Ein Kur- und Tourismusort

Bad Radkersburg’s Entstehung liegt ganz im Dunklen. Die erste urkundliche Erwähnung fand 1182 statt. Der Habsburgerkönig Albert I. legte Bad Radkersburg nach einem ganz präzisen Konstruktionsplan als Stadt neu an. 1975 wurde die Gemeinde Radkersburg zum Kurort und seit 1976 zu Bad Radkersburg; im Weiteren kam es zu einer Thermalquellenerschließung und last but not least erfolgte der Thermalbadausbau Parktherme Bad Radkersburg.

www.parktherme.at

 

 

Bedeutend für die Stadt ist die Murbrücke, die Gornja Radgona mit Bad Radkersburg verbindet. Sie spielte im Jugoslawienkrieg eine beachtliche Rolle, war sie doch der einzige Übergang für Panzer; deshalb wurde sie auch streng bewacht - nicht nur von der jugoslawischen Armee sondern auch vom österreichischen Bundesheer. Beim Friedensvertrag von St. Germain wurde Radkersburg zur Grenzstadt und die Mur zum Grenzfluß.

 

Besonders die italienisch konstruierte Altstadt mit seinen Palais und Klöstern berührt Besucher und läßt sie in  eine andere Zeit eintauchen. Der weit gereiste italienische Architekt und Baumeister Domenico dell' Allio war damals beauftragt, sämtliche Palazzi profan wie Sakralbauten zu errichten und erreichte hohes Ansehen in der Region. Er war sowohl Baumeister der Kärntner Burg Hochosterwitz als auch der, auf einem Vulkanfelsen thronenden Riegersburg die Umgebung ein mystisches Flair verleiht.

Sagenumwoben blickt sie über die ganze Südoststeiermark und über ihre Weinberge, die sie zu bewachen scheint bis hin zur Essigmanufaktur Gölles in Stang. Selbst Josef Zotter, den bereits weltberühmten Chocolatier hat sie unter ihrem Auge. Seine, in vorbildlichen Fairtrade Betrieben gewachsenen Kakaobohnen werden von der ganzen Welt in die Steiermark geliefert und in der Schokoladenfabrik zu erlesenen Variationen verarbeitet.

www.goelles.at * www.zotter.at

 

 

Bad Radkersburg ist eine ganz besondere Region, die man hören, fühlen und sogar schmecken kann. Immer an der Grenze gelegen vermischt sich dort - fast über ein Jahrtausend - die slawische mit der germanischen Kultur. Das merkt man besonders in der Küche. Die Süßspeisen der unzähligen Buschenschänke der Umgebung verraten es. Sowohl die Mohn- als auch Nußpotize sind ein ganz signifikantes Beispiel dafür.

 

Nicht grundlos wurde Bad Radkersburg 1978 als einzige Stadt mit der europäische Goldmedaille für Denkmalpflege ausgezeichnet. Beim Schlendern durch die Alt- und Innenstadt wird jedes sensible Auge erkennen, daß die Häuserfassaden einen zeitgerechten Kalkputz tragen, in der die Entstehungszeit berücksichtigt wurde. Ihre lebende Patina läßt tatsächlich die italienische Baukultur erkennen; Bad Radkersburg ist auch Mitglied im Verband der kleinen historischen Städte.

www.badradkersburg.at

Die charmante Grenzstadt erwartet seine Gäste

Angekommen im Historik- und Thermalhotel Kaiser von Österreich - in der Genußregion Steirisches Vulkanland bietet die „edle Herberge“ nicht nur geschmackvoll adaptierte Zimmer – schon der Kaiser hätte sich hier wohlgefühlt – sondern auch eine ausgewogene Kulinarik an. Entspannung pur ist vorprogrammiert – durch das hoteleigene beheizte Thermal- und Süßwasser(außen)becken, Sauna und Fitnessraum. Von der Liegewiese des Hotels hat man einen guten Blick auf das Schloß Oberradkersburg.

Daß man immer wieder gerne in das Wohlfühlhotel kommt, hat sicherlich u.a. auch mit der Freundlichkeit der Hotelcrew zu tun – wenn Bürgermeister Mag. Josef Sommer und sein Neffe Hoteldirektor Robert Sommer seine Gäste persönlich und so herzlich begrüßen, daß jeder Gast das Gefühl hat – „Heute bin ich der Kaiser von  Österreich!"    

