrum zur Kirche des Hl. Erzengel Gabriels (19. Jhd. erbaut), dem Rathaus, Stadtpark mit dem Vlastimir Pavlovic Carevac Denkmal (berühmter serbischer Geiger) und zum Getreidemarkt.

 

Der nächste Programmpunkt ist die magische und sternförmige Festung Ram aus dem 15. Jahrhundert, wo die Flüsse Tisa und Nera in die Donau münden. Die Reste der mittelalterlichen Burganlage (Sultan Beyazid II.) dienten seinerzeit als Artilleriefestung; Noch heute zu sehen: Hauptturm, vier Ecktürme mit Verbindungsmauern und Kamine; hier oben wird man mit einem atemberaubenden Blick - auf den weitläufigen Abschnitt der Donau, das Dorf Ram und die mit roten Ziegelsteinen gebaute orthodoxe Kirche - für den etwas erschwerlichen Aufstieg belohnt. Unterhalb des Hügels – in einer ehemaligen Karawanserei – hat ein Cafe seinen Platz gefunden.

Da wir die Festung samt natürlicher Grenze zwischen Serbien/Rumänien vom Wasser aus fotografieren möchten, entscheiden wir uns spontan zu einer Donauschifffahrt mit dem Restaurantschiff ANA, deren Anlegestelle sich nahe der Festung befindet. Wir verteilen uns auf dem Schiff, um die besten Position für unsere Kamaraschüsse zu bekommen, als plötzlich der Kapitän uns mitteilt, daß sein Schiff leider nicht auslaufen kann, aufgrund des starken Windes und der peitschenden Wellen – wir waren alle sehr enttäuscht – aber Sicherheit geht vor.

Natürlich haben unsere Guides Dragan und Milo immer ein Ersatzprogramm parat – Weiterfahrt zum Silbersee (srebrno jezero). Besichtigung Stammbalkenhaus und Campingplatz Srebrno jezero in Veliko Gradiste. Er zählt zu den ältesten und größten Serbiens. Liegt am Ufer des Sees - ein 14km langer und 300m breiter Nebenarm der Donau mit seinen Stränden bei Kisiljevo und Beli Bagram. Ein paar Gehminuten weiter steht das Stammbalkenhaus, das größte am Balkan – geplante Fertigstellung im Sommer 2021. Der exklusive Wellness-Wohlfühl-Komplex mit 10 Zimmern besteht aus Zirbenholz. Diesem edlen Holz wird positive Wirkung – bezogen auf Wohlfühlen und geruhsamen Schlaf – nachgesagt. Stammbalkenhaus deshalb, weil alles mit/aus diesen kostbaren (Zirben)stämmen gebaut wird.

Müde, vom heutigen Tag, freut sich jeder auf sein bequemes Nachtlager in der Villa, um morgen wieder fit in den neuen Tag zu starten.

 

Tag 3 Taubenburg, Fliederweg, Bootsfahrt, Kloster Tuman

Gut ausgeschlafen geht’s frühmorgens in das Hafenstädtchen Golubacdas an der Donau und zur Grenze Rumäniens liegt. Die Straße verläuft entlang der Donau, die Golubac mit anderen Städten verbindet; der Tourismus konzentriert sich einerseits auf denm Flußweg (Donauschifffahrten) und andererseits auf Sportarten wie Segeln, Rudern, Radfahren (Hartgesottene

radeln auf dem Donauradweg in Richtung Schwarzes Meer) oder Wanderungen durch den Nationalpark Derdap (serbischer Nationalpark &  größe Flußklippenlandschaft Europas).

