Eine (Genuß-)Entdeckungsreise der besonderen Art

Per pedes oder Rad - durch die Oststeiermark und das Thermenland

Für viele ist die Oststeierrmark der Garten Österreichs, in dem Tradition und Nachhaltigkeit leidenschaftlich nebeneinander leben. Hier verstecken sich nicht nur Kraftoasen und Schaugärten sondern auch Heilthermen - so ist alles auf einem Fleck, um die Seele baumeln zu lassen. Almwiesen mit Wildkräutern und Orchideen laden zu aussichtsreichen Panoramawanderungen ein. Romantische Blumendörfer aber auch Wein- und Obstgärten runden das erholsame Bild ab. Es wäre eine romantische Landschaft, würde nicht auch die kulinarischen Schätze gewürdigt werden: u.a. Apfel, Hirschbirne, Almochse, Berglamm, Labonca Schweine, Kernöl und frischer Rebensaft bei den Buschenschänken.

 

Die Oststeiermark ist eine Genußregion par excellence

Mittlerweile nennen sich viele Gegenden in Österreich Genußregion. Mit Recht natürlich, aber die Oststeiermark ist trotzdem etwas Besonderes. Hat sie doch etwas an sich, was nicht alle Genußregionen bieten können: die "GenußCard" - ein Wegweiser zu den besten Genuß-Haltestellen in der Region.

Über 120 mal kann man hier auf wahren Genuß treffen und zwar mit einer Eintrittskarte, die im Thermenland und in der Oststeiermark ab der ersten Nächtigung ausgegeben wird - in einem der 100 Partnerbetriebe. Die Card öffnet Ausflugszielen Tür und Tor; ab drei Nächtigungen kann man mit der Karte eine von vier Thermen im Thermenland Steiermark kostenlos besuchen.

Tourbeginn in Oberfeistritz im Biohof Schloffer: bei einer Führung und Verkostung lernten wir den Bio Obstbaubetrieb und die Schnapsbrennerei der Fam. Schloffer näher kennen. Karl Schloffer war einer der 23 Gründer der Marke Abakus (die höchste „Vergeistung des Apfels“- der weltbeste Apfelschnaps und seine Herstellung ist streng geheim); nach der Besichtigung des Hofes stand eine Obstgartenführung am Programm, bei der man die Früchte direkt vom Baum oder Strauch pflücken und verkosten konnte. Dabei gab der Hofbesitzer einige seiner Geheimnisse zB. des „Jausenwindes“ oder die Kunst des „Schnapsbrennens“ preis. Der Biohof hat auch Privatzimmer - hier ist `Natur pur` fühlbar.

 

Fahrt nach Anger/Edelschachen: von hier aus wanderten wir über einen wunderschönen Panoramaweg durch schattige Wälder und über Lichtungen - die einen atemberaubenden Blick über das Feistritztal boten - ca. eine Stunde lang in RichtungHeimatmuseum Rauchstubenhaus.

Der Weg hatte sich mehr als gelohnt: das Rauchstubenhaus auf 800 m Höhe gelegen, wurde bereits im Jahre 1440 urkundlich erwähnt und gehörte bis 1848 der Herrschaft Stadl bei St.Ruprecht/Raab. Bis zum Jahre 1967 war dieses Haus noch bewohnt; heute ist es ein wertvolles Zeugnis bäuerlicher Volkskultur.

Ein Jahr später kaufte die Marktgemeinde Anger das historische Gebäude und richtet es als Heimatmuseum ein. Der Enkel der letzten Besitzerin Peter Almer betreut heute das ehrwürdige Haus. Heute wird hier noch g`kocht und g`selcht.

 

Im benachbarten Gasthaus „Zur Rauchstube“ bietet Peter Almer bodenständige, traditionelle, steirische Kost und den „Häfennigl“ - den sog. "Schmalzkuchen" nach dem Rezept seiner Großmutter an; dieser wird noch heute am offenen Feuer in der Rauchkuchl zubereitet. Gegessen wird er als Süßigkeit oder Suppeneinlage - unbeschreiblich lecker!!

 

Die nächste Station der "GenußCard" hieß Pöllau: mit dem Fahrrad ging's zur Konditorei und Lebzelterei Ebner. Lebkuchen, Pralinen, selbsthergestelltes Eis, Mehlspeisen und das jüngste „Kind“ der Therese Ebner, die „Kürbiskern“-Steirertorte verführten nicht nur zum Verkosten dieser süßen Leckereien - dank der "GenußCard" – sondern man bekam auch einen Einblick in die Lebkuchenherstellung und konnte sich ein Herz selber herstellen.

Und wieder kommt das Rad zum Einsatz - Fahrt zum Familienunternehmen der Ölmühle Fandler: 17 verschiedene Ölfrüchte werden hier mit der Erfahrung von vier Generationen zu wohlschmeckenden Ölen verpresst.