Ist man Gast in Bad Radkersburg, soll man unbedingt eine Stadtführung durch diese pittoreske, denkmalpflegerisch und restaurierte Altstadt einplanen.

Übrigens: auch vierbeinige Kameraden sind hier jederzeit herzlich willkommen.  

 

Sehenswertes

Nahezu jedes Haus lädt zum Verweilen ein, seine Geschichte mit den mittelalterlichen Bastionen zu erkunden oder die idyllischen Hinterhöfe mit all deren farbenprächtigen Blumenvielfalt zu bestaunen; sehenswert sind auch die Störche auf den Kaminen, sie beobachten alles mit Argusaugen.

Die mit Murnockerln gepflasterte Murgasse hat was Besonderes. Oder der Hauptplatz mit dem Wahrzeichen der Stadt - dem Rathausturm samt Rathaus und die Pistorkaserne (im Keller des Hinterhofes befinden sich die ältesten profanen Wandmalereien Österreichs). Erinnert wird man an die Pestplage, kommt man zur Mariensäule.

Vorbei an der Kapuzinerklosterkirche, dessen Sandsteinportal noch erhalten ist wurde säkularisiert - heute Privatbesitz und der spätbarocken Frauenkirche, deren Turm eine Zwiebelhaube krönt ;  durch das barocke Frauentor gelangt man zum Frauenplatz.

 

Das in der Altstadt thronende Palais Herbersdorff beeindruckt mit seinem Renaissance-Arkadenhof. Hier lebten einst die Herbersdorffer - eine alte steirische Adelsfamilie. Ein Teil der Befestigungsmauer ist mit dem Haus verbunden, unmittelbar an der Mauer ist der Dechanthof angefügt und an ihn schließt die Kirche an; Grabsteine im Inneren der Pfarrkirche und an den Außenmauern zeugen von einem alten Friedhof. In der Stadtpfarrkirche trifft man auf eine Persönlichkeit des alten Radkersburg, den Maler Johannes Aquila. Ein Fragment eines Freskos von ihm befindet sich auf der Außenwand der Kirche.

Auch das Museum im alten Zeughaus mit dem prachtvollen Doppelarkadenhof ist sehenswert, beihaltet es u.a. doch eine der größten geschlossenen Zunftruhensammlungen.

Geht man in Richtung Mur weiter, sieht man einen auffälligen Bau der Gründerzeit, das Finanzamt, schräg gegenüber dem Hotel Kaiser von Österreich.

In gleicher Reihe steht das Russendenkmal, das an die Besatzungszeit nach dem zweiten Weltkrieg erinnert.

Gegenüber diesem Denkmal steht am Grazertorplatz das „Puchhaus“:  hier verbrachte Johann Puch einen Teil seiner Gesellenzeit (einst stand hier das Grazertor). Puch faszinierten Räder; er wechselte seine Ausbildungsstätten öfters, um sein Wissen in punkto Drahtesel zu erweitern. Bis er schlußendlich die Puchwerke in Graz gründete.

 

Bad Radkersburg ist eine Mischung zwischen kunsthistorischem Kleinod, Kurstadt und heimischen Köstlichkeiten. Unzählige Buschenschänke, Vinotheken, Gasthöfe, Spezerei, Backhendlstationen, Kernölmühlen, Thermen, Wein und Säfte laden dazu ein, die Region näher kennenzulernen, den Körper und Gaumen verwöhnen zu lassen und die südoststeirische Landschaft möglichst lange als „Natur pur“ zu genießen.

 

Murbootsfahrt oder mildes (wildes) Paddeln auf der Mur

Was wäre die Steiermark ohne ihre Mur, eine Nationalheilige und Nymphe, die in ihren dunklen Gewässern alles runter zieht, von dem sie glaubt, es verschlingen zu wollen. Die Mur, eine wilde Frau, die manchmal so reißerisch durch die steirischen Städte fließt als wolle sie zeigen, dass sie die wahre Herrin der Steiermark ist. Wer sich auf einen Tanz mit dem Wasser einlassen will, sollte unbedingt eine Fahrt mit dem Paddelboot - beispielsweise 9 km von Oberschwarza (Radlerbauernhof Schober) bis zur Schiffsmühle Mureck buchen, um die Mur-Aulandschaften zu erkunden.

