Max Strache - er sagt noch heute "wo's lang geht"

Max Strache Nationalrat a.D. feierte seinen 80er – als langjähriger Wahlkampfmanager und Begleiter von Dr. Bruno Kreisky – standesgemäß wie sonst - in einer unter Denkmalsschutz stehenden und ältesten (Dampf)Lokomotive der Welt. Wir begleiteten den Jubilar von Graz nach Deutschlandsberg.

Sein Geburtstag war wie sein Leben: schwer unter Dampf, ein bißchen ruckelig, aber immer spurtreu. Eben wie eine Dampflok: er - Max Strache, Politiker aus Judenburg, erlernter Beruf Schmied wurde 80. Sein Leben war atemberaubend, heute in dieser Form nicht mehr möglich. Immer auf Augenhöhe mit den Mächtigen, Träger des goldenen Ehrenzeichen für die Verdienste um die Republik Österreich, Sozialdemokrat.

Seine Mitstreiter: Kreisky, Fischer, Blecha und Zilk. Sein politischer Werdegang wie aus einem Geschichtsbuch ausgehend von der Steiermark bis in die Metropole: Werkzeugschmied, Landespartei- und Bundessekretär in der SPÖ Steiermark und Niederösterreich, Abgeordneter zum Nationalrat, Mitglied zum Bundesrat, Versicherungsdirektor und und und ........

 Bundespräsident Dr. Rudolf Kirchschläger schrieb ihm ins Stammbuch: „Dem großen und erfolgreichen Peiniger Max Strache sei alles verziehen“ und adelte auf diese Weise die Art, wie Strache seine politische Arbeit verstand.

Der erfolgreiche und die Karriereleiter erklimmende Nationalrat a.D. lud zu seinem Geburtstag auf eine Fahrt mit der Dampflok 671 aus dem Jahre 1865 nach Deutschlandsberg ein und „alle die er rief“ kamen auch. Sechs Waggons voll mit Freunden und Wegbegleiter verliehen dem Burtlstagskind einen Beliebtheitsbonus.

 

Im „rauchenden schwarzen Zug“ rollten wir über Lieboch und Groß St. Florin bis in die weststeirische Bezirks- und Schilcherstadt. Trotz holpriger Fahrt - gut gelandet am BH Deutschlandsberg - wurde die Gruppe herzlich von Mag. Josef Wallner, seines Zeichens Bürgermeister der Stadt empfangen. Mit dem Shuttlebus chauffierte man uns zum Weingarten Stadt Deutschlandsberg inmitten malerischer Weinberge mit grandioser Aussicht, um für unser leibliches Wohl - nach so einer anstrengend lustigen Zugfahrt - zu sorgen.

 

Um das Fest zu krönen, wurden der "Erlebniswein" Schilcher und gute steirische Backhendl kredenzt, wobei Bürgermeister Wallner es sich nicht nehmen ließ, für uns am Maronibräter leckere Edelkastanien als Beilage zum edlen Tropfen aus dem Feuer zu holen. Bei strahlendem Sonnenschein (wenn Engerln reisen samt Erzengel) und guter Laune aller Anwesenden, fühlte sich der jung gebliebene Jubilar sichtlich wohl. Es wurde diskutiert, alte Erinnerungen ausgetauscht und Freundschaften aufgefrischt – eben ein besonderer Tag mit und für Max Strache.

 

Leider ging Straches Ehrentag viel zu schnell vorbei und bei Einbruch der Dämmerung schlenderte die illustre Geburtstagsrunde zurück zum „Schnauferlzug“, um wieder am Graz Köflacher Bahnhof anzukommen, wo sich dann die Menschentraube in allen Himmelsrichtungen verabschiedete. Ein erlebnisreicher Tag endete, der noch lange in den Köpfen aller Mitreisenden hängen bleiben wird.

 

 

Wie wertgeschätzt der Poltiker Max Strache noch immer wird, zeigt sich darin, dass man ihn zu Ehren sogar eine Zeitung heraus gab

 

 fotocredit: ifpa/zeitungamsonntag