Treffen der Umwelt- und Verkehrsminister im Zeichen nachhaltiger Mobilität

Eine neue Ära beginnen – eine saubere, sichere und leistbare Mobilität für Europa - eine Premiere: Umwelt- und Verkehrsminister setzen sich gemeinsam an einem Tisch und beraten über eine saubere Mobilität!

 

Beim informellen Treffen in Graz/Steiermark betonten die Minister für Umwelt und Verkehr die Wichtigkeit eines globalen Wandels hin zu einer kohlenstoffarmen und klimaresistenten Gesellschaft. „Daß Umwelt- und Verkehrsminister ein gemeinsames Treffen abhalten, ist ein wichtiges Signal dafür, daß wir den Klimaschutzes nur gemeinsam mit der Mobilitätsfrage lösen können. Wir müssen einerseits Wege finden und ausbauen, ohne die Umwelt zu gefährden und andererseits die Mobilität der Menschen sicherstellen, so die Ratsvorsitzenden Norbert Hofer und Elisabeth Köstinger.

 

Der österreichische Ratsvorsitz hat im Vorfeld der Tagung die „Grazer Deklaration“ ausgearbeitet und sie den Mitgliedsstaaten zur Diskussion vorgelegt. In weiterer Folge sollen die Inhalte der Deklaration in den formellen EU-Räten dieses Jahres thematisiert und weitergeführt werden. Die Mitgliedstaaten und die Europäische Kommission werden im Rahmen dieser Deklaration aufgefordert, ihre Anstrengungen dahingehend zu verstärken, daß Maßnahmen für eine saubere Mobilität rasch umgesetzt werden, um Gesundheit sowie Lebensqualität europäischer Bürger in den Städten und Regionen nachhaltig zu verbessern.

 

Die europäischen Klimaziele 2030 und die langfristige Vision 2050 gemäß dem Pariser Klimaabkommen seien nur durch politische Maßnahmen und die Ausrichtung der Finanzierungs- und Förderstrukturen zu erreichen. Dies erfordert einen ganzheitlichen Ansatz der Transformationspolitik, der Maßnahmen kombiniert und Synergien nutzt.

Beide Minister betonten auch die Wichtigkeit des Umstiegs auf saubere und emissionsfreie Fahrzeuge sowie die Forcierung von alternativen Kraftstoffen. Digitalisierung, konsistente Investitionen in den Infrastrukturausbau für den öffentlichen Verkehr, eine sauberere Güterlogistik, Mobilitätsmanagement und leistbare Mobilitätsdienste. Weiters müssen sozial inkludierte Mobilität und verkehrsrelevante Sicherheitsaspekte zu einem vollständig integrierten Verkehrssystem zusammengeführt werden.

 

„Bewußtseinsbildende Maßnahmen, die zu Verhaltensänderungen und die Förderung der nachhaltigen Mobilität führen, sind die Schlüsselfaktoren dafür, daß dieser Umstieg gelingen kann“, ergänzte Minister Köstinger. Die Kommission, die Mitgliedstaaten, die regionalen und lokalen Behörden aber auch andere Interessengruppen sollen Maßnahmen in folgenden Bereichen weiterentwickeln:

•Saubere Fahrzeuge: schnelle Einführung

von emissionsfreien Fahrzeugen und Optionen für erneuerbare Kraftstoffe

•Mobilitätsmanagement und -planung

•Aktive Mobilität zur Förderung der Gesundheit und der Nachhaltigkeit

•Sichere und inklusive Mobilität

•Multimodalität und Infrastruktur

 

Fazit: Das informelle Treffen der Umwelt- und Verkehrsminister lädt die Europäische Kommission nicht nur ein, auf diesen

Prinzipien und vorgeschlagenen Maßnahmen aufzubauen und eine umfassende Strategie sowie einen Zielpfad für nachhaltige, saubere, sichere, leistbare und inklusive Mobilität in Europa mit geeigneten Maßnahmenpaketen bis 2021 zu entwickeln sondern aber umzusetzen.

Für Graz markiert es den Beginn einer neuen Ära, in der alle Parteien auf einen Green Deal für eine neue Mobilität in Europa hinarbeiten, damit den Bürgern, der Gesellschaft, Umwelt und Wirtschaft eine saubere, sichere und leistbare Mobilität zugute kommt.

 

fotocredit: ifpa/m.ranz/p.gruber