Nachdem wir Sasa, den Tourismusverantwortlichen Golubacs treffen - rijetko sretao tako lijepog čovjeka iz turizma!, geht’s mit ihm zur Besichtigung der Segelschule und anschließender Bootsfahrt zum Highlight des Tages, dem architektonischem Juwel, die einst wichtigste Militärfestung am ganzen Balkan Golubac (Taubenburg) am Eingang der Schlucht Eisernes Tor. Im 14. Jahrhundert erbaut, war sie in der Römerzeit ein strategisch wichtiger Punkt. Sie besteht aus einer Ober- und Unterburg und die 25m hohen Türme sind mit einer Bastion verbunden, der 8-eckige Turm mit Plattform für Kanonen wurde zum Hafenschutz direkt am Flußufer errichtet. Einige Bauten stehen aufgrund des ansteigenden Wasserspiegels unter Wasser; der Ausblick ist noch immer gleich faszinierend wie damals als die mittelalterlichen Herrscher ihre nächsten strategischen Schritte aus der Vogelperspektive planten. (Kunst)Ausstellungen, Konzerte und Theaterstücke beleben die Festung.

Gegenüber der Festung befindet sich der Fliederweg - unbedingt, wegen der grandiosen Aussicht auf die Festung und das verlassene Bergwerk - Zeit für diese kleine Wanderung einplanen.

 

Nach einer kurzen Teepause fahren wir weiter ins Dorf Snegotin zum serbisch orthodoxen Kloster Tuman. Die Pfarre ist dem Erzengel Gabriel geweiht; Radoje Arsovic Arzt und späterer Missionar – liegt hier begraben, seine sterblichen Überreste waren nach 70 Jahren frei vom Verfall – dh. 2017 Seligsprechung; ebenso die sterblichen Überreste vom Hl. Zosimus von Tuman (Sinait der Wundertätige - Mönch vom Berg Athos) die das zentrales Relikt des Klosters sind; viele Menschen pilgern hier her, um sich für ihre Sorgen den Segen zu erbitten; zur Heilquelle nahe des Klosters kommen jährlich tausende Pilger.

Es ist spät geworden und der Magen knurrt – da bietet sich das kleine aber feine serbische Fischrestaurant nahe des Klosters an; wir ließen unseren Gaumen freien Lauf.

Tag 4 Pozarevac, Frieden von Passarowitz, Museen, Gestüt Ljubicevo, Park Vimiacium, Mammutskelett

Der heutige Tag bringt uns ins Landesinnere zur geschichtsträchtigen Stadt Pozarevac bekannt durch den Frieden von Passarowitz – unterzeichnet 1718 zwischen Türken und Österreichern am Tulba Hügel. Slobodan Milosevics wurde hier geboren, Josip Broz Tito hatte seine Sommerresidenz in Pozarevac. Zu sehen: Gedenkstätte (2. Weltkrieg) Cacalica (über 3.000 Serben fanden hier durch die Deutschen den Tod); Geburtshaus & Museum der jugoslawischen Dichterin/Malerin Milena Pavlovic Arili, Wegbegleiterin der modernen serbischen Kunst. Etwa 900 Kunstwerke und designte Kleider der Künstlerin sind ausgestellt, das Nationalmuseum mit Artefakte aus Viminacium; im anschließenden Garten befindet sich ein Lapidarium (Sarkophage); zum Museum gehört ein EthnoPark mit traditionellen Holzbauten.

Und da der heutige Tag Bullenhitze verspricht, suchen wir im  (Kulturerbe) Gestüt Ljubicevo Stall (Geheimtipp für heiße Sommertage mit Schatten spendenden Baumalleen nahe der Stadt); der einstige Militärstall ist heute der einzige staatliche Pferdestall in Serbien (gegründet 1860 vom ehem. Machthaber Serbiens Prinz Milos Obrenovic). Ein weißes Denkmal wurde dem Pferd Ljubicevac gewidmet, das 1974 als erstes siegte. Im September finden alljährlich Reitturne statt.