 

„In unserer Mühle pressen wir heute nicht nur aus heimischen Ölfrüchten das kulinarische Lebenselixier sondern wir entlocken auch Nüssen, Kernen, Samen von nah und fern ihre zarten Aromen. Mediterranes und Exotisches rundet die exquisite heimische Ölauswahl – vom klassisch- steirischen Kürbiskernöl bis hin zum innovativen Macadamianussöl – ab, so Inhaberin Julia Fandler. Bei dieser Präsentation merkt man die Liebe für ihr Unternehmen und zum Produkt Öl.

 

Auch hier wieder - mit der "GenußCard" - Verkostungsmöglichkeiten Fandlerischer Produkte

 

Den Abschluß des mehr als ereignisreichen "GenußCard"-Tages bot eine Bierverkostung in der klimaneurtralen Brauerei Hofer, die 2002 von der Bierbrauerin Erika Hofer gegründet wurde. Toni Bräu ist ein naturtrübes und naturbelassenes Bier in den Sorten Hell, Dunkel, Bock, Kräuter und Bio. Im urigen Kreuzgewölbekeller, der aus 27.000 Zielgel besteht, schmeckt das Gebräu besonders gut.

 

 

Übernachten in einem regionalen Hotel

Im Falkensteiner Therme & Golf Hotel Bad Waltersdorf****S trifft „Lifestyle auf Life Steirisch“. Entspannung fanden wir am Ende des beeindruckenden Tages im Falkensteiner Therme & Golf Hotel in der 2500m2 Acquapura Wohlfühlwelt im 35 Grad Celsius warmen Thermalwasser, dem Sportaußenbecken, der Saunalandschaft und dem FKK Bereich.

 

Auch die Geschmacksknospen kamen im Hotel nicht zu kurz: durch Spezialitäten der Alpe Adria Küche in Verbindung mit der Steirischen Küche hatten wir das Gefühl wie Könige zu dinieren. Und es mundete alles hervorragend.

Der zweiten Tag der „GenußCard"-Reise

Führung und Verkostung in Walkersdorf/Ilz bei Fink ´s Delikatessen. Nachhaltigkeit steht im Vordergrund.

In der hauseigenen Delikatessenmanufaktur werden in reiner Handarbeit eingelegte und eingekochte Köstlichkeiten wie z.B. Essigfrüchte, Chutneys, Pestos, Röster, Marmeladen u.v.m. produziert. Die Delikatessen werden nach den besten Rezepten vonBettina und Hans Peter Fink gefertigt. Immer wieder arbeiten die beiden an neuen Kreationen und kreativen Rezepturen, um immer wieder mit neuen geschmackvollen Kompositionen zu bestechen.

 

Das an die Delikatessenmanufaktur angrenzende Gasthaus Haberl (geführt vom Diplomsommelier Mario Haberl) hat sich in den letzten Jahren zu einem kulinarischen Aushängeschild der Steiermark etabliert: die Küche ist regionaltypisch und finessenreich.

 

 

Glückliche Sonnenschweine

Burgau, unsere nächste Station - der Labonca Biohof des Bio Bauern und Labonca Gründers Norbert Hackl ; hier leben tatsächlich glückliche Schweine - „die Sonnenschweine“ - ganzjährig auf einer 200.000 m2 großen Weide. „Labonca" ist die altslawische Bezeichnung der Lafnitz. Ein Synoym für den Labonca Biohof sind die naturbelassene Form, zahlreichen Feuchtwiesen, Gebüschzeilen und der Fluß Mäander. Übrigens erhielt Familie Hackl als erster Bauernhof Österreichs den "Österreichischen Tierschutzpreis".

Was wäre die Oststeiermark ohne Wein?

In Großwilfersdorf nahm unsere „GenußCard“-Tour ihr würdiges Ende. Im Schloß-Weingut Thaller stand die Besichtigung des Weingutes und der Barrique-Keller, der Ort zur Reifung und Verfeinerung der Thallerschen Rotweine - am Programm. Allein der betörende Duft der einem hier umfängt, macht Lust auf ein Glas von diesen wunderbaren Krsezenzen. Der Keller ist auch einmystischer Ort, der mit seinen zahlreichen Gemälden an den Wänden viele der Ur-Mythen der Menschheit anspricht.

Nach dieser „weinumwogenen Kellertour“ wurden dann, auch wieder mit der „GenußCard“ - die „edlen Tropfen“ verkostet.

Gefeiert wurde der genußvollen Ausklang der „GenußCard-Tour“, die bei allen Teilnehmern einen bleibenden Eindruck hinterließ, im Buschenschank Thaller bei Speis und Trank aus der Region.

www.genusscard.at

 

 

"GenußCard"- Betriebe und Übernachtung

Biohof Schloffer

www.schloffer.at

 

Rauchstubenhaus und Gasthaus Almer

www.rauchstubenhaus.at

 

Konditorei Lebzelterei Ebner

www.steirertorte.at

 

Ölmühle Fadler

www.fandler.at

 

Toni Bräu

www.tonibraeu.at

 

Labonca Biohof

www.labonca.at

 

Falkensteiner Therme & Golf Hotel Bad Waltersdorf ****S

www.falkensteiner.com/de/hotel/bad-waltersdorf 

fotocredit: ifpa