 

Nach diesem aufregenden Abenteuer durch Stromschnellen zu paddeln, stärkt man sich anschließend am besten auf der Terrasse nahe der Mühle im angrenzenden Mühlenhof mit regionaltypischen Schmankerln, um wieder zu Kräften kommen. Der Naturraum Mur ist durch einen Radweg erschlossen, der u.a. zur Schiffsmühle in Mureck sowie zur einzigen rollenden Mur-Fähre in Weitensfeld führt.

 

Will man den Tag relaxt ausklingen zu lassen, wirken Massagen oder ein Aufenthalt im warmen Thermalwasser (kommt aus 2.000m Tiefe) der Parktherme Bad Radkersburg  wahre Wunder.

www.murpark.at

Unbedingt Zeit nehmen für den Weinbauort und Marktgemeinde Klöch einplanen. Berühmter südoststeirischer Ort, der für seinen "narrisch guaten" Traminer (Gewürz, Gelber- oder Roter Traminer) bis weit über die Grenzen hinaus bekannt ist. Der Klöcher Traminer duftet besonders sanft und gleichzeitig intensiv nach Rose. Genießt man eventuell einmal zuviel davon, kann er schon in andere Sphären versetzen und die "Feen der Region" könnten sichtbar werden.

 

Absolut empfehlenswert

eine Wanderung am Traminerweg durch die lieblich steirische Hügellandschaft, die je nach Jahreszeit in verschiedenen Licht- und Farbschattierungen erstrahlt. Ausgangspunkt beispielsweise: die naturbelassene 18-Loch-Golfanlage „Traminer Golf Klöch“, vorbei an Weingärten, Gasthöfen, der Burgruine Klöch mit Aussichtswarte und Kulturarena, der Pfarrkirche, einem Klapotetz und am Kaltwasserfußweg im Klausenbach zur Vinothek und Weinbaumuseum Klöch. So der leutselige Bürgermeister und Weinbauer von Klöch - Josef Doupona - Zeit findet, schließt er sich immer wieder den Touristen-Wanderungen kurz an  - und dass es da lustig zugeht - steht außer Frage

 

Mit einem (Hendl)Picknick am Fuße der Klöcher Weinberge (ein Highlight der besonderen Art) und einer interessanten Rundfahrt im Weingebiet geht es weiter nach Stang; hier befindet sich die bekannte Gölles Manifaktur wo sich alles um die Sinne dreht. Vom feinen Essig  über Edelbrände bis hin zum Edelbitter findet man hier alles, was den Gaumen erfreut.

www.traminergolf.at

 

 

Zu guter letzt noch einen Abstecher nach Halbrein einplanen und zwar zum Käferbohnenkabinett und der amtierenden Käferbohnenkönigin. Hier gibt es die Käferbohne in allen Variationen (süß, sauer und pikant) zu verkosten. Die Bohne stammt ursprünglich aus Mittelamerika und ist wohl neben dem Kürbiskernöl zum wichtigsten Kulturgut der Region geworden.

www.baecksteffl.at

Das "schwarze Gold" der Steiermark ist auch international präsent

Das "schwarze Gold" der Steiermark – sprich Kürbiskernöl ist nirgendwo so präsent wie hier – ein aus gerösteten und gepressten Kürbiskernen naturbelassenes Pflanzenöl; man verwendet es nicht nur für kalte sondern auch warme Speisen wie u.a. Salate, Desserts, Eierspeis, Suppen oder Aufstriche und sogar die internationalen Küche greift mittlerweile immer wieder auf das Kernöl zurück .

 

Bad Radkersburg - eine geschichtsträchtig romantische Region mit mediterranem Flair im klimatisch äußerst begünstigten steirischen Thermenland; es lockt nicht nur Radler, Golfer oder Wein-Kulnarik-Genießer an sondern auch den ansteigenden internationalen Ganzjahres-Tourismus. 

 

 

 

 

 

Speisen in Bad Radkersburg und Umgebung

Wirtshaus Metzgerwirt

www.metzger-wirt.at

 

Buschenschank Fam. Martinecz

www.buschenschank-martinecz.com

 

Backhendlgasthaus und Weingut Palz

www.gasthof-palz.at

 

Vinothek Klöch & Weinbaumuseum

www.kloecherweine.at

 

Die Spezerei Wein & andere Köstlichkeiten

www.diespezerei.com

fotocredit: ifpa/BRT