Nach diesem erholsamen Ausflug im Gestüt besuchen wir den archäologischen Park Vimiacium (Pompeji Serbiens) und die Ausgrabungsstätte der römischen Zeit auf serbischen Boden im Städtchen Kostolac. Große Teile der römischen Stadtanlage liegen unter Äcker und der Rest unter der Mine Drmno (letzte aktive Steinkohlegrubenmine). Sehenswertes: Tempel. Pferderennbahn, Bäder, Straßen, Plätze, das Nordtor und eine große Ansammlung von Gräbern, deren Inhalte teilweise aus purem Gold waren. Highlight ist das nahezu unversehrte,  in hockender Haltung aufgefundene - Vika - ( ca. 5 Millionen altes) Mammutskelett in einer alten offenen Kohlengrube (7 Tonnen schwer und 4 m hoch); weitere Mammutskelette (Urmammut) wurden freigelegt – 2009 Entdeckung eines Mammutfriedhofes; 2012 wurde der 1.500 km2 große Mammut Park Viminacium, der 30m unter der Erde liegt, eröffnet. Im naheliegenden Museum kann man ein kaiserliches Mausoleum, einen unterirdischen Gang mit zwei Grabkammern, Wandmalereien und die 35cm große Jadeskulptur bestaunen.

 

Tag 5 Lepenski Vir, Eisernes Tor, Fledermaushöhle, Decebalus Statue, Tabula Traina, Bienenfarm 

Nach einem erfrischenden Donauspaziergang in der Früh geht die Autofahrt heute nach Tekija direkt in die Karpaten und durch das Eiserne Tor, vorbei an römischen Kultstätten zur bedeutendsten prähistorischen Fundstätte – nahe der Festung am Ufer der Donau Lepenski Vir: eine Ausgrabungsstätte der Steinzeitkultur, der ältesten Europas aus der Zeit von 7.000 bis 6.000 v.Chr. In einer riesigen, glashausähnlichen Anlage können Reste der Behausung der Urmenschen samt ihren erstaunlichen Kultgeräten und Kunstwerken besichtigt werden (übrigens die kostbaren Originale sind im Belgrader Nationalmuseum sicher aufbewahrt). Mit ca. 250 entdeckten Hüttenbauten ist es eine der geschichtlich größten Siedlungsstätten der Jungsteinzeit. In den Häuser fand man einerseits Steinskulpturen – sie stellten die bisher ältesten und bekanntesten dar. Ihr Aussehen ist futuristisch: flach ausgearbeitete Fischmäuler, lange Nasen sowie Augen, die fremdartig glotzen und andererseits rätselhafte Arabesken, Hirschgeweihe, Werkzeuge, Messer oder Skelette. Das überdachte Besucherzentrum – resp. die Fundstätte erstreckt sich über 3.000 m2.

 

Die Zeit drängt, um uns alles genau anzusehen, denn Dragan hält schon den nächsten Höhepunkt für uns bereit – eine Bootsfahrt durch das Naturjuwel und Europas imposantesten Taleinbruch - Eisernes Tor: Wildheit, eindrucksvolle Geschichte und atemberaubende Landschaft werden uns auf dieser Fahrt begleiten. Das Eiserne Tor an der Donau – bis 1972 (Entschärfung - Kraftwerk) galt für die Schifffahrt als besonders gefährlicher Flußabschnitt.

Nach Anlegen der Schwimmwesten schippern wir mit einem etwas kleinen Boot gegen den Strom - an der schmalsten und tiefsten Stelle der Donau vorbei (86 m/200 m); trotz der Gefahr beginnt hier die schönste Strecke des Donaukessels. Die 300 m felsig imposanten Steilwände erscheinen teilweise als schwebten sie über dem Wasser. Wir queren die Stromschnellen und das Wasser spritzt uns ins Gesicht – ein wenig mulmig ist uns doch – aber der Kapitän hat das Boot gut im Griff. Siehe da, plötzlich

schaukeln wir zwischen Rumänien und Serbien hin und her; in der Flußmitte – der Staatsgrenze zu Rumänien - achten (rumänische) Polizeischnellboote darauf, daß diese nicht überschritten wird. Man fühlt sich hier sehr sicher!

