Ein in Vergessenheit geratenes Kochgerät

Dem sparsamen Wirtschaften gegen Ende des 19. Jahrhunderts verdankt - das in Vergessenheit geratene Kochgerät seine Entstehung. Die "Kochkiste", vor allem im Ennstal verwendet, wurde durch das, von der ehemaligen Hausfrauenschule-Leiterin Betty Hinterer in den 30er Jahren verfaßte "Grabnerhof-Kochbuch" bekannt.

Die Kiste oder Körbe kamen nicht nur „als Warmhaltekanone“ auf den Feldern zum Einsatz sondern erleichterten auch schon damals den berufstätigen Frauen die Haushaltsführung. Morgens wurden die Speisen kurz erhitzt und dann in der Kochkiste/Korb fertig gegart. Somit war in Zeiten knappen Brenn- und Heizmaterials ganztägig warmes Essen gesichert.

 

In Kooperation - der Kochkiste "neues Leben" einhauchen

Die zündende Idee, das Gerät wieder zum Leben zu erwecken, kam der Sölkstub'n Wirtin als sie das Kochbuch Betty Hinterers durchblätterte; plötzlich stieß sie auf die detailierte Beschreibung der Kochkiste und deren Anwendung. Und sie entschloß sich spontan zu handeln: in Zusammenarbeit mit den Schülern der Land- und Fortwirtschaftlichen Fachschule Gröbming (LFS) und dem Naturpark Sölktäler konnten Prototypen der Kochkiste mit Materialen des 21. Jahrhundert angefertigt. werden. Getestet wurde – der in Vergessenheit geratene Haushaltsgegenstand - von der Sölkwirtin in St. Nikolai, die sofort und voller Euphorie begann, in der 100 Jahre alten Kiste köstliche Gerichte zuzubereiten. Und das Resultat kann sich sehen lassen: wohlschmeckende Speisen und dazu noch auf Energiesparmodus.