Zypern fördert die Fortpflanzung

Jedes Jahr landen zahlreiche Meeresschildkröten in der geschützten Lara-Bucht auf Zypern, um hier in Ruhe ihre Eier abzulegen. Zypern fördert die Fortpflanzung gefährdeter Tierarten durch besondere Schutzmaßnahmen.

 

Zwischen Mai und September besiedeln die scheuen Meeresschildkröten, von denen es in unseren Meeren nur noch rund 400 Stück ihrer Art gibt, die Bucht von Lara auf der Akamas-Halbinsel westlich von Pafos. Die Weibchen der Grünen Meeresschildkröte – auch Suppenschildkröte genannt – und der Unechten Karett-Schildkröte kehren hierher an ihren Geburtstrand zurück, um sich fortzupflanzen und in selbst gegrabenen Löchern rund 100 Eier in der Größe von Tischtennisbällen abzulegen. Zypern hat für dieses besondere Naturschauspiel 1989 fünf Strandabschnitte in der Lara-Bucht, die eine einmalige Fauna zu bieten hat, zum Schutzgebiet erklärt. Diese Schutzzonen, welche sich über eine Strecke von rund zehn Kilometern erstreckt, dürfen Urlauber nur unter fachkundiger Führung besuchen.
 

Mit dem Lara-Projekt hat es sich das Fischereiministerium des Landes zur Aufgabe gemacht, die ausschlüpfenden Schildkröten, von denen oftmals nur eine von 100 überlebt, vor ihren tierischen Feinden zu schützen. Zu diesen gehören in freier Wildbahn Füchse, Habichte, Krähen und andere Meeresbewohner. Eine große Gefahr stellt für den Schildkröten-Nachwuchs aber auch der Mensch dar.

Zunehmend verbaute Strände und reger Badetourismus entziehen den scheuen Meeresbewohnern, die unter normalen Lebensbedingungen bis zu 50 Jahre alt werden und eine Größe von einem Meter erreichen können, zunehmend den Lebensraum weltweit.

Aus diesem Grund weist am Eingang der Lara-Bucht ein Hinweisschild auf die Schutzmaßnahmen zur Fortpflanzung der Meeresschildkröten hin. Gäste dürfen das Natur belassene Gelände nur im Winter uneingeschränkt betreten und nutzen.

www.visitcyprus.com

Diese E-Mail-Adresse ist gegen Spambots geschützt! Sie müssen JavaScript aktivieren, damit Sie sie sehen könne