 

Flußabwärts – wir fliegen fast über den Wellen – kommen wir zu einer faszinierenden Höhle (Fledermaushöhle), einem ca. 1,6 m langen Durchgang unter einem Bergmassiv nach Rumänien – wir fahren so weit wie möglich an die Höhle heran; hier sollten mindestens 36 Fledermausarten beheimatet sein, die unter Naturschutz stehen; leider bekommen wir keine kleinen Vampire zu Gesicht, obwohl das Boot ganz still verweilte. Führungen durch die Ponistera Ponicova kann man nur von Rumänien aus buchen. Nach dem Fotoshooting fahren wir weiter und kommen aus dem Staunen nicht heraus. Sehenswertes: das malerische Nonnenkloster (rumänischer Seite im Nationalpark Eisernes Tor) Mraconia; während der russisch österreichischen Türkenkriege im 18. Jahrhundert. zerstört, 1931 aber wiederaufgebaut – die Ruinen wurden leider durch den Staudamm geflutet. Der heutige Bau stammt aus dem Jahre 2.000; 'Weiterfahrt zur 55 m hohen und 25 m breiten majestätisch - streng auf die Donau und sein ehemaliges Reich blickende Decebalus Statue des Drakenkönig; sie wurde in 10 Jahren Bauzeit in den Berg gemeißelt und ist die größte Felsskulptur Europas; Kosten ca. 1 Mill. US$ - der letzte König von Dakien, Decebalus wurde von Trajan besiegt und tötete sich, um nicht in Gefangenschaft zu kommen; vor der Fertigstellung des Kolosses starb Constantin Dragan (Gönner) und es gab kein Geld mehr für den letzten Feinschliff; die Inschrift (unter dem Gesicht) lautet: „Decebal Rex Dragan Fecit – König Decebal von Dragan erbaut“; der Göner meinte wohl, daß er gleich einem König ist 😉; markant sind die steinernen Ruinen der Turmkolosse der Cetatea Tricule – wovon einer unter Wasser liegt; die Trajansbrücke – es sind noch Überreste zu sehen, über 1.000 Jahre war diese Brücke die längste der Welt auf 20 Pfeilern mit einer Stützweite von je 38m; schlußendlich erreichen wir den letzten imposanten Punkt unserer Bootsfahrt mit der gewaltigen Tabula Traiana, eine in Stein gemeißelte Inschrift des Kaiser Traian zur Fertigstellung der Donau-Süd-Straße - ein aus dem Felsen ragender weißer Marmorblock - nur vom Wasser aus sichtbar.

Nach dieser aufregenden und beeindruckenden Donaufahrt brauchen wir etwas Nervennahrung; und was eignet sich da am besten die  Bienenfarm, um Honigspezialitäten zu verkosten; die Familie Zivkovic im Dorf Biskuplje züchtet seit 1947 Bienen und produziert Honig; ihre Honig-Erzeugnisse ab Hof helfen einerseits bei medizinischer Problemen (Bronchitis, Leber, Galle….) oder als Honigvariationen wie u.a. Raps-, Wald-, Blüten-, Akazien- oder Wiesenhonig und andererseits Honigprodukte Gelee Royal, Propolis Salbe, Honig in Waben, Pollen, Obst in Honig oder Bienenbrot . Aber natürlich auch alle leckeren Köstlichkeiten, die man aus Honig herstellen kann; nach unserer „süßen Verkostung“ kommen wir zur Erkenntnis „Honig ist nicht nur Honig“.

 

Tag 6 Vrsac, Fähre, Weingüter, serbischer Heuriger, Denkmal älteste Weinrebe, Hotel Villa Breg

Unser letzter Erlebnis-Tag ist angebrochen und wir haben heute noch Einiges vor, auf das wir uns ganz besonders freuen – Weinverkostungen & serbischer Heuriger inklusive (Auto)Fähre. Nachdem wir heute etwas später starten – müssen wir uns sputen – um nicht zu spät zur Fähre zu kommen. Die trajekt überquert den  mächtigen Donauflußlauf und setzt aufs neues Land über. Unser Ziel ist Vrsac (deutsch Werschetz), der ehemaligen österreich-ungarischen Monarchie mit einem Flughafen; 18 km von der rumänischen Grenze und 80 km von Belgrad entfernt, mitten in einem riesigen Weinbaugebiet; die spezielle Anbaugebiet hier sind für den Riesling, Welschriesling, Weißburgunder, Muskat Ottonel oder Traminer. Sehenswertes: u.a. Festung von Vrsac mit einem Turm, altes und neues Rathaus, Stadtpark mit Partisanen-Büsten, Stadtmuseum, römisch-katholische Kirche des Hl. Gabriel, serbisch-orthodoxe Kloster Mesic und eine Pilotenakademie. Der ganze Stolz des Städtchens sind ihre Blumenvorgärten; unser Ziel die Weindörfer mit Heurigen – die Gegend ist berühmt für ihre (alten) Reben; gut mit dem Radl erreichbar ab Fähre oder auf den vielen Rad-Wander-Wegen.

 

Wir kehren beim Weingut Josef Nedin in Gudurca ein. 1994 als Familienunternehmen eröffnet. Nach Besichtigung der Kellerei, des Heurigen und dem Denkmal der ältesten Weinrebe (steht inmitten der alten Rebsorten seit 500 Jahren) geht’s zum Verkosten der verschiedenen Edelbrände und Weinsorten wie Weißburgunder, Traminer (regionaler Wein), Rheinischer Riesling & Muskat Ottonel. Unbedingt die Spezialität des Hauses probieren Beli Krst (= weißes Kreuz, der Cuvee aus allen vier Sorten). Natürlich dürfen beim Heurigen die warmen Speisen nicht fehlen u.a. Gulasch, Ripperln, Spanferkel, Hendl, Knödel, Kraut oder die Brettljause. Uns rann das Wasser im Munde zusammen, ob der leckeren Speisen und edlen Tropfen; natürlich mußten wir alles probieren; hier lassen wir den letzten Abend ausklingen – sind wir doch mit dem Shuttle unterwegs und brauchen keinen Alktest fürchten 😉; ein herrliches Gefühl aber mit ein wenig Traurigkeit vermischt, daß wir morgen den unbekannten Balkan, der uns mittlerweile sehr vertraut ist, verlassen.

Bevor wir in unsere Villen zurückkehren – machen wir noch einen allerletzten Abstecher ins 4*-Hotel Villa Breg in Vrsac; das noble ‚Berghang-Hotel mit Pool, Mamorlobby und großer Sonnenterrasse – von hier oben eine atemberaubende Aussicht auf die umliegende Pannonische Tiefebene. Spezialität des Hauses ist die legendäre serbische Cremeschnitte; natürlich darf der exquisite Wein dazu nicht fehlen; wir genossen im wahrsten Sinne des Wortes die letzten (Sonnen)Stunden unserer Erkundigungstour durch Serbien.

 

Tag 7 Belgrader Stadtbesichtigung, anschließend Rückreise mit dem bequemen ShuttleService (Pinkum touristic)

Nach einer entspannten Nacht – gut ausgeschlafen und noch typisch serbisch gefrühstückt – geht’s noch auf einen Abstecher nach Belgrad zu einem Stadtbummel und dann leider wieder  bequem zurück mit dem „Homeshuttle“.

 

Fazit: Die ereignisreichen Tage gehen viel zu schnell - in einem Land fern von Touristenströmen - dem Ende zu. Serbien das zugleich modern und alt, exotisch und traditionell ist, in dem es noch Vieles zu entdecken gibt, das einen gewissen Charme versprüht, Großartiges zu bieten hat, wie beispielsweise üppige deftige Balkanküche, exzellente wohlmundende Spitzenweine, den unvergleichbaren Sliwowitz bzw. Edelbrände, Mammutfriedhof, außergewöhnliche Flußklippenlandschaften oder  Geheimnissen und Geschichten rund um die Donau.

Jeder Reisende, der etwas Besonderes sucht, seinen Entdeckergeist wecken will und das Geldbörserl schonen möchte, wird in diesem kleinen Land das Passende finden: sei es vom pulsierend, lebhaften und dynamischen Nachtleben Belgrads sowie der anderen Städte über ländliche Ruhe und Entspannung in der Natur bis hin zu Villen, Hotels, Pensionen und das alles zu moderaten Preisen (zum Glück gibt’s hier keine Euros)!!

Für mich steht fest, ein Wiederkehren ist auf alle Fälle vorprogrammiertSerbien hat mich fasziniert und erstaunt – die Menschen sind freundlich, hilfsbereit und wertschätzen ihre Gäste; ich kann Serbien nur bestens weiterempfehlen und wir alle hoffen auf ein baldige Ende dieses Virus, damit auch Serbien resp. der Balkan wieder Urlaubsgäste begrüßen kann! – denn ohne die Gäste gibt es auch keine Könige! Wegen dieses Virus leidet der gesamte Tourismus auf der ganzen Welt.

                                    „želim Srbiji najbolje i da se uskoro ponovo otvori bez testa i virusa“!!!!!

PS. posebna zahvalnost naša dva saputnika Milo i Dragan; dali su sve da nam pokažu Srbiju i da nam je učine nezaboravnom!

Einige Reiseinfos:

Alle Buchungen über Pinkum Touristic betreffend Exkursionen, Hotels, Reisewünsche, Anreise (bequem von Haus-Haus-Abholung via Shuttle/Bus)* Flüge von div. Bundesländern, Preise, div. Packages etc. (siehe unten Ferienvila Land). Wer gerne im Katalog blättert  – keine Problem - wird zugesandt.

*Ein NEUartiges spez. SERBIEN-Service bietet die Agentur Pinkum Touristic seinen Gästen an: die Haus:Haus-Abholung; der Gast wird von seiner Wohnung abgeholt samt Gepäck - fährt bequem in den Urlaub und wird dann wieder – nach Ende der Reise zu seinem Wohnort samt Gepäck gefahren! Einmaliges, bequemes, sicheres Service und das zu kleinen Preisen!!!!

 

Villen/Pensionen/Appartments:

-Appartments panoramags2018@gmail.com/Panorma Velinko Gradiste nahe Silversee

-Vila Milo: nahe Silbersee 4* Haus, 250m zum Donaustrand; sehr empfehlenswert, nettes Personal und auch der Chef persönlich kümmert sich um die Gäste (Milosavljevic Branivoje); eine Wohlfühlvilla - Frühstück kann dazu gebucht werden, 12 DZ, TV, Klima Minibar, Balkon, WLAN; http://www.vilamilo.com./de/Tel. +381-65 316 11 98 /email: branivoje@vilamilo.com

-FerienVila Land - Pinkum Touristic: die Villa ist von einen großen Garten (Lavendel+Gemüse) umrundet und liegt ruhig; 3 DZ Klima, Safe, WLAN, TV, Dusche, Frühstück aufzahlbar; http://www.pinkum-touristic.com/rooms_vfal.html;Tel. +43-(0)664 2445150/pinkum.touristique@gmail.com; Dragan Djurdjevic für Gäste die es etwas ruhig mögen;

-CarCamping Silbersee, Tel. +381-12-7662619; carcampingsilverlake@gmail.com,http://www.camping.rs/de/c/campingplatz-srebrno-jezero-serbia/ Ivan Djuric; Öffnungszeiten vom 1. Mai bis 1. Oktober; Reservierung ca. 1 Monat vorher erforderlich;

 

Sehenswertes:

-Atelier ZEJA47 http://www.pigoza.com/promeniJezik.php?nj=deutsch/oder in Wuppertal (D) dzjovanovic@aol.com und Serbien

-HonigFARM Fam. Zivkovic in Biskuplje http://www.pcelarskafarmazivkovic.rs

-Pekara EMA Bäckerei - Inhaberin Sladana Stojkovic 2004 Eröffnung der Bäckerei; heute 35 Mitarbeiter; die Filiale an der Strandpromenade/Silbersee bietet seit Kurzem ein Frühstücksbuffet mit regionalen Produkten an; neben versch. Brotsorten findet man hier auch Mehlspeisen, süßes und salziges Gebäck sowie Burek. Eine weitere Filiale findet sich im Stadtkern von Velinko Gradiste. Der Wunsch von Frau Stojkovic weiterhin eine gut florierende Bäckerei zu führen mit ihren Kindern Geschwistern und Mitarbeitern. Tel. +381-642517666 /pekaraema@gmail.com

Kloster Tulman im Dorf Snegotin Tel. +381-12-675195 Bootstour

Eisernes Tor Boat Ride, Voznja Camcemhttps://www.facebook.com/Voznja-camcem-po-Djerdapskoj-klisuri-BOAT-RIDE-2120013134903002Gestüt

Ljubicevo Stall (Pferdegestüt) Übernachtungen, Reitausflüge, Reitspiele und Wagenfahrten, Aventurepark/jpljubicevo@gmail.com

 

Beste Reisezeit Ende April bis Oktober

Währung serbische Dinar – unterteilt in 100 Para10 Euro = 1175,35 RSD/1200 RSD = 10,24 Euro

Kein Leitungswasser trinken

Kontakt bei Problemen oder Dragan (Pinkum touristic)

Botschaft Serbien (A) +43-(0)1-713295-5

Botschaft Serbien (D) +49-30-8957700

Auslandsreiseversicherung unbedingt abschließen (www.werner-wessely.at) (bei SWS 5,6 leider nicht möglich);

Anreise via Airline, Auto oder NEU via Shuttleservice (siehe oben)

 

Serbisch sprechen….

Guten Tag         dobar dan

Danke, bitte      hvala izvolite

Wie spät ist es  koliko je sati

Ich brauche Hilfe trebam pomoć

Wo ist die Post/wo die nächste Polizei   gde je pošta gde je najbliža policijska stanica

Was kostet es koliko to kosta/was ist das es šta je to

Wo ist eine Bank (Sparkasse) gdje je štedionica

Ich verstehe Dich nicht ne razumem te/ sprichst du deutsch govorite li na nemačkom

Grenze/verboten/erlaubt ograničenje / zabranjeno / dozvoljeno

Wo ist das Krankenhaus,/wo ist der nächste Arzt gde je bolnica / gdje je najbliži liječnik

 

Einige Insider-Tipps, um sich mit der deftig schmackhaften serbischen Küche vertraut zu machen:

Serbien entwickelt sich in den letzten Jahren zu einem Zentrum für Gourmets und guter Küche. Es gibt eine große Palette von hervorragenden Lokalen, die eine weite Bandbreite von internationaler bis zu traditioneller serbischer Küche anbieten. Die vielen Fischspezialitäten, Grill- und Schmorgerichte, guter Käse und die in der Sonne gereiften Gemüse aus lokaler Produktion tun das ihrige dazu; die traditionellen Gerichte sind in der Regel mit lokalen Gewürzen verfeinert und werden begleitet durch die süffigen lokalen Weine, das einheimische Bier oder einen der traditionellen Bränden.

 

Restaurant Viking In Golubac www.restoranvikingin.com

Restaurantschiff ANA company_stokic@open.telekom.rs Tel. +381-63-481839 RAM

Weingut, Heuriger, Kellerei, ab Hof VK  Nedin im Dorf Gudurica Tel. +381-13-881076

exzellente Weine, Edelbrände und schmackhafte Küche…vinarijanedin@gmail.com

Kafana obilicev konak Fischrestaurant nahe Kloster Tuman Tel. +381-12-675130 (+381-62-1915700)

Kasina kod Ajduka Veliko Gradiste https://kasinakodajduka.rs/kontakt/kasinakodajduka@gmail.com

Restaurant Elite Pavlovcic https://www.tripadvisor.at Hotel_Review-g304089-d6672175-Reviews-Ellite Pozarevac_Central_Serbia.html  milosellite@gmail.com

Kafana Jedro nahe dem Campingplatz Velinko Gradiste https://de.restaurantguru.com/Ethno-Kafana-Jedro

                                                                                                                                                                                                    fotocredit: Ralf